Biotech Aktien kaufen 2021: Beste Biotech Aktien im Vergleich

Biotech ETFsDie Biotech Branche ist in vielen Augen Fluch und Segen zugleich. Ein Segen für all jene, die sich durch neue Heilverfahren ein besseres, schmerz- oder symptomfreies Leben erhoffen.

Ein Fluch für all jene, die das Überschreiten natürlicher Gesetze kritisch und das Wunder Leben in den Händen Gottes sehen wollen.

Fest steht: Biotech Aktien erleben seit der Corona-Impfstoff-Rallye einen Run. Wir haben fünf börsennotierte Biotech Unternehmen herausgesucht, die auch abseits der Bekämpfung von Covid-19 ein Investment wert sind.

Worauf sollte man beim Kauf von Biotech Aktien achten?

  • Ganz gleich, welche Biotech Aktie im Depot landet: Gekauft werden sollte nur dann, wenn die Heimatbörse des jeweiligen Papiers geöffnet hat. Andernfalls fallen die Spreads überdurchschnittlich hoch aus, da der Broker den letztnotierten Referenzkurs berechnen muss.
  • Auch auf einen vor- und nachbörslichen Handel ist nach Möglichkeit zu verzichten. Lediglich bei kursrelevanten Meldungen könnte sich der Kauf von Biotech Aktien außerhalb der üblichen Handelszeiten lohnen.
  • Eine Biotech Aktie sollte stets per „Limit“ geordert werden. Wird der Broker angewiesen, eine Aktie „Bestens“ zu erwerben, übertrifft der letztendlich bezahlte Preis häufig den im Handelsfenster angezeigten Kurs.
  • Große Kursschwankungen sind bei Biotech Aktien eher die Regel als die Ausnahme. „Good News“ und „Bad News“ lassen Wertpapiere aus diesem Bereich schnell zwischen 10 und 50 Prozent steigen/fallen. Aktive Anleger können in dieser Aktien Rubrik mit Take-Profit- und Stop-Loss-Orders gute Renditen einfahren.
  • Achtung: Haben Sie eine Stop-Loss-Order gesetzt, wird Ihre Biotech Aktie beim Erreichen einer Preisschwelle „Bestens“ verkauft. Fällt die Aktie überdurchschnittlich stark oder eröffnet sie unterhalb des gesetzten Limits, wird diese dennoch verkauft – unter Umständen also mit Verlust! Wir raten deshalb, sogenannte Stop-Loss-Limit-Orders zu nutzen!
  • Dividendenjäger sind mit Biotech Aktien weniger gut beraten: Kaum ein Biotech Unternehmen schüttet seine Gewinne in Form von Dividenden aus. Viele Unternehmen aus dieser Branche erwirtschaften jahrelang überhaupt gar keine Gewinne!
  • Ungeachtet ihres zunächst unprofitablen Geschäftsmodells stehen Biotech Aktien bei vielen wachstumsorientierten Anlegern hoch im Kurs. Grund: Sollte ein dringend benötigtes Medikament eine Zulassung erhalten oder eine patentierte Behandlungsmethode überproportional anschlagen, stehen dem Unternehmen Einnahmen in Milliardenhöhe in Aussicht. Biotech Aktien werden nicht selten als „Tenbagger“ gehandelt.
  • Bis ein Biotech Konzern seinen „Break Even Point“ erreicht hat, werden hohe Summen für Forschung und Vertrieb benötigt. Biotech Gesellschaften sind deshalb häufig verschuldet. Ergo können Biotech Aktien in heiklen Marktphasen übermäßig an Wert verlieren.

Was ist Biotech?

geneticsBiotech steht als Abkürzung für Biotechnologie. Das vielleicht umstrittenste Lexikon versteht Biotech als „eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit der Nutzung von Enzymen, Zellen und ganzen Organismen in technischen Anwendungen beschäftigt.

Wikipedia trifft mit dieser Kurzfassung den Nagel auf den Kopf.

Ursachenforschung, Prävention und Behandlung von Krankheiten nehmen in der Biotechnologie einen großen Raum ein.

Doch auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel bei der Herstellung von Lebensmitteln finden mikrobiologische Erkenntnisse Anwendung. Auf die Lebensmittelindustrie bezogen etwa bei der Hefe-Extraktion (Bier und Brot).

Was sind Biotech Aktien?

ETF-Nachrichten Icon11Biotech Aktien sind Aktien von Unternehmen, die im Bereich der Biotechnologie tätig sind. Die Vorsilbe „Bios“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt „Leben“.

Ergo sind Unternehmen, die sich mit der Biotechnologie beschäftigen, vorwiegend in der Humanmedizin tätig.

Aufgrund der Übertragung biotechnologischer Prozesse auf weitere Bereiche, wird mittlerweile jedoch unterschieden zischen:

  • Grüne Biotechnologie: Pflanzenbiotechnologie
  • Rote Biotechnologie: Medizinische Biotechnologie
  • Weiße Biotechnologie: Industrieelle Biotechnologie
  • Graue Biotechnologie: Biotechnologie in der Abfallwirtschaft
  • Braune Biotechnologie: Umwelttechnologie
  • Blaue Biotechnologie: Meeresbiotechnologie

Ungeachtet der breiten Einsatzmöglichkeiten steht die Rote Biotechnologie derweil im Fokus, da sie (zumindest zum aktuellen Zeitpunkt) den größten Nutzen verspricht. „Es geht nichts über Gesundheit!“. Mit dem Setzen neuer gesellschaftlicher Schwerpunkte wie zum Beispiel verstärkte Klimaschutz-Bemühungen dürften allerdings auch weitere Biotech Richtungen an Bedeutung gewinnen.

