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Wird Krypto wieder steigen? 5 Analystenmeinungen
Wird Krypto wieder steigen? 5 Analystenmeinungen

Patryk Don

Profi Investor

Aktuell gibt es eine ganz Reihe von Faktoren, die für eine bevorstehende Rallye in den Kryptomärkten sprechen. Positive Inflationsdaten aus den USA, eine Entspannung der weltwirtschaftlichen Situation und eine mögliche undervaluation des Bitcoins, sind nur einige von vielen Punkten, die für eine Erholung der Kurse sprechen.

Doch die FTX Krise und ihre Auswirkung könnten ebenso gut dafür sorgen, dass der Bitcoin und die ihm folgenden Altcoins noch weiter an Wert verlieren. Mit der heutigen Bekanntmachung einer möglichen Insolvenz des Kryptounternehmens Genesis, vermehren sich die Anzeichen für einen weiteren Crash.

Bei derartig widersprüchlichen Argumenten für einen zukünftigen Kursanstieg beziehungsweise Kursverfall ist es sinnvoll, die Einschätzungen renommierter Experten und Analysten zu berücksichtigen. Sie können den Markt besser einschätzen und Risikofaktoren realistisch bewerten.

Michaël van de Poppe geht von bevorstehender Volatilität aus

Kryptoexperte Michaël van de Poppe hält eine starke Bewegung am Markt in den kommenden Wochen für äußerst wahrscheinlich. Grund hierfür gibt ihm der sogenannte Bitcoin-Volatilitätsindex (BVOL). Dieser liegt aktuell bei einem Wert von unter 25. Ein solch niedriger Wert geht historisch gesehen immer einem anstehenden Bullen- oder Bärenmarkt voraus. Während der Markt 2018 infolge auf einen niedrigen BVOL-Wert um über 80 % auf circa 3000 Dollar abstürzte, war ein solcher niedriger Wert 2019 und 2020 verlässlicher Indikator für den folgenden Kursaufschwung.

Da der Kurs des Bitcoins seit seinem All-Time-High bereits um 70 % gefallen ist, scheint eine volatile Aufwärtsbewegung wahrscheinlicher, doch mit Sicherheit lässt sich dies nicht vorhersagen.

Dr. Julien Hosp warnt vor weiteren Auswirkungen des FTX-Debakels

Dem CakeDeFi Gründer und Kryptospezialisten Dr. Julien Hosp zufolge, sind die Auswirkungen des Bankrotts der Kryptobörse FTX noch bei weitem nicht überstanden. Er geht von weiteren kettenreaktionsartigen Pleiten anderer Unternehmen aus, die mit FTX zusammengearbeitet haben.

Der heute erst veröffentliche Report über eine mögliche Insolvenz des Kryptounternehmens Genesis ist hierfür ein gutes Beispiel. Hosp zufolge werden noch weitere Plattformen und Unternehmen folgen, von denen heute noch gar keine Verstrickungen mit FTX bekannt sind. Jeder weitere Bankrott und jede weitere Pleite wirken sich natürlich negativ auf den Bitcoinkurs und den gesamten Kryptomarkt aus.

Will Clemente relativiert FTX-Crash und spricht von gesundem Markt

Der bekannte Marktexperte Will Clemente relativierte das FTX Debakel, indem er es mit dem Crash der ehemalig größten Kryptoplattform Mt. Gox vergleich. Diese haben damals 70 % des Bitcoin-Tradingvolumens ausgemacht, während FTX heute nur für 10 % verantwortlich gewesen wäre.

Clemente ist der Meinung, dass die Auswirkungen des Bankrotts daher weitestgehend überstanden sein sollten. Der Crash habe sogar dafür gesorgt, dass ungesunde Hebelpositionen aus dem Markt gespült wurden und die Fundingraten nun niedrig sind. Damit ergebe sich ein sehr gutes Marktumfeld für eine rasche Erholung der Kurse.

Willy Woo

Der Krypto-Spezialist Willy Woo, mit über 1 Million Followern auf Twitter, weist auf die unterschiede dieses Bärenmarktes im Vergleich zu den vergangenen Bärenmärkten hin. Das Verkaufsverhalten, vor allem großer Entitäten im Markt, unterscheide sich gravierend zu dem Verhalten von damals. Es werden weniger Coins auf den Markt geworfen und weniger Verluste realisiert.

Viele Analysten gehen davon aus, dass Bitcoin, wie auch in den vergangenen Crashs, so tief fällt, dass mindestens 60 % der Investoren im Minus sind. Woo sieht dies jedoch nicht als notwendig an, da das Verhalten der größten Marktteilnehmer sich grundlegend geändert hat.

Anonymer Kryptoexperte EmperorBTC geht von baldigem Anstieg aus

Der auf Twitter unter dem Pseudonym Emperor bekannte Analyst, hält eine Erholung der Kurse von Bitcoin und Ethereum für sehr realistisch. Er äußert, dass das Bottom der Kurse möglicherweise schon gesetzt sei. Der aktuelle mit FTX und Alameda in Verbindung stehende Kursverfall, führte demnach zu einer maximalen negativen Marktreaktion, welche gemessen am aktuellen intrinsischen Wert von Bitcoin überzogen sei.

Eine rasche Erholung der Märkte sei demnach sehr wahrscheinlich und würde viele Anleger überraschen und am Seitenrand stehen lassen. Emperor äußerte außerdem, dass es seiner Meinung nach nichts Schlechteres gebe, als jetzt den Markt zu verlassen.

Die Zukunft wird zeigen, wer recht behält

Es gab wohl selten eine Phase am Kryptomarkt, in der die Meinungen über die zukünftige Kursentwicklung weiter auseinandergingen. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass es sowohl für ein bullisches als auch für ein bärisches Szenario valide Argumente gibt.

Niemand weiß genau, wie sich die Märkte in der unmittelbaren Zukunft entwickeln werden. Es empfiehlt sich daher neben den Meinungen renommierter Analysten auch eigene Recherchen und Analysen anzustellen. Aus der eigenen Bewertung und den Meinungen erfahrener Experten kann man so die beste, Einschätzung der Situation ableiten und dementsprechende Entscheidungen treffen.

Ob Rallye oder nicht, aktuell bieten sich an den Märkten auf jeden Fall viel gute Einstiegsmöglichkeiten. Anleger können von günstigen Kursen profitieren und sich zu verhältnismäßig geringen Preisen langfristige Positionen aufbauen. Eines der vielversprechendsten Projekte im Krypto-Sektor ist aktuell IMPT.

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