Welcher Wasser-ETF ist besser: L&G Clean Water oder iShares Global Water ETF?

Wasser ist für uns Menschen lebenswichtig. Folglich kommt dem Rohstoff Wasser enorme Bedeutung zu – erst recht, wenn der Klimawandel Hitze und Trockenheit in weite Regionen der Welt bringt. Zugleich haben weltweit immer noch über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Der Menschheit steht eine Herkulesaufgabe bevor. Die Wasser-Unternehmen werden einen maßgeblichen Beitrag leisten müssen, um diese Zukunftsproblematik zu bekämpfen.

Wer von der steigenden Bedeutung des nassen Goldes profitieren möchte, kann in einen Wasser-ETF investieren. Mittlerweile stehen den deutschen Anlegern drei ETFs zur Verfügung. Auf zwei dieser ETFs haben wir im folgenden Beitrag einen Blick geworfen: den L&G Clean Water ETF (ISIN: IE00BK5BC891 und den iShares Global Water ETF (ISIN: IE00B1TXK627).

Die ETFs im Vergleich

Der L&G Clean Water ETF ist mit einer Fondsgröße von knapp über 100 Millionen Euro der kleinste Wasser-ETF. Allerdings wurde dieser auch erst Ende 2019 aufgelegt. Die Indexabbildung erfolgt physisch, die Ertragsverwendung ist thesaurierend. Die Kosten für den L&G Clean Water ETF belaufen sich auf 0,5 % TER pro Jahr.

Der iShares Global Water ETF ist ein physischer ETF, der regelmäßig Erträge an die Anleger ausbezahlt. Die Ausschüttungsrendite schwankt zwischen 0,8 und 1,75 %. Die ETF-Größe macht mehr als 1,5 Milliarden Euro aus. Die Kosten für den ETF belaufen sich auf 0,65 %.

Die Anlagestrategie

Der L&G Clean Water ETF setzt auf ausgewählte Unternehmen, die sich mit der Versorgung mit sauberem Wasser beschäftigen. Der zugrunde liegende Index ist der Solactive Clean Water Index. Die Unternehmen können sowohl in der Wasserversorgung als auch der Entwicklung von Wassertechnik tätig sein. Aktuell befinden sich über 60 Positionen im ETF.

Im iShares Global Water ETF sind 50 Unternehmen enthalten, die im Wassersektor tätig sind. Diese können sich sowohl mit der Aufbereitung als auch Versorgung beschäftigen.

Aufteilung nach Regionen und Sektoren

Der Fokus des L&G Clean Water ETFs liegt auf den USA. Fast 60 % der Unternehmen stammen von dort. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen britische Unternehmen und die Eurozone mit jeweils zwischen 8-10 %.

Über die Hälfte der Unternehmen aus dem L&G Clean Water ETF sind in der Industrie tätig. Fast 20 % kommen zudem aus der Versorgung.

Die Hälfte der Unternehmen stammt beim iShares Global Water ETF aus den USA. Das Vereinigte Königreich vereint einen ETF-Anteil von 13 % auf die heimische Wirtschaft.

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Zwei Branchen dominieren fast den gesamten ETF. Industrie-Unternehmen machen fast die Hälfte aus, während Versorger knapp über der 40 %-Grenze landen.

Die größten Positionen

Die Top 10 des L&G Clean Water ETFs macht einen Anteil von gut 20 % aus. Die größte Position ist das US-amerikanische Unternehmen Atkore (WKN: A2ALP3), das als Hersteller im Bereich Sicherheit, Elektrik und Infrastruktur aktiv ist.

Beim iShares Global Water ETF konzentriert sich alles auf die Top 10. Diese ist für die Hälfte des ETFs verantwortlich. Die größten beiden Positionen haben mehr als 8 % Gewichtung.  Dabei handelt es sich um das Wasseraufbereitungs-Unternehmen Xylem (WKN: A1JMBU) und den US-Versorger American Water Works (WKN: A0NJ38).

Die Performance

Seit der Auflage 2019 betrug die jährliche Durchschnittsperformance über 23 % p.a. Im laufenden Jahre stehen nach vier Monaten bereits über 15 % für den L&G Clean Water ETF zu Buche.

Bereits 2007 legte der führende ETF-Anbieter BlackRock (WKN: 928193) den iShares Global Water ETF auf. Seitdem beträgt die jährliche Durchschnittsperformance knapp 10 %. In den letzten drei Jahren waren es sogar 17 %.

Welchen Wasser-ETF sollte man kaufen?

Ein Wasser-ETF kann dem eigenen ETF-Depot ein wenig Würze verleihen. Die Bedeutung von Wasser wird steigen. Nahezu sicher sind die Wasser-Unternehmen die Profiteure.

Ein Vergleich der historischen Performance war nur bedingt möglich, da der L&G ETF erst 2019 aufgelegt wurde. Im letzten Jahr konnte dieser den iShares Global Water ETF jedoch schlagen. Die Kosten sind geringer, die Risikostreuung breiter – Anleger können somit gut und gerne auf den kleinsten Wasser-ETF setzen und den L&G Clean Water ETF kaufen.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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