Die 5 besten Biotech Aktien 2021 im Porträt

In der folgenden Tabelle finden Sie unsere Top Five der besten Biotech Aktien 2021.

Unternehmen Aktueller Kurs Performance seit Jahresbeginn Performance seit einem Jahr Marktkapitalisierung Dividende Land Branche
Biontech SE 188,50 € + 164 % + 143,23 % 45,6 Mrd. € Deutschland Immuntherapie
Invitae Corp. 27,63 € – 1,56 % – 23,89 % 5,63 Mrd. € USA Diagnostik
Evotec SE 37,37 € + 23,08 % + 54,81 % 6,1 Mrd. € Deutschland Nanotech
Quantafuel ASA 3,72 € + 1,58 % – 36,03 % 512,3 Mio. € Norwegen Recycling & Energie
BeiGene LTD 21,78 € +39,42 % + 163,76 % 26,63 Mrd. € China Immuno-Onkologie

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Wie Biotech Aktien kaufen? In 4 Schritten zum Investor

Schritt 1: Broker auswählen

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Für den Handel von Aktien wird ein Broker benötigt. Einige Hausbanken gewähren ihren Kunden ebenfalls ein Wertpapierdepot – allerdings mit einem schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis. Sogenannte Prime-Broker gelten ebenfalls als überteuert: Hohe Depotgebühren und zusätzliche Transaktionskosten schmälern die Rendite ungemein. Das andere Extrem stellen Neo-Broker dar: Aktienkäufe für 99 Cent Fremdkostenpauschale haben den Handel von Finanzprodukten revolutioniert.

Allerdings können die Systeme dieser Günstig-Broker in turbulenten Marktphasen schnell an ihre Grenzen gelangen. Wer während eines Crashs nicht handeln kann, muss dem Wertverfall seiner Aktien tatenlos zusehen. Mit eToro steht Ihnen ein Anbieter aus dem Mittelfeld zur Seite. Hier werden Biotech Aktien, ETFs, CFDs, Rohstoffe und sogar Kryptowährungen provisionsfrei gehandelt – zuverlässig und millisekundengenau.

Schritt 2: Anmeldung durchführen

eToro Anmeldung

Die Anmeldung bei einem Broker setzt eine Verifizierung voraus. Einige Anbieter lassen ihren Kunden die Wahl zwischen dem Post-Ident- und dem Video-Ident-Verfahren. Bei letzterem Modell gelingt die Verifizierung über die Webcam – der Personalausweis wird in die Kamera gehalten, während ein Mitarbeiter Fragen stellt.

Das Post-Ident-Verfahren gelingt analog und wird von Menschen bevorzugt, die ihre Geschäfte unabhängig von den Servicezeiten hiesiger Verifizierungsdienste tätigen möchten. So oder so: Abgefragt werden lediglich die allgemeinen Personalien (Name, Alter, Anschrift). Im Zuge der Anmeldung hat der Kunde die Möglichkeit, einen Zweitwohnsitz anzugeben oder einen Freistellungsauftrag (FSA) zu erteilen. Vor dem ersten Aktien Kauf sollte dies unbedingt geschehen sein.

Schritt 3: Einzahlung tätigen

eToro Einzahlung

Sobald das Depot eröffnet wurde, kann die Einzahlung von Guthaben auf das Referenzkonto erfolgen. Viele jüngere Aktionäre nutzen gerne die Möglichkeit, Finanzprodukte auf „Margin“ zu kaufen. Bei diesem Vorgehen erwirbt der Kunde Aktien auf Kredit. Angesichts von Gebühren (Zinsen) und dem grundsätzlichen Risiko von Aktienkäufen jeder Art raten Experten von dieser Strategie ab.

Gute Broker finanzieren sich nicht über Zinsen! Für einen geschickten Biotech Aktien Kauf spielen die Transaktionswege eine größere Rolle. Über Drittanbieter wie zum Beispiel Klarna sind Gelder innerhalb weniger Minuten auf dem Verrechnungskonto eingetroffen, sodass auch im Falle von bahnbrechenden Erfolgen und mauem Verrechnungskonto schnell Aktien geordert werden können, ehe der Kurs „durch die Decke“ geht.

Schritt 4: Biotech Aktien kaufen

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Biotech Aktien lassen sich ebenso wie Value Aktien oder Cannabis Aktien über die Suchmaske des Brokers ausfindig machen. Die Suche gelingt per:

  • Name
  • Wertpapierkennnummer (WKN)
  • Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN)
  • Kürzel

Wir empfehlen, vor dem Kauf der Biotech Aktie unbedingt die ISIN beziehungsweise die WKN zu kontrollieren. Einige deutsche Aktien beispielsweise können sowohl in Form von Vorzugs- als auch in Form von Stammaktien erworben werden. China Aktien stehen Investoren als A-, B- und H-Aktien zur Auswahl. Überdies bieten Broker sogenannte ADRs (American Depository Receipts) beziehungsweise GDR (Global Depository Receipts), quasi Verbriefungen von Originalaktien, an. 

Sollte man in Biotech Aktien investieren?

