5 spannende Aktien aus der Modebranche

Kleider machen Leute. Doch bringen Mode-Unternehmen auch eine ansehnliche Rendite? Laut Statistik geben die Deutschen pro Jahr fast 80 Milliarden Euro für Bekleidung und Schuhe aus. Während der Corona-Krise reduzierten die Verbraucher ihre Ausgaben – dennoch scheint eins klar: In Zukunft werden die Verbraucher immer noch großen Wert auf ein stylisches Outfit oder trendige Schuhe legen.

Dennoch ignorieren viele Anleger Mode-Unternehmen am Aktienmarkt. Schließlich fehlt die Fantasie, wie diese Unternehmen ihre Gewinne vervielfachen oder eine Überrendite erzielen wollen. Mit einer gezielten Beimischung können Mode-Aktien dennoch ihre Berechtigung in einem Depot haben. Zugleich fallen Verständnis und Identifikation mit einem Unternehmen leichter, wenn Anleger beispielsweise auch Qualität oder Preis-Leistungsverhältnis der Bekleidung schätzen.

Inditex (WKN: A11873)

Bei Inditex handelt es sich um eines der größten Mode-Unternehmen der Welt. Ein Blick auf den Chart offenbart jedoch in den letzten fünf Jahren eine traurige Entwicklung. Seit 2015 haben die Anteilsscheine von Inditex über 5 % ihres Werts verloren. Damit befindet sich das Unternehmen in einer langjährigen Seitwärtsphase. In den letzten 20 Jahren gab es dennoch eine Rendite von über 650 %. Wer im Jahr 2000 investierte, hat somit eine Rendite von über 30 % mit einem Mode-Unternehmen erzielt. Vielleicht bietet die aktuelle Seitwärtsphase eine tolle Möglichkeit für den Einstieg.

Inditex ist ein spanisches Textil-Unternehmen. Bekannt sind die unterschiedlichen Marken wie Zara, Massimo Dutt oder Berhska. Insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe erfreuen sich diese Modemarken großer Beliebtheit. Neben dem tollen Angebot gerät Inditex regelmäßig in Kritik, wenn es um Steuervermeidung und schlechte Arbeitsbedingungen geht.

Im Corona-Jahr sank der Gewinn um fast 30 % in 2020. Allerdings bestellten die Kunden mehr Bekleidung im Internet. Gezielt trieb Inditex den Ausbau der Online-Präsenz in 25 weiteren Ländern voran. Davon könnte Inditex nachhaltig profitieren.

Ralph Lauren (WKN: A1JD3A)

Die Erholung der Ralph Lauren-Aktie kann sich im Corona-Jahr sehen lassen. Allerdings kam die Aktie in den Jahren zuvor weit zurück. Wenn Anleger die Rendite im 5-Jahres-Zeitraum betrachten, stehen 17 % zu Buche. Die Umsätze waren in den letzten fünf Jahren rückläufig – das Gleiche gilt für den Gewinn.

Die Bekleidung von Ralph Lauren richtet sich an das Luxus-Segment. Doch auch immer mehr junge Menschen tragen die Poloshirts mit dem aufgedruckten Polospieler gerne durch die Gegend. Aktuell treibt das Unternehmen eine Umstrukturierung an. Schlankere Prozesse, stärkerer Fokus auf die Hauptmarken und Stellenabbau sollen die Profitabilität wieder erhöhen. Wenn der Turnaround des Unternehmens klappt, dürfte auch der Aktienkurs sprunghaft ansteigen.

Puma (WKN: 696960)

Bei Puma handelt es sich um einen deutschen Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach. Rudolf Dassler gründete nach dem zweiten Weltkrieg Puma, während sein Bruder Adidas (WKN: A1EWWW) aufbaute. Im weiteren Sinne gehört Puma auch zu den Mode-Unternehmen dieser Welt, obgleich der Fokus auf den Vertrieb von Sportschuhen, Textilien sowie passenden Accessoires liegt. Dennoch tragen immer mehr Menschen sportliche Kleidung im Alltag – insbesondere die Schuhe der großen Sportmarken haben ihre Berechtigung im alltäglichen Leben der Menschen.

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Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 14 Milliarden Euro hat Puma eine akzeptable Größe erreicht. Das Wachstum ist jedoch intakt. In den letzten fünf Jahren wuchs der Umsatz um über 10 % pro Jahr. Beim Gewinn waren es sogar mehr als 30 %. Nach einem Einbruch in 2020 sollen bereits ab 2021 neue Hochs bei Umsatz und Gewinn erreicht werden. In den letzten drei Jahren stieg der Wert der Puma-Aktie um durchschnittlich über 40 % pro Jahr.

EssilorLuxottica (WKN: 863195)

Bei EssilorLuxottica handelt es sich um ein französisches Unternehmen, das 2018 durch eine Fusion von Essilor International S.A. und dem italienischen Unternehmen Luxottica S.p.A. entstand. Das Unternehmen produziert keine Bekleidung, sondern konzentriert sich auf das Brillengeschäft. Doch auch Sonnenbrillen werden immer mehr zum wichtigen Accessoire, für welches die Verbraucher gerne Geld ausgeben. Mit der Ray Ban-Marke hat das Unternehmen EssilorLuxottica eine starke Marktposition.

Der Umsatz stieg in den letzten fünf Jahren durchschnittlich um 25 % pro Jahr. Die Unternehmensgewinne stiegen wenigstens leicht. Der Brillenhersteller entwickelt fortlaufend neue Produkte und Innovationen. Bekannt ist EssilorLuxottica auch für das Gleitsichtglas Varilux. Dies kam als erste Version bereits 1959 auf den Markt. Mit Varilux können Menschen ihre Sehkraft auf naher, mittlerer und ferner Distanz optimieren. Wer auf EssilorLuxottica setzt, bekommt eine Mischung aus Mode-Sonnenbrillen und medizinisch notwendigen Sehhilfen.

Zalando (WKN: ZAL111)

Das deutsche Unternehmen Zalando ist kein Modehersteller. Dennoch können Anleger an der Modebranche partizipieren, wenn sie auf Zalando setzen. Zugleich ist der Online-Versandhändler für Bekleidung, Schuhe und Accessoires nicht das typische defensive Mode-Investment. Die Verbindung von Digitalisierung und Modebranche hat Zukunftspotential – Anleger müssen sich nicht für eine Modemarke entscheiden, sondern können vom Absatz verschiedener Marken profitieren.

In den letzten fünf Jahren stiegen Umsatz und Gewinn im zweistelligen Bereich pro Jahr. Zalando ist ein Corona-Profiteur, da immer mehr Verbraucher den Online-Handel für sich entdecken. Entgegen der Annahme vieler Verbraucher ist Zalando nicht nur in Deutschland aktiv. In zahlreichen west-, süd- und nordeuropäischen Ländern können die Kunden über Zalando shoppen.

Für Fantasie sorgen die Investitionen in Künstliche Intelligenz. Im Online-Handel beeinträchtigen Retouren die Margen des Unternehmens. Viele Kunden bestellen sich große Mengen an Bekleidung und schicken das Meiste kostenlos zurück. Daraus resultieren kontinuierliche Kosten für Zalando, welche die Gewinne mindern. Zalando setzt auf Künstliche Intelligenz, um in Zukunft Kleidung und Bedürfnisse der Kunden gezielter zusammenzubringen. Machine Learning kann dabei helfen, die Größen passgenau auszuwählen, sodass es weniger Grund für Retouren gibt. Dies würde dann stark steigende Gewinne bedeuten.

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