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Krypto-Crash: Ist der Boom am Kryptomarkt vorüber?
Krypto-Crash: Ist der Boom am Kryptomarkt vorüber?
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Florian Schulze

Profi Investor

Am Kryptomarkt scheinen derzeit alle Dämme zu brechen. Innerhalb eines einzigen Tages hat der Markt über 20 Prozent an Wert verloren. Ein Ende scheint derzeit nicht in Sicht zu sein. Bedeutet der Krypto-Crash das Ende des Krypto-Booms?

Innerhalb der letzten 24 Stunden hat Ether mehr als 30 Prozent an Wert verloren. Der Bitcoin-Kurs ist um über 20 Prozent abgestürzt. Der 19.05.21 könnte als schwarzer Tag in die Geschichte des Kryptomarktes eingehen.

So stark wie die Kurse fast aller großen Kryptowährungen derzeit auch fallen, handelt es sich hierbei im Großen und Ganzen jedoch lediglich um eine Fortsetzung einer Entwicklung, die bereits vor einer Woche ihren Anfang genommen hat.

Krypto-Crash sorgt für Verluste auf breiter Front

Solange befinden sich nämlich bereits die Kurse zahlreicher Coins wie Bitcoin, Ether oder Binance Coin im Sinkflug. Sowohl Ether als auch Binance Coin haben innerhalb der letzten sieben Tage rund die Hälfte ihres Werts verloren.

Bisher war es einigen Coins noch gelungen, sich entgegen dieses sich immer mehr abzeichnenden Trends zu entwickeln. So befand sich beispielsweise Polygon (MATIC) lange Zeit über im Plus. Nun hat sich die Lage am Markt jedoch soweit aufgeschaukelt, dass die umgreifende Panik vieler Verkäufer auch vormals noch stabile Kryptowährungen mit in den Abgrund reißt.

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Musk und China sorgen für Kursstürze

Die Gründe für den aktuellen Krypto-Crash scheinen vielschichtiger Natur zu sein. Zum einen haben die Aussagen und Entscheidungen von Tesla-CEO Elon Musk in den vergangenen Tagen bereits dazu geführt, dass der Bitcoin-Kurs weiter nachgegeben hat.

So hatte Musk seine Entscheidung, Bitcoin als Zahlungsmittel bei Tesla zuzulassen, wieder revidiert. Als Grund hierfür hatte er den derzeit zu hohen Energieverbrauch der Kryptowährung genannt.

In die gleiche Kerbe schlug nun die jüngste Entscheidung der chinesischen Notenbank, wonach digitale Währungen nicht zum Zahlungsverkehr verwendet werden dürfen. In Chinas Fall dürften jedoch weniger Umweltbedenken als vielmehr der Wunsch, die Kontrolle über den Zahlungsverkehr zu behalten, die Ursache für diese Entscheidung gewesen sein.

Das Land hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisch über Kryptowährungen geäußert. Derzeit arbeitet China zudem daran, selbst eine digitale Version der Landeswährung Yuan zu entwickeln.

Die Summe der negativen Nachrichten scheint nun eine kritische Masse erreicht zu haben. Ein Krypto-Crash auf breiter Front war die Folge.

Werden die Krypto-Kurse wieder steigen?

Für Veteranen der Kryptoszene dürfte eine derartige Entwicklung freilich nichts Neues sein. Anfang 2018 war der Bitcoin-Kurs bereits einmal nach einer extremen Rallye wieder krachend abgestürzt. Ob sich dieses Szenario nun wiederholen wird, ist sicherlich eine Frage, die derzeit vielen Anlegern auf den Fingern brennt.

Zum einen ist der Kryptomarkt mittlerweile deutlich erwachsener geworden. In den letzten Monaten ist die Rallye bei Bitcoin, Ethereum und diversen anderen Coins nicht mehr länger ausschließlich von Privatanlegern, sondern auch von finanzstarken institutionellen Investoren befeuert worden.

Darüber hinaus gibt es mittlerweile auch wesentlich mehr Anwendungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Blockchains, als dies noch 2017/18 der Fall gewesen war. Ein völliger Zusammenbruch des Kryptomarktes erscheint daher momentan eher unwahrscheinlich.

Gleichzeitig sind aktuell jedoch auch wieder zahlreiche Kleinanleger und Spekulanten am Markt unterwegs. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit von unbedachten Panikverkäufen und könnte den Crash somit weiter befeuern.

Derzeit lässt sich nicht sagen, wann sich die Situation am Markt wieder normalisieren wird. Allerdings verschwindet das Potenzial der Blockchain aufgrund derartiger Kursentwicklungen nicht einfach so über Nacht. Blockchain, Smart Contracts und Decentralized Finance stellen auch weiterhin die Zukunft dar.

Für Anleger könnte der Weg in diese Zukunft jedoch auch einige Schlaglöcher bereithalten. Aber das dürfte am Kryptomarkt nun wirklich keine Neuigkeit mehr sein.

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Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. ETFs, Aktien und Kryptowährungen sind seine Leidenschaft.
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