ETF-Nachrichten Icon17Wer in Biotech Unternehmen investiert, geht je nach Größe und Pipeline beziehungsweise Technologiefortschritt ein mitunter deutlich höheres Risiko ein als bei einem Investment in typische Konsum oder gar Value Aktien. Sollten die erforschten Produkte (Medikamente, Wirkstoffe …) jedoch erfolgreich in den Vertrieb gehen, warten auf Anleger überdurchschnittliche Kurssteigerungen. Zudem spielt für viele Investoren nicht nur der Aspekt der Rendite eine Rolle: Das Gefühl, ein revolutionäres Projekt zu unterstützen, hebt Sinn und Zweck einer Kapitalanlage auf ein neues Level.

Auch die zwangsläufige Beschäftigung mit dem Unternehmen an sich beziehungsweise der dahinter stehenden Technologie bestärkt viele Aktionäre, Biotech Aktien zu kaufen. Allein durch den Newsletter der IR-Abteilung erhält der Investierte wissenswerte Einblicke in die Branche. Ohne Frage dürfte auch der Gedanke, den nächsten „Tenbagger“ zu erwischen, einen Kaufgrund darstellen. Zu guter Letzt ist der Bereich der Biotechnologie sehr umfangreich. Die Medizinische (Rote) Biotechnologie macht den Schwerpunkt dieser Sparte aus, doch Nebentechnologien wie die Braune und die Weiße Biotechnologie geraten zunehmend in den Fokus nachhaltig orientierter Anleger.

Den Chancen von Biotech Aktien stehen selbstredend Risiken gegenüber. Kurssteigerungen von mehreren Hundert Prozent sind größtenteils nur durch Investments in kleinere und/oder unprofitable Biotech Unternehmen realistisch. Das Risiko eines Rückschlags bis hin zum Totalverlust ist bei solchen Firmen überproportional. Außerdem: Arbeitet das Unternehmen (noch) nicht rentabel, drohen Anlegern massive Verwässerungen.

Durch die Ausgabe neuer Aktien (= Kapitalerhöhung) stärkt das Unternehmen zwar seine Finanzen, zwingt seine Anleger jedoch dazu, weitere Aktien zu erwerben, sofern diese ihren prozentualen Anteil am Unternehmen halten wollen. Die Entscheidung, regelmäßig in ein nicht-profitables Unternehmen zu investieren, fällt vielen Aktionären vor allem dann schwer, wenn der Erfolg des Geschäftsmodells noch nicht absehbar ist. Die Unvorhersehbarkeit von Erfolg und Misserfolg einer Aktiengesellschaft im Bereich der Biotechnologie schreckt die meisten potenziellen Investoren ab.

Des Weiteren ist für viele Menschen der Bereich der Pharmazie an sich ein rotes Tuch: Tierversuche, horrende Medikamentenpreise sowie gezielte Desinformationskampagnen bewegen viele Aktionäre dazu, einen Bogen um Biotech Aktien zu machen. Tatsächlich darf ein Investment in diese Branche aus ethischer Sicht hinterfragt werden, allerdings sollten auch die Chancen von medizinischen oder umwelttechnischen Technologien Beachtung finden.

Ein Paradebeispiel für diese Gratwanderung liefert die Invitae Corp. Die Gruppe entwickelt zum Beispiel Testkits für die Pränataldiagnostik. Schwerwiegende Krankheiten wie Trisomie 21 können durch die Gensequenz-Produkte von Invitae früher und aussagekräftiger als bisher diagnostiziert werden. Die Frage, ob einem heranreifenden Fötus nun ein Leben aufgrund einer diagnostizierten Behinderung verwehrt bleiben soll, beschäftigt Philosophen, Politiker, Forschernetzwerke und Ethik-Verbände seit Jahrzehnten.

Last but not least müssen sich Investoren häufig auf das amerikanische Börsenparkett begeben. Der Großteil an Biotech Aktien ist an der NASDAQ (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) notiert, sodass mitunter ADRs (American Depository Receipts) gekauft werden müssen.

Lohnt sich der Kauf von Biotech Aktien aktuell?

ETF-Nachrichten Icon23

Diese Frage ist pauschal nicht zu beantworten. Die Kurse der hier vorgestellten Top 5 Biotech Aktien haben allesamt unterschiedliche Entwicklungen hinter sich und teilweise Kurssteigerung von mehreren Hundert Prozent hingelegt. Fakt ist jedoch, dass in den Bereich der Biotechnologie nicht weniger, sondern mehr Kapital fließen wird.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt, dass Industriestaaten ihre Ausgaben für gesundheitstechnische Themen in den nächsten 30 Jahren im Schnitt um 3,5 Prozent ihres BIP anheben. Zudem werden aller Wahrscheinlichkeit nach zwei Drittel der neu zugelassenen Medikamente aus dem Biotech Sektor stammen. Die Aktien Kurse umsatzstarker Biotech Konzerne dürften folglich zulegen.

Dennoch: Die Frage, ob Biotech Aktien in das eigene Depot gehören, ist individuell zu beantworten. Manch ein Investor ist zum Beispiel selbst Patient oder pflegt Angehörige, die sich durch die Präparate des Unternehmens mehr Lebensqualität versprechen. Sind in dem Depot allerdings bereits einige spekulative Positionen enthalten, sollte der Anteil an Biotech Aktien klein gehalten werden. Wer sich nicht sicher ist, ob gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für den Kauf von Biotech Aktien gekommen ist, legt sich am besten einen Sparplan an oder kauft aussichtsreiche Titel in Tranchen.

