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Mit Inverse ETFs auf fallende Kurse setzen

Nicht nur steigende Kurse können einen Anleger an der Börse zu Gewinnen verhelfen. Wer auf „short“ geht, kann auch von fallenden Kursen profitieren. Mittlerweile existieren sogenannte inverse ETFs, die es auch Privatanlegern erlauben, von der negativen Kursentwicklung eines Index zu profitieren. Wer dies tut, sollte sich jedoch stets der Risiken bewusst sein.


Die besten ETFs für fallende Kurse

Zwischen Februar und März dieses Jahres brachen die Börsenkurse weltweit spektakulär ein. ETFs gelten aufgrund ihrer breiten Streuung als besonders sicher gegenüber Volatilität. Wenn jedoch die Märkte auf breiter Front einbrechen, vermag selbst der am breitesten aufgestellte ETF es nicht mehr, sich gegen den Trend zu stemmen. Allerdings gab es eine bestimmte Klasse von ETFs, welchen es dennoch gelungen ist, in dieser Zeit erhebliche Kursgewinne zu erzielen. Um genau zu sein, konnten diese Fonds nur deshalb gut performen, weil die Kurse gerade dabei waren, einzubrechen. Es handelt sich dabei um sogenannte inverse ETFs.

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Wie funktionieren inverse ETFs?

Inverse ETFs bilden die Kursentwicklung eines Index invers ab. Wenn der Kurs fällt, steigt der ETF. Gewinnt der Kurs des Index hingegen an Wert hinzu, verliert der inverse ETF im gleichen Maße an Wert. Inverse ETFs verhalten sich also genau umgekehrt wie normale ETFs. Mit einem solchen inversen ETF können Anleger demnach beinahe eins zu eins von den Verlusten eines Index profitieren. Sie dienen also dazu, um auf Verluste am Markt zu spekulieren. Aus diesem Grund werden sie auch als Short-ETFs bezeichnet.

Gleichzeitig existiert jedoch noch eine zweite Variante. Dabei handelt es sich um gehebelte Produkte. Bei einem gehebelten ETF wird die Wertentwicklung eines Index durch den zugehörigen ETF vervielfacht. Steigt der DAX beispielsweise um 2 Prozent, Würde dies bei einem gehebelten ETF zu einem Zuwachs von 4 oder gar 6 Prozent führen. Bei einem gehebelten inversen ETF verhält es sich entsprechend genau umgekehrt. Ein Kursverlust des Index führt zu einem mehrfachen Kursgewinn des inversen ETF.

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Wofür werden Short-ETFs genutzt?

Short-ETFs können auf zweierlei Art genutzt werden. Zum einen bieten sie Anlegern eine Möglichkeit, sich gegen fallende Kurse abzusichern. Droht der Kurs eines Index unmittelbar an Wert zu verlieren, können Anleger, die in einen entsprechenden ETF investiert haben, gleichzeitig auch kurzfristig in einen inversen ETF dieses Index einsteigen. Auf diese Weise gleicht der steigende Kurs des Short-ETFs die Verluste des regulären ETFs zum Teil aus. Diese Strategie stellt eine Alternative zu einem Verkauf der eigenen Anteile dar, falls dies aus verschiedenen Gründen nicht gewünscht ist.

Gleichzeitig erlauben es inverse ETFs jedoch auch, generell auf fallende Kurse zu spekulieren. Zeichnet sich beispielsweise in einer Branche eine Krise ab, welche zahlreiche Unternehmen in Mitleidenschaft ziehen könnte, kann es sich lohnen, auf fallende Kurse zu setzen. Ein inverser ETF bietet dabei den gleichen Vorteil wie ein normaler Indexfonds. Bei normalen ETFs spielt es aufgrund ihrer breiten Streuung keine Rolle, ob einzelne Unternehmen schlecht performen, solange die breite Masse gut performt. Bei einem Short-ETF setzt man hingegen auf die Verluste der breiten Masse an Unternehmen des Index. Falls einzelne Unternehmen wider Erwarten doch nicht im Kurs fallen, fällt dies weniger ins Gewicht.

