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MSCI World – Was für den Weltindex spricht (und was dagegen)

Der MSCI World Index gilt als eines der wichtigsten Kursbarometer für die globale Wirtschaft. Zahlreiche Anbieter und Anleger gleichermaßen betrachten den Index als Vergleichswert, an welchem sich der Erfolg oder Misserfolg anderer Anlageprodukte messen lassen muss. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein dermaßen prominenter Index sowohl Fürsprecher wie auch Kritiker auf den Plan ruft. Doch was genau sind eigentlich die Vorzüge des MSCI World und was spricht gegen den Index?


Vorteil Nr. 1: Diversifikation

Der MSCI World vereint insgesamt rund 1.650 Aktien aus 23 Industriestaaten in sich. Er beinhaltet damit Wertpapiere aus fünf verschiedenen Weltregionen. In jedem der berücksichtigten Länder deckt der Index insgesamt jeweils 85 Prozent des investierbaren Börsenwertes ab. Damit zählen ETFs auf den MSCI World zu den am breitesten aufgestellten Anlageprodukten der Welt.

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Der MSCI World erlaubt es Anlegern, an der wirtschaftlichen Entwicklung aller bedeutenden Industrieländer zu partizipieren. Wer auf einen entsprechenden ETF setzt, profitiert damit letztlich von einem signifikanten Teil der weltwirtschaftlichen Entwicklung. In Sachen Diversifikation gibt es folglich nur wenige Indizes, welche den MSCI World noch übertreffen.

Vorteil Nr. 2: Gute Branchengewichtung

Auch in Sachen Branchengewichtung weiß der MSCI World durchaus zu überzeugen. Wie die meisten großen Indizes wird auch der MSCI World aktuell vom IT-Sektor dominiert. Dieser hat derzeit einen Anteil von 21,5 Prozent am Weltindex. Allerdings liegt dies in der starken Performance der großen US-Tech-Aktien begründet und ist auf ähnliche Weise auch bei anderen großen Basisindizes der Fall. Zudem gilt der IT-Sektor als enorm zukunftsträchtig und sollte auch in den kommenden Jahren weiterhin für starke Zuwächse sorgen.

Allerdings weisen auch andere Sektoren wie die Gesundheitsversorgung, Finanzen, zyklische Konsumgüter sowie der Industrie-Sektor zweistellige Anteile auf. Mit dem MSCI World partizipieren Anleger an dem Erfolg der großen Unternehmen sämtlicher Branchen.


Vorteil Nr. 3: Vergleichsweise zuverlässige Rendite

Der MSCI World gilt als äußerst zuverlässig, was seine Performance angeht. Seit 1970 konnte er eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 7 Prozent erzielen. Selbst mehrere Börsen-Crashs konnten die Rendite des Index auf lange Sicht nie ins Negative drehen. Vor allem für langfristige Anleger hätte sich eine Investition in den MSCI World bisher stets gelohnt. Wer während eines beliebigen Zeitraums seit 1970 eingestiegen und mindestens 15 Jahre dabeigeblieben wäre, hätte bisher noch immer eine positive Rendite erzielt. Je länger man investiert bleibt, desto mehr nähert sich die tatsächliche Rendite dem Durchschnittswert an.

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Vorteil Nr. 4: Transparenz in Aufbau und Gewichtung

Als Index ist der MSCI World leicht verständlich in Aufbau und Zusammensetzung. Berücksichtigt werden nur Unternehmen aus den besagten 23 Industrieländern. Bei der Gewichtung geht es einzig und allein um die jeweilige Marktkapitalisierung jedes Unternehmens. Eine Neugewichtung erfolgt dabei quartalsweise. Letzten Endes investieren Anleger hier stets nur in die größten und leistungsfähigsten Unternehmen, ohne sich großartig um andere Aspekte Gedanken machen zu müssen.


Vorteil Nr. 5: Ideal als Basis für das Depot geeignet

Aufgrund seiner breiten Streuung gilt der MSCI World als relativ wertstabiler Index. Regionale oder branchenspezifische Krisen können hier leicht von der Vielzahl der berücksichtigten Unternehmen und Länder aufgefangen werden. Damit sind Anleger im geringeren Maße der Volatilität der Märkte ausgesetzt.