Die besten Biotech Aktien im Vergleich

Biontech SE (ISIN: US09075V1026 / WKN: A2PSR2)



Ende 2020 breitet sich ein unbekanntes Virus in der chinesischen Metropole Wuhan aus. Wenige Wochen später hat SARS-CoV2 nahezu jede Stadt und jedes Dorf der Welt erreicht. Hunderttausende Menschen sterben. Reiseverbote und Lockdowns werden verhängt. In der Goldgrube 12 ist das deutsche Forscher- und Ehe-Paar Sahin/Türeci längst mit der Dekodierung des Virus beschäftigt. Dennoch bleibt die Biontech SE, ebenso wie die Aktie, eine unbekannte Größe. Dies ändert sich spätestens mit der Notfallzulassung durch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration).

Heute gilt die Biontech SE als das vermutlich bekannteste deutsche Biotech Unternehmen und hat eine Marktkapitalisierung von 57 Milliarden Euro erreicht. Der Aktienkurs stieg seit dem IPO am NASDAQ (2019) über 1.500 Prozent. Die Schätzungen über die Einnahmen durch BNT162b2 gehen auseinander, im Schnitt werden Erlöse von rund 15,6 Milliarden Euro erwartet. Demzufolge scheint die Biontech Aktie bei einem aktuellen Kurs von 190 Euro „fair“ bewertet zu sein.

Dennoch stehen die Chancen für weitere Kurssteigerungen gut. Die Hoffnung der Investoren ruht nicht mehr allein auf der Nachfrage nach BNT162b2: Die Technik an sich, mRNA-basierte Wirkstoffe herzustellen, verleiht der Aktie von Biontech kräftigen Rückenwind. Das eigentliche Ziel der Mainzer war beziehungsweise ist es schließlich, einen Krebs-Impfstoff zu entwickeln. Sollte eine „Umprogrammierung“ des bisherigen Impfstoffs gelingen, stünde der weltweiten Biotechnologie ein neuer Superzyklus bevor. Ob und wann sich der neue Blockbuster aus dem Hause Biontech behaupten kann, ist allerdings nicht sicher. Zumindest startete Biontech Mitte Juni die zweite Testphase für BNT111.

Invitae Corp. (ISIN: US46185L1035 / WKN: A14NKG)



Ebenfalls im Bereich der Vorsorge tätig ist Invitae. Die Amerikaner haben sich jedoch nicht auf die Erforschung von Impfstoffen, sondern auf die Herstellung und Auswertung von Testkits spezialisiert. Das frühzeitige Erkennen von (Erb-)Krankheiten steht bei dem Unternehmen im Vordergrund, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Kinderkrankheiten können von den Testkits erkannt/ausgeschlossen werden.

Konkret nutzt die Gesellschaft eine Sequenzierungsmethode der Desoxyribonukleinsäure (DNA) und wertet diese mittels einer gentechnischen Spezial-Software aus. Besonders häufig kommen die Testkits bei Patienten in der Altersgruppe zwischen 0 – 18 Jahren sowie bei der Generation Ü65 zu Einsatz. Scheinbar mit Erfolg: Die Invitae Corp. will bereits über 10 Millionen Genstränge analysiert haben. Alle Kits sind frei verkäuflich und können vom Kunden in Eigenregie oder von einem zugelassenen Mediziner, etwa dem Hausarzt, angewendet werden. Zu dem standardmäßig benötigten Testmaterial gehören Blut-, Haar- und Speichelproben.

Ganz gleich, ob der Kunde gezielt auf eine Krebs- oder Herzerkrankung, eine familienbekannte Vorerkrankung oder auf seine Fruchtbarkeit untersucht werden möchte: Die Testkits von Invitae werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Mit Preisen von rund 260 Dollar sind sie jedoch erschwinglich! Der Bereich der Gendiagnostik gehört zu DEN Wachstumsmärkten der Biotechnologie und könnte zum Beispiel viele Arten von Krebs weit vor einem Ausbruch erkennen.

Das Potenzial der Invitae Corp. ist deutlich erkennbar in dem Kurs der Aktie eingepreist: Ein negatives KGV, ein KUV von 56 und eine dennoch rasante Kursentwicklung von rund 20 Prozent p.a. machen die Invitae Aktie zu einem Paradebeispiel für ein zukunftsausgerichtetes Investment. Die finanzielle Situation des mit rund 6,8 Milliarden Dollar sportlich bewertetem Unternehmen ist mit einem Verlust von rund 88 Millionen Dollar pro Quartal negativ zu werten. Kapitalerhöhungen sind wahrscheinlich. Apropos Kapitalerhöhungen: Innerhalb der letzten zwei Jahre gab man 20 Millionen zusätzliche Aktien aus.

Die „Geldvernichtung“ erfolgt immerhin mit System, denn Invitae konnte durch gezielte Investitionen seine Diagnose-Kapazitäten ausbauen und ein Umsatzwachstum von 21 Prozent pro Quartal realisieren. Mit einer potenziellen Marktgröße von 154 Milliarden Dollar will Invitae schon 2022 eine ausgeglichene Bilanz erreichen. Dank der im Januar 2021 geschlossenen Kooperation mit Pacific Biosciences of California und soliden Investoren wie Blackrock, Vanguard sowie ARK Investment sollte Invitae auch umsatzschwächre Quartale meistern können.

