Betrugsvorwürfe: zweitgrößter Robo Advisor muss Strafe zahlen

Mit der zunehmenden Beliebtheit von Robo-Advisors beobachten die US-Aufsichtsbehörden diese Unternehmen nun genauer, um die Anleger vor Betrug zu schützen. Der zweitgrößte Robo Advisor der USA wurde nun von der Börsenaufsicht SEC dafür bestraft, unzulässige Werbung gemacht zu haben und Kunden mit einer Strategie zur Steuervermeidung in die Irre geführt zu haben.

Der beschuldigte Robo Advisor Wealthfront verwaltet mittlerweile 11 Milliarden US-Dollar für Anleger und hat über 200 Millionen US-Dollar an Venture-Kapital eingesammelt.

Steuervorteil durch „wash sales“

Von Oktober 2012 bis Mitte Mai 2016 teilte Wealthfront seinen Kunden mit, sie würden ihre Konten dahingehend überwachen, dass sogenannte „wash sales“ vermieden werden. Bei „wash sales“ werden negative Wertpapiere verkauft und kurze Zeit später wieder gekauft, um einen steuerlichen Vorteil zu erhalten. In der Realität sind „wash sales“ für die Anleger allerdings nachteilig.

Nun kam raus: bis Mitte Mai 2016 wurde die Wealthfront-Konten nicht auf mögliche „wash sales“ überprüft. Das Resultat: von 2012 bis 2016 waren 31% der Kundenkonten von diesen Scheintransaktionen betroffen. Wären diese Transaktionen nicht durchgeführt worden, hätten die Kunden ihre Verluste besser kompensieren können. In einer Mitteilung erklärte Wealthfront, dass sie eine Betrugsstrafe der SEC von 250.000 US-Dollar akzeptiere, ohne auf die Vorwürfe einzugehen.

Ein weiterer Vorwurf von Seiten der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC ist, dass Wealthfront unlautere Werbung betrieben habe.

SEC bestraft erstmals Robo Advisor

Mit dieser Gebühr von 250.000 US-Dollar wird erstmals ein Robo Advisor von der SEC bestraft. C. Dabney O’Riordan, von der SEC ließ in einer Erklärung am Freitag verlauten: „Die Technologie verändert die Art und Weise, wie Anlageberater Werbung betreiben und ihren Kunden ihre Dienstleistungen anbieten können. Ungeachtet des Werbeformats müssen jedoch alle Robo Advisor-Anbieter ihre Verpflichtungen zur Einhaltung der Wertpapiergesetze, die zum Schutz der Anleger geschaffen wurden, ernst nehmen.“


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