ℹ️ Auch interessant: So einfach startet man mit einem MSCI World ETF

Gleichzeitig eignet sich ein MSCI-Worl-ETF hervorragend für Anleger, die mit möglichst wenigen Wertpapieren einen möglichst großen Teil des investierbaren Börsenwertes weltweit abdecken wollen. Hierfür ist weder tiefer gehendes Wissen um die verschiedenen Märkte und Branchen nötig, noch müssen Anleger ständig von selbst neugewichten. In ETF-Form bildet der MSCI World eine hervorragende Basis, um welche herum Anleger ihr weiteres Portfolio aufbauen können.

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Zudem bietet MSCI noch weitere Indizes wie beispielsweise den MSCI Emerging Markets an, welcher darauf ausgelegt ist, den MSCI World mit einer breiteren Auswahl an Schwellenland-Titeln zu ergänzen. Dadurch gestaltet sich ein späterer Ausbau des eigenen Portfolios besonders leicht.


Nachteil Nr. 1: Dominanz der USA

Obwohl der MSCI World vom Konzept her sehr breit aufgestellt ist, tauchen bei der konkreten Umsetzung doch einige Probleme auf. Das Wohl augenscheinlichste dabei ist die sehr starke Dominanz der US-Werte. Nach Marktkapitalisierung beläuft sich der Anteil von US-Unternehmen am MSCI World auf rund 66 Prozent. Weit abgeschlagen folgen Japan mit 7,7 und Großbritannien mit 4 Prozent. Damit ist die Performance des Index stets überwiegend von der US-Wirtschaft abhängig.

ℹ️ Auch interessant: Das ist dran an der MSCI World Kritik

Allerdings gibt es hierfür einen einfachen Grund. Weil der MSCI World bei Zusammensetzung und Gewichtung ausschließlich auf Marktkapitalisierung schaut, dominieren jene Unternehmen, welche hier den höchsten Wert aufweisen. Dabei handelt es sich nun mal um zahlreiche US-Unternehmen.

Nach wie vor ist der US-Kapitalmarkt der größte der Welt. Nirgendwo sonst fließt so viel Geld in Unternehmensanteile. Zudem überzeugt die US-Wirtschaft seit vielen Jahrzehnten immer wieder mit starken Wachstumszahlen. Letzten Endes hängt die Weltwirtschaft ohnehin stark von den USA ab. Eine dortige Krise würde sich daher auf bei einer gleichmäßigeren Zusammensetzung mit der Zeit stark auf den Index auswirken.

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Nachteil Nr. 2: Bedeutende Länder fehlen

Wie bereits erwähnt, berücksichtigt der MSCI World lediglich jene 23 Länder, welche vom Herausgeber MSCI als Industrienationen angesehen werden. Dies führt dazu, dass wirtschaftlich bedeutende Länder wie China, Südkorea, Indien oder Brasilien nach wie vor keine Berücksichtigung finden. Zudem bleiben auch alle anderen Schwellen- und Entwicklungsländer außen vor. Insofern ist die Kritik, beim MSCI World handele es sich nicht wirklich um einen Weltindex, durchaus nicht unbegründet.

Andererseits ist sich MSCI durchaus dieses Problems bewusst. Aus genau diesem Grund bietet das Unternehmen mit dem MSCI Emerging Markets und dem MSCI Frontier Markets auch zusätzliche Indizes an, welche ihren Fokus auf Schwellen- respektive Entwicklungsländer legen.


Nachteil Nr. 3: Small Caps werden nicht berücksichtigt

Weil der MSCI World ausschließlich nach Marktkapitalisierung auswählt, bleibt ein großer Teil der Nebenwerte der berücksichtigten Länder auf der Strecke. Besonders Small Caps finden in dem Index überhaupt keine Beachtung. Dies führt dazu, dass Anleger, die sich ausschließlich auf einen MSCI-World-ETF konzentrieren, nicht an der Entwicklung der als besonders performancestark geltenden Small Caps partizipieren können.

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Aufgrund des Konzepts des MSCI World lässt sich dieser Umstand leider nicht vermeiden. Selbst wenn Small Caps noch zusätzlich mit hereingenommen werden würden, fiele ihr Einfluss auf den Index aufgrund ihrer geringen Gewichtung jedoch eher gering aus. Anleger, die nicht auf Small Caps verzichten wollen, müssen sich daher gezwungener Maßen nach einer Ergänzung zu ihrem MSCI-World-ETF umschauen. Da dieser letztlich als reiner Basis-ETF ausgelegt ist, ist ein derartiges Vorgehen jedoch ohnehin mehr oder weniger vorgesehen.

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