Evotec SE (ISIN: DE0005664809 / WKN: 566480)



Mit der Evotec SE befindet sich ein zweites deutsches Unternehmen in unserer Top Five der Biotech Aktien für dieses Jahr. Im Gegensatz zu der Biontech SE ist die Gruppe aus Hamburg jedoch nicht an der NASDAQ gelistet. Mit einer Marktkapitalisierung von 6,25 Milliarden Euro stellt der Wirkstoffforscher keinen kleinen Fisch in der Biotech Branche dar, muss jedoch immer wieder mit Umsatzsteigerungen aufwarten, um das sportliche KGV von 141 zu rechtfertigen.

In der Vergangenheit hat das Biotech Unternehmen zumindest stets geliefert und konnte seinen Umsatz von 375 Millionen Euro (2018) auf zuletzt 501 Millionen Euro steigern. Für 2021 rechnet man mit einem weiteren Plus von 56 Millionen Euro. Zudem ist der Konzern nahezu schuldenfrei. Einzig und allein die Nettomarge von rund 6,8 Prozent bietet Anlass zur Kritik.

Das Geschäftsmodell von Evotec fußt auf zwei Säulen: Der Bereich Evotec Execute ist auf die Betreuung kleinerer Pharma-Unternehmen spezialisiert, der Bereich Evotec Innovate zielt auf die hauseigene Entwicklung von pharmazeutischen Produkten ab. Erstere Sparte unterstützt weniger liquide Forschernetzwerke und stellt neben dem nötigen Kapital auch wertvolles Wissen über Wirkstoffvermarktung und -patentierung. Der Bereich Innovate beschränkt sich auf die Vermarktung „eigener“ Wirkstoffe. Der Clou: Evotec beteiligt sich lediglich an Forschung sowie Vertrieb von Wirkstoffen.

Demnach profitiert die Gruppe von Erfolgen, geht jedoch ein nur moderates Risiko ein. Unterm Strich verzeichnet Evotec innerhalb der letzten fünf Jahre einen Kundenzuwachs von 400 Prozent. Ein Vorzeigeprojekt macht die Kooperation mit dem skandinavischen Pharma-Konzern Novo Nordisk für die Entwicklung eines Medikaments gegen chronische Nierenerkrankungen aus. Ebenfalls große Aufmerksamkeit erhält derweil eine Partnerschaft mit Sartorius und Curexsys, die den Bereich der Stammzellenforschung von Evotec nachhaltig stärken soll.

Quantafuel ASA (ISIN: NO0010785967 / WKN: A2PQT6)



Den vierten Platz sichert sich ein Unternehmen aus dem hohen Norden: Der norwegische Recycling-Experte Quantafuel ist im Bereich der Grauen beziehungsweise Braunen Biotechnologie tätig und arbeiten daran, das globale Plastikproblem zu lösen. Gestärkt durch Partner wie BASF und Vitol wollen die Norweger mithilfe eines einzigartigen Wiederverwertungskonzepts in etlichen Industrieländern zum Marktführer nachhaltiger Kunststoffnutzung aufsteigen.

Das Prinzip klingt so genial wie einfach zugleich: Aus altem Plastik, beispielsweise PET-Flaschen, kann Quantafuel eine energiereiche Kraftstoffkomponente herstellen, die den Eigenschaften von geläufigem Raffinerie-Öl in nichts nachsteht. Die Experten generieren somit einerseits durch die Annahme von Plastikmüll und andererseits durch die Abgabe von Bio-Treibstoff ihre Einnahmen. Aussichtsreich erscheint diese Doppelstrategie nicht zuletzt angesichts des geringen Aufwands: Das angelieferte Plastik muss nicht mehr nach Farbe oder Dichte sortiert werden und kann nahezu ohne Vorbehandlung in den chemischen Aufbereitungsprozess gelangen.

Die Erläuterung der chemischen Wirkmechanismen würde den Umfang dieser Kurzvorstellung sprengen. Auf der Unternehmensseite der Norweger lassen sich konkretere Infos über den katalysatorischen Prozess (Pyrolose) finden und eine engagierte IR-Abteilung bemüht sich, interessierten Privatpersonen umfangreiche Auskünfte zu erteilen. Transparenz hat das Unternehmen auch nötig, denn seit dem Hoch im Oktober 2020 bei rund 7,1 Euro hat sich der Kurs der Quantafuel Aktie halbiert.

Die Wissenschaftler arbeiten noch defizitär und müssen regelmäßig Kapitalerhöhungen durchführen, um den Aus- und Aufbau ihrer Werke zu finanzieren. Derweil befindet sich lediglich einer von vier Hightech-Recycling-Höfe im Betrieb! Im Sommer 2021 soll ein weiteres Werk in Esbjerg und in „absehbarer Zeit“ eines in Kristiansund aan die Arbeit gehen. Investoren sollten sich bewusst sein, dass erst nach der Inbetriebnahme aller Werke abzusehen ist, ob Quantafuel schwarze Zahlen schreiben kann.

Die erst kürzlich eingeführte Plastiksteuer und das Ziel der EU, innerhalb der nächsten acht Jahre 90 Prozent aller Kunststoffflaschen in Recycling-Prozesse einzubinden, dürfte dem Aktienkurs guttun. Angesichts der Marktkapitalisierung von rund 520 Millionen Euro und einem Verlust von 12,9 Millionen Euro für 2020 sollte ein Investment in Quantafuel dennoch gut überlegt sein. Nicht zuletzt könnten dem Unternehmen namhafte Konkurrenten wie Carbios den Rang ablaufen. 

