Was ist der beste Asien-ETF?

Asien gilt als der größte Wachstumsmarkt der Welt. Mit Japan, China, Südkorea und Taiwan verfügt der Kontinent zudem auch über diverse hochinteressante Anlagemärkte. Darüber hinaus drängen Schwellenländer wie z. B.Indien ebenfalls darauf, eine größere Rolle zu spielen. Mit einem ETF können Anleger das Wachstum des Kontinents breitflächig in ihrem Depot abdecken. Doch welcher Asien-ETF eignet sich hierfür am besten?

Die Auswahl an möglichen Asien-ETFs ist riesig. Zum Teil unterscheiden sich diese erheblich in ihrem jeweiligen Schwerpunkt. Die Wahl des geeigneten Asien-ETFs hängt daher nicht nur von der jeweiligen Performance ab. Man muss sich evtl. auch grundsätzlich entscheiden, auf welchen Fokus man Wert legen möchte.

Langfristig haben die Emerging Markets am besten performt

Abgesehen von Japan und Südkorea zeichnet sich Asien besonders durch seine wachstumsstarken Schwellenländer aus. An erster Stelle ist hier natürlich China zu nennen. Der chinesische Aktienmarkt hat in den letzten Jahren stark an Wert zugelegt. Im Vergleich dazu hinkte der japanische Aktienmarkt lange Zeit eher hinterher.

Die über die vergangenen Jahre am besten performenden Asien-ETFs besitzen aus diesem Grund auch jeweils einen Schwellenlandfokus. In den letzten 5 Jahren perfomten die folgenden 5 ETFs dabei am besten:

  • SPDR MSCI EM Asia UCITS ETF (ISIN: IE00B466KX20) – 83,94 %
  • Amundi MSCI Em Asia UCITS ETF (ISIN: LU1681044480) – 82,28 %
  • iShares MSCI EM Asia UCITS ETF USD (ISIN: IE00B5L8K969) – 81,65 %
  • Xtrackers MSCI EM Asia Swap UCITS ETF (ISIN: LU0292107991) – 80,67 %
  • Xtrackers MSCI AC Asia ex Japan Swap UCITS ETF (ISIN: LU0322252171) – 79,03 %

Allen fünf ETFs ist gemein, dass sie den japanischen Aktienmarkt außen vor lassen und ihre Gewinne reinvestieren. Größere Unterschiede ergeben sich jedoch zum einen bei den laufenden Kosten (TER).

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Die beiden Xtrackers ETFs sind mit einer TER von jeweils 0,65 Prozent am teuersten. Auch der Indexfonds von SPDR ist mit 0,55 Prozent recht teuer. Deutlich günstiger sind hingegen die beiden ETFs von Amundi und iShares. Bei diesen belaufen sich die jährlichen Gebühren lediglich auf 0,20 Prozent.

China überwiegt bei Asien-ETFs

Wenig überraschend weisen alle hier genannten Asien-ETFs einen ausgesprochenen China-Schwerpunkt auf. Je nach Indexfonds machen chinesische Positionen hier zwischen 47 und 55 Prozent aus. Danach folgen Taiwan und Südkorea und etwas abgeschlagen Indien. Andere Länder wie z. B. die Nationen Südostasiens spielen nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Bei den einzelnen Positionen stehen stets die gleichen großen Konzerne an der Spitze: TSMC Alibaba, Tencent, Samsung etc. Lediglich deren einzelne Gewichtung schwankt etwas. Insgesamt ähneln sich die einzelnen ETFs sehr stark.

Aus diesem Grund gibt es weder bei der langfristigen noch der kurzfristigen Performance signifikante Unterschiede. Im laufenden Jahr liegen alle ETFs aktuell zwischen 6 und 6,5 Prozent Plus.

Dividenden-ETFs performen 2021 besser

2021 wurden die genannten Asien-ETFs jedoch von einigen anderen asiatischen Indexfonds in Sachen Performance überholt. Derzeit performen ETFs mit einem ausgesprochenen Dividendenfokus besser. Konkret handelt es sich dabei um den iShares Asia Pacific Dividend UCITS ETF (ISIN: IE00B14X4T88) sowie den iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 50 UCITS ETF (ISIN: DE000A0H0744).

Beide bilden jeweils die Entwicklung der 50 asiatischen Aktien mit den höchsten Dividendenausschüttungen ab. Im laufenden Jahr kommen beide ETFs auf ein Plus von rund 13,3 Prozent. Langfristig gesehen konnte ihre Performance bisher jedoch nie mit den oben erwähnten Asia EM ETFs mithalten.

Aufgrund ihrer Zusammensetzung dürfte sich dies in den kommenden Jahren auch nicht ändern. Der Fokus liegt hier eindeutig auf japanischen Unternehmen und Aktien aus anderen Industrienationen im asiatisch-pazifischen Raum wie Australien oder Neuseeland. China ist hingegen stark unterrepräsentiert.

Niedrige Kosten bei Asien-ETFs berücksichtigen

Um auf die stark performenden Asien EM ETFs zurückzukommen: Bei ähnlicher Performance und Zusammensetzung sollten Anleger besonders großen Wert auf die Kosten legen. Hier haben der Amundi MSCI Em Asia UCITS ETF und der iShares MSCI EM Asia UCITS ETF die Nase vorn. Entsprechend bietet sich geneigten Anlegern ein Investment in einen dieser beiden ETFs an.

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