Rohstoff-Superzyklus: Diese drei Rohstoffe könnten stark profitieren 

Viele Experten sehen den Beginn eines neuen Superzyklus für Rohstoffe. Dies würde bedeuten, dass wir einige Jahre deutlich steigende Preise bei den Rohstoffen sehen. Natürlich stehen auch in einem Superzyklus immer wieder Rückschläge an. Dennoch geht die Tendenz in eine Richtung.

Der weltweite Aufschwung nach dem Corona-Stillstand der Volkswirtschaften, Chinas Wachstum und das begrenzte Angebot an Rohstoffen könnten die Preise der Rohstoffe in die Höhe treiben. Schließlich wurden die Kapazitäten vieler Rohstoff-Unternehmen in der Corona-Pandemie heruntergefahren, sodass Nachfrage und Angebot zunehmend auseinanderklaffen.

Zwar würde der Rohstoff-Superzyklus der gesamten Rohstoffbranche zu einem Kurssprung verhelfen – dennoch gibt es einzelne Rohstoffe, die besonders stark profitieren könnten.

Kupfer

Die Analysten der Bank of America verweisen darauf, dass insbesondere bei Kupfer nachhaltige Auswirkungen auf die Lieferkette durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Die Lagerbestände sind gesunken und die Nachfrage kann aktuell nicht gestillt werden. Zwar haben die Minenbetreiber die Produktion wieder angekurbelt. Dies reicht jedoch kurz- und mittelfristig nicht aus, die rasant steigende Nachfrage im Zuge der Erholung der Weltwirtschaft zu befriedigen.

Der Trend zu Erneuerbaren Energien wirkt sich positiv für den Rohstoff Kupfer aus. Denn grüne Energie wird mittlerweile fast weltweit gefördert und vorangetrieben. Im Kampf gegen den Klimawandel müssen umweltfreundliche Technologien her, um Energie zu erzeugen, zu speichern und effizient einzusetzen. Kupfer kommt insbesondere in den Bereichen Stromerzeugung, -speicherung und -übertragung zum Einsatz. Der Kupferbedarf bei Erneuerbarer Energie ist deutlich höher als dies bei fossilen Methoden der Fall ist. Folglich dürfte mit dem steigenden Anteil der Erneuerbaren Energien auch die Nachfrage nach Kupfer weiter ansteigen.

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Aluminium

In den letzten Wochen hat der Aluminium-Preis an der Börse Hochs aus den letzten Jahren wieder zurückerobert. Nach dem Einbruch in der Corona-Pandemie gab es zuletzt nur eine Richtung. Die Aluminiumproduzenten gehen allesamt von einer deutlich steigenden Nachfrage nach Aluminium aus. Diese hat sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 deutlich erholt. 2021 dürfte diese Entwicklung weitergehen.

Besonders der Maschinen- und Autobau sowie Infrastrukturprojekte kurbeln die Nachfrage nach Aluminium an. Nach der Corona-Pandemie dürften in vielen Ländern Infrastrukturprojekte verabschiedet werden, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Diese Investitionen könnten dann die Nachfrage nach Aluminium weiter erhöhen.

Zudem kündigte China an, dass man mehr Aufmerksamkeit auf den Umweltschutz legen wolle. Das erste Ziel: Energieintensive Industrien wie die Aluminiumproduktion. Dies würde das Angebot deutlich verringern, sodass steigende Preise die mittelfristige Folge wären. Aktuell sieht es gut für das beliebte Leichtmetall aus.

Zink

Zugleich könnte auch Zink stark vom neuen Rohstoff-Superzyklus profitieren. Zuletzt haben die Analysten von UBS die Erwartung geäußert, dass 2021 die Nachfrage nach Zink robust bleiben dürfte, während das Angebot nur langsam wächst. Demnach gibt es kein Überangebot an Zink. Zugleich werden außerhalb von China kaum neue Minenprojekte gestartet, welche dies kompensieren könnten. Die Schmelzkapazitäten sind überschaubar, sodass sogar ein Zink-Defizit in den nächsten Jahren möglich sein könnte. Die Aussichten für den Rohstoff Zink bleiben gut.

Aktuell werden rund 60 % des Zink-Angebots in Form von verzinktem Stahl eingesetzt. Hier sind die Automobilindustrie und die Baubranche die größten Nachfrager. Die weltweit geplanten Infrastrukturprojekte setzen ebenfalls auf Zink, sodass die Nachholeffekte in den Volkswirtschaften nach der (hoffentlich bald) endgültig überwundenen Corona-Pandemie den Zink-Preis ankurbeln könnten. Dieser befindet sich aktuell bereits nahe des 2019er Hochs. Bis zum Hoch aus 2018 ist jedoch noch reichlich Luft.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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