BeiGene (ISIN: KYG1146Y1017 / WKN: A144EN)



Zu guter Letzt ein Blick nach Fernost: Die BeiGene LTD gilt als führend in Forschung, Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von molekular-basierenden und immuno-onkologischen Medikamenten. Aktuell finden drei Präparate der Chinesen weltweit Anwendung: Zanubrutinib (BGB-3111), Tislelizumab (BGB-A317) und Pamiparib (BGB-290). Ungeachtet dessen schreibt BeiGene rote Zahlen:

Bei einer Marktkapitalisierung von 31,7 Milliarden Dollar und einem jährlichen Verlust von 1,17 Milliarden Dollar müssen sich Anleger mit einem negativen KGV von 32 abfinden. Groß- und Kleininvestoren stören sich an der – noch – unrentablen Forschungsgruppe jedoch kaum und blicken optimistisch in die Zukunft. Für 2021 wird mit einem Verlust von nur noch 1,01 Milliarden Dollar gerechnet. Ein Jahr später soll der Umsatz kräftig anziehen (2,13 Milliarden Dollar) und der Verlust auf 600 Millionen Dollar sinken.

Auftrieb erhält die Aktie von BeiGene aufgrund der bisweilen nur eingeschränkten Zulassung einiger Präparate. Tislelizumab beispielsweise wird aktuell lediglich in China zur Behandlung von großzelligem Lungenkrebs (NSCLC), hepatozellulären Karzinomen (HCC) sowie Plattenepithelkarzinomen der Speiseröhre sowie Magenkrebs eingesetzt. Das Vertrauen in BeiGene ist groß, die Hoffnung auf eine weltweite Zulassungswelle enorm. Der Schweizer Pharma-Gigant Novartis etwa hat sich zuletzt die Patentrechte an Tislelizumab für 650 Millionen Dollar zuzüglich Meilensteinzahlungen gesichert.

Überdies sind die viele weitere internationale Partnerschaften wie zum Beispiel eine Kooperation mit dem US-amerikanischen Biotech Konzern Amgen eingegangen. Die beiden Riesen arbeiten seit 2019 an insgesamt 20 Medikamenten aus dem Bereich der Onkologie und haben sich auf ein gleichgewichtetes Vermarktungskonzept geeinigt, demzufolge BeiGene die Hälfte der Einnahmen durch den binnenländischen Vertrieb von Kyprolis, Blincyto und Xgeva, allesamt Präparate aus dem Hause Amgen, einbehält.

Biotech Aktien News

Eine unendliche Geschichte: Patentfreigaben

ETF-Nachrichten Icon13Die Diskussionen über Patentfreigaben in der Pharmazie sind so alt wie die Branche an sich. Auch während der Corona-Pandemie wurden Überlegungen laut, die Vormachtstellung von Konzernen wie Biontech und Moderna zu regulieren.

So sprach sich zum Beispiel der französische Präsident Emmanuel Macron während des G7 Gipfels erneut für eine Patentfeigabe von Impfstoffen im Kampf gegen Covid-19 aus.

Die Überlegung setze Biotech Aktien Kurse kurzzeitig unter Druck. Da jedoch sämtliche Mitglieder der WHO solch ein Vorgehen unterstützen müssten, scheint eine Einigung äußerst unwahrscheinlich. Denn sollte den Pharma-Konzernen das Recht auf Gewinne ausgeschlagen werden, dürfte kaum noch ein Unternehmen in Forschung investieren. Der Sektor der Biotechnologie käme zum Erliegen, die Hoffnung auf eine Heilung tödlicher Krankheiten wäre dahin.

Umstrittener Durchbruch: Biogen liefert Alzheimer-Medikament

ETFAnfang Juni legte der US-Riese Biogen einen vermeintlichen Meilenstein: Mit dem Präparat Aducanumab will Biogen Alzheimer-Patienten auf breiter Basis helfen und ein symptomfreies Leben bescheren.

Der Wirkstoff soll ähnlich wie ein Antikörper-Konzentrat wirken und passiv die Entwicklung beziehungsweise Verbreitung eines Proteins (im Falle von Aducanumab die Verbreitung des Proteins Beta-Amyloid) verhindern.

Spannend: Das Präparat soll unabhängig des Stadiums und der Schwere der Erkrankung wirken. Problematisch: Eine Behandlung mit Aducanumab soll rund 200.000 Dollar kosten – pro Jahr!

Biotech Aktien Prognose 2021

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Aktien Prognosen sind lediglich als Orientierungshilfe zu verstehen. Die Entscheidung für oder gegen ein Investment sollte stets aufgrund der persönlichen Einschätzung/Überzeugung und nicht auf Meinungsgrundlage angeblicher Experten erfolgen.

Dieser Grundsatz gilt für Biotech Aktie ganz besonders! Kein Analyst der Welt kann die Effizienz eines Vakzins oder die Nachfrage nach einem Medikament vorhersagen. Dennoch lohnt der Blick auf Biotech Aktien Prognosen, da sich viele Marktteilnehmer an der Meinung Erfahrenerer orientieren.