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Eignen sich inverse ETFs als langfristige Investmentmöglichkeit?

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass inverse ETFs eine gute Möglichkeit darstellen, um sich langfristig gegen Kursschwankungen abzusichern. Allerdings eignen sich diese Produkte ausschließlich als kurzfristige Anlagen. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache begründet, dass sich Verluste langfristig stärker auf einen Kurs auswirken als gleich hohe Gewinne. Veranschaulichen lässt sich dies an einem einfachen Rechenbeispiel.

Steigt ein Index von 100 Punkten auf 150 Punkte, bedeutet dies eine Kurssteigerung von 50 Prozent. Der dazugehörige Short-ETF würde in diesem Fall um 50 Prozent im Kurs sinken und sich anschließend nur noch bei 50 Punkten befinden. Fällt der Index nun später wieder auf seine ursprünglichen 100 Punkte zurück, steigt der inverse ETF ebenfalls. Allerdings steigt er nur im Verhältnis zum prozentualen Verlust des Index. In diesem Fall entspräche ein Verlust von rund 33,3 Prozent des Index einem Kursanstieg von rund 16,7 Punkten beim Short-ETF. Den 100 Punkten des Index (und seines dazugehörigen ETF) stehen nun lediglich 66,7 Punkte beim Short-ETF gegenüber.

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Anleger, die langfristig an einem Short-ETF festhalten, können die Kursverluste eines Index also niemals vollständig in eine positive Performance umwandeln. Man spricht in diesem Zusammenhang von Pfadabhängigkeitsverlusten. Inverse ETFs sind daher auf lange Sicht weniger renditestark als gewöhnliche ETFs.

Auch Hebel bergen Risiken

Vor allem professionelle Anleger setzen bei inversen ETFs gerne auf gehebelte Produkte. Auf diese Weise können sie innerhalb kurzer Zeit in erheblichem Maße von fallenden Kursen profitieren. Allerdings ist der Einsatz dieser ETFs nicht ohne Risiken.

Grundsätzlich sind gehebelte Finanzprodukte stets besonders risikoreich, da nicht nur die Gewinne gehebelt werden, sondern auch die Verluste. Dies ist besonders deshalb gefährlich, weil viele solcher Produkte oftmals spekulativ verwendet werden. Entwickeln sich die Kurse dann nicht so wie gehofft, verlieren Anleger innerhalb kurzer Zeit eine Menge Geld.

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Ferner verschärfen gehebelte Short-ETFs die langfristige Unterperformance gegenüber Long-ETFs noch weiter. Zwar steigern sie die möglichen Gewinne durch ihren gehebelten Ansatz. Allerdings werden die Verluste im gleichen Maße verstärkt, was die oben dargelegte negative Tendenz aufgrund der Pfadabhängigkeit noch verstärkt.

Wie lassen sich inverse ETFs am besten nutzen?

Privatanleger sollten sich grundsätzlich darüber im Klaren sein, dass Short ETFs und gehebelte Produkte im Besonderen mit erhöhten Risiken einhergehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Indexfonds eignen sich inverse ETFs niemals als langfristige Anlage. Wer also am liebsten auf einen Buy-and-Hold-Ansatz setzt und sich nicht oft um das eigene Portfolio kümmert, sollte besser die Finger von Short-ETFs lassen.

Gleichzeitig eignen sich diese Produkte durchaus, um sich kurzfristig zumindest teilweise gegen Verluste abzusichern oder gar von fallenden Kursen zu profitieren, wenn man nicht anderweitig in den entsprechenden Index investiert hat. Allerdings setzt dies voraus, dass man sich als Anleger eingehend mit der jeweiligen Marktsituation auseinandersetzt und die Entwicklung des Marktes genau verfolgt.

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