  • Biontech SE: Die Aktie der Biontech SE erfährt eine extreme Bewertungsdivergenz. Der Großteil der Analysten sieht die Biontech Aktie auf einem annähernd fairen Wert und gibt Prognosen von Plus-Minus 5 Prozent ab. Für Chart-Techniker hingegen hat das Papier das Potenzial, auf bis zu 298 Dollar (251 Euro) zu klettern. Das Analystenhaus J.P. Morgan gehört zu den größten Skeptikern und sieht die Biontech Aktie langfristig bei 104 Dollar (87,8 Euro) – die Hälfte des aktuellen Kurses.
  • Invitae Corp.: Weitaus stimmiger ist das Bild für die Aktie von Invitae. 4 von 10 Experten stufen die Aktie mit Buy ein, 6 erteilen das Fazit Hold. Ihren aktuellen Kurs sollte die Aktie gemäß den Prognosen also nicht spürbar unterschreiten. Optimisten sehen Renditechancen von bis zu 46 Prozent. Kursziel: 58 Dollar, umgerechnet 48,9 Euro.
  • Evotec SE: Die Aktie der Evotec SE erntet ebenfalls positive Analystenkommentare. Warburg Research etwa meldete sich kürzlich zu Wort und sieht die Aktie kurzfristig bei 40 Euro (+ 8 Prozent). Der Chart der Aktie offenbart einen ungebrochenen Aufwärtstrend: Innerhalb von 5 Jahren stieg das Papier der Hamburger um 900 Prozent! Ein Ende der Rallye ist nicht in Sicht.
  • Quantafuel ASA: 291 Prozent Kurssteigerung dank Plastik? Der Aktie der Quantafuel ASA ist ebendies gelungen. Aktuell erfährt der norwegische Recycling-Meister lediglich von „Insidern“ der Green-Energy-Branche Prognosen. Selbige Analysten bescheinigen zum Beispiel auch der Aktie von HydrogenPro ein Plus von mehreren Hundert Prozent. Tatsächlich jedoch fallen diese Werte seit Monaten. Die Kursziele zwischen 98 Kronen (9,47 Euro) und 134,32 Kronen (12,92 Euro) sind unter diesem Gesichtspunkt mit Vorsicht zu genießen.
  • BeiGene LTD: Die Aktie der BeiGene LTD spaltet die Geister der Analysten wie nur wenige Titel. Eine große Rolle spielt die politische Komponente: Der anhaltende USA-Konflikt könnte schon bald kräftige Rücksetzer bewirken. Ein Delisting der ADR (ISIN: US07725L1026 / WKN: A1437N) oder eine Kooperationsabsage würde sich unmittelbar negativ auf den Kurs der Originalaktie auswirken. Analysten warnen: Nicht einmal 138 Hongkongdollar (15 Euro) könnte das Papier bei einem erneuten politischen Säbelrasseln zwischen Washington und Peking wert sein. Wer dennoch zugreift, kann auf Kursanstieg auf bis zu 398 Hongkongdollar, umgerechnet 43,3 Euro, hoffen.

Biotech Aktien Kaufen oder Nicht? Unsere Analyse:

  • enormer Wachstumsmarkt
  • bei Erfolg einer Biotechnologie: Profiteur einer Revolution (Beispiel Biontech)
  • Beitrag zur Forschung leisten
  • je nach Aktien Chart höchstwahrscheinlich weiter anhaltende Kursgewinne (Beispiel Evotec)
  • Spekulative Beimischung zwecks Nervenkitzel
  • ethisch fragwürdig (Beispiel Invitae)
  • bei kleineren (unprofitablen) Unternehmen: Kapitalerhöhungen wahrscheinlich
  • hohes Risiko bei Misserfolg (Beispiel Curevac)
  • Wirkung von Medikamenten unvorhersehbar
  • Medizinische Biotechnologie Unternehmen meist in den USA gelistet: Währungs- und Politikrisiko

Biotech Aktien ETFs

Biotech Aktien ETFs:

Aufgrund der starken Repräsentation von (medizinischen) Biotech Unternehmen an der NASDAQ sind in Biotech ETFs viele US-amerikanische Wertpapiere beziehungsweise deren Verbriefungen (ADRs) vertreten. Wer unabhängig von der Börsenstimmung in den USA investieren möchte, sollte auf Einzeltitel setzen, die an europäischen Börsen gehandelt werden. Dennoch machen Biotech Aktien ETFs auf lange Sicht Sinn.

iShares NASDAQ Biotechnology UCITS ETF (ISIN: IE00BYXG2H39 / WKN: A2DWAW)



Wo NASDAQ drauf steht, ist auch NASDAQ drin! Mit dem NASDAQ Biotechnology ETF von iShares setzen Anleger voll und ganz auf die weltweit größte und zumindest im Rückblick wachstumsstärkste Börse der Welt. Selbstverständlich sind in dem Fond aktuelle Global Player wie Moderna, Biogen, Amgen und Gilead Sciences vertreten. Das Portfolio fasst jedoch weit mehr Titel – 274, um genau zu sein. Zugegeben:

Die letzten 80 Positionen sind mit einem verschwindend geringen Anteil gewichtet und bestehen mitunter aus Cash-Optionen. Die Aktien von Assembly Biosciences etwa machen 0,01 Prozent des Anlagentopfs aus. Der ETF ist thesaurierend ausgerichtet, besticht mit einer Gesamtkostenrate (TER) von 0,35 Prozent und hat seit dem Auflagedatum (Oktober 2017) eine Performance von knapp 48 Prozent hingelegt. Übrigens: Anleger bilden mit dem ETF nicht den „einfachen“ NASDAQ 100, sondern den umfangreicheren NASDAQ Composite ab.

iShares Healthcare Innovation UCITS ETF (ISIN: IE00BYZK4776 / WKN: A2ANH2)



Ebenfalls aus dem Hause iShares, aber etwas weniger amerikanisch positioniert ist der Healthcare Innovation ETF. Obgleich der Emittent einen „preislich konkurrenzfähigen und diversifizierten Zugang zu Unternehmen rund um den Globus, die auf Innovationen bei den globalen Gesundheitsdienstleistungen in Industrie- und Schwellenländern fokussiert sind“ verspricht, besteht der Fond zu 69 Prozent aus US-Unternehmen.

Die vermeintlich „innovativste“ und zugleich größte Position nimmt das Unternehmen Crispr Therapeutics ein, das an einer Gen-Schere forscht. Aber auch der konservative Diagnostik-Spezialist Quidel sowie die Evotec SE sind in dem Healthcare Innovation ETF von iShares vertreten. Mit einer TER von 0,40 Prozent ist das Produkt unwesentlich teurer als der NASDAQ Biotechnology ETF und kann mit einer Gesamtperformance von 102 Prozent punkten (Auflagedatum: September 2016). Der ETF ist selbstredend reinvestierend ausgelegt, erfährt jedoch nur ein jährliches Rebalancing.

Gebühren beim Handel von Biotech Aktien

Broker Libertex eToro Plus500
Kaufgebühr 2,20 € kostenlos 3,08 %
Haltegebühr kostenlos kostenlos 0,05 %
Verkaufsgebühr 2,20 € kostenlos 3,08 %
Auszahlung von Geldern kostenlos $ 5 1,9 %
Gesamtkosten 4,40 € 4,22 € 92,32 €

Fazit: Biotech Aktien kaufen? Unsere Bewertung & Empfehlung

Biotech ETFsDie Pro- und Contra-Liste für beziehungsweise gegen ein Investment in der Biotechnologie Branche ist umfangreich. Die wichtigste Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet: „Möchte ich mich im Sektor der Pharmazie engagieren?“ Wer diese Frage bejahen kann, darf sich zumindest einen Biotech ETF ins Depot legen beziehungsweise besparen. eToro ermöglicht es, auch zu kleineren Sparraten provisionsfrei zu investieren.

Wer aktiv in den Sektor Biotech investieren möchte, muss das Chance-Risiko-Verhältnis im Blick haben. Kleinere Unternehmen, deren Präparate frühe Testphasen durchlaufen, bieten ein überdurchschnittliches Renditepotenzial, keine Frage. Inestoren von BARD1 Life Sciences etwa durften innerhalb von vier Monaten einen Kursanstieg von 32.000 Prozent erleben. Es steht also außer Frage, dass diese Branche Potenzial birgt, zumal auch Studien ein starkes Wachstum prophezeien.

Langfristig orientierte Anleger tun gut an einer Diversifizierung und setzen am besten auf bereits profitable Unternehmen – oder zumindest auf solche, die ihren „Proof of Concept“ bestanden haben. Das Beispiel Curevac macht deutlich, welche (Kurs-)Rückschläge in diesem Bereich drohen. Zudem ist der Gesamtmarkt zu betrachten: In einer Rezession dürften Gelder aus Forschung & Entwicklung abfließen und in Value Aktien oder Staatsanleihen fließen.

ETF-Nachrichten.de rät jedem zukunftsorientierten Anleger, einen (kleinen) Teil seines Portfolios auf den Bereich Biotech auszurichten beziehungsweise einen ETF zu besparen. Es muss selbstredend keine Rote Biotechnologie sein, in die investiert wird. Ebenso attraktive Renditen warten in den Sektoren der umwelttechnischen (Braunen) und industriellen (Weißen) Biotechnologie! Auf diese Weise meistern Sie auch die ethische Gratwanderung.

Biotech Aktien können extremen Schwankungen unterliegen. Stop-Loss-Limit-Orders sind auch für Nicht-Chart-Experten ein sinnvolles Mittel zur Absicherung. Zudem ist das Sentiment zu beachten. Erhalten zum Beispiel grüne Technologien Aufwind, dürfte sich auch die angeschlagene Quantafuel Aktie wieder deutlich besser entwickeln. Verfolgen Sie zudem allgemeine News! Wer etwa BeiGene Aktien kauft, sollte unbedingt die Spannungen zwischen den USA und der VR China beobachten.

Häufig gestellte Fragen zu Biotech Aktien

Was ist Biotech?

Gibt es noch weitere interessante Biotech Aktien?

Zahlen Biotech Unternehmen Dividenden?

Gibt es für Biotech Aktien einen Shareholder Value?

Disclaimer

Der Autor weist darauf hin, dass er Aktien der im Text erwähnten Unternehmen hält und/oder zu erwerben gedenkt und somit ein möglicher Interessenkonflikt bestehen könnte.

Jan ist eigentlich studierter Germanist, Historiker und Medienpraktiker. Mit Aktien hatte er eigentlich nie etwas am Hut. Eigentlich! Nach dem Studium wagte Jan dann doch den Schritt aufs Börsenparkett – zwei Wochen vor dem globalen Corona-Crash! Von Aktien hatte der Germanist alsdann die Nase voll. Er gründete Texthaus Lauer und baute seine Tätigkeit als Online-Autor und Werbetexter aus. Wenig später beförderte die legendäre V-Erholung auch Jans Depot ins saftig-grüne Plus. Die Faszination Börse war wieder da. Nach Trading für Dummies und unzähligen Stunden Youtube-Content a la Echtgeld.TV legte die Portfolio-Performance nochmals kräftig zu. Heute verknüpft Jan Schreibaffinität, Recherche-Freude und Börsen-Know-how und arbeitet für diverse Finanzportale sowie Wirtschaftsmagazine, Online-Händler und SEO-Unternehmen.

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.