China bannt Krypto und sorgt für Verluste bei digitalen Währungen

Krypto-Fans mussten in den letzten Wochen stark sein. Denn eine negative Nachricht folgte auf die andere. Während zunächst Elon Musk für einen Kursrutsch sorgte, war es zuletzt eine Nachricht aus dem Reich der Mitte. In den Nachrichten dominierten Headlines, dass China die Krypto-Währungen aus dem Land verbannt. Doch hat sich wirklich, was an der Einstellung der chinesischen Politik geändert und warum reagierte der Krypto-Markt mit einem derart starken Abverkauf? 

Business as usual: Krypto-Zahlungen bleiben in China verboten

Der letzte Preissturz im Krypto-Markt ist zumindest auch auf eine Äußerung chinesischer Behörden zurückzuführen. Denn verschiedene, staatliche Finanzinstitute aus dem Reich der Mitte gaben eine Erklärung heraus, dass Finanz- und Zahlungsunternehmen keine Dienstleistungen in Verbindung mit Kryptowährungen anbieten dürfen. Zugleich warnte die chinesische Zentralbank Verbraucher, in Kryptowährungen zu investieren – der Grund: kein Schutz von Verlusten und eine drohende Störung der staatlichen Wirtschaftsordnung.

Dabei ist das Krypto-Verbot in China gar nichts neues. Bereits seit 2019 gilt ein grundsätzliches Verbot für das Handeln von Kryptowährungen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die chinesischen Privatanleger nicht Bitcoin und Co. besitzen dürfen. Im Grunde genommen handelte es sich somit nur um eine nochmalige Bestätigung, dass die chinesischen Behörden nicht beabsichtigen, den rechtlichen Status quo zu ändern. 

Lockerungshoffnungen nach Krypto-Lob enttäuscht

Dennoch sorgte die Ankündigung für eine Enttäuschung am Krypto-Markt, die zahlreiche Anleger mit einem Verkauf der Coins quittierten. Schließlich gab es vor wenigen Wochen die Hoffnung, dass in einer der wachstumsstärksten Volkswirtschaften der Welt der Umgang mit Kryptowährungen lockerer wird. Ein Gouverneur der chinesischen Zentralbank äußerte sich damals dahingehend, dass digitale Währungen durchaus Vorteile als Assetklasse bieten. Ein Teil der Anleger wertete diese Äußerungen augenscheinlich dahingehend, dass möglicherweise Lockerungen anstehen könnten. Diese vagen Hoffnungen wurden jetzt enttäuscht.

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E-Yuan weit fortgeschritten

China gilt als einer der Vorreiter bei der Entwicklung einer digitalen Staatswährung. Obgleich auch E-Dollar und E-Euro intensiv diskutiert und teilweise vorangetrieben werden, machte China bereits grundlegende Schritte.

Die Zukunft soll bargeldlos sein. Anstelle von Banknoten und Münzen soll in Zukunft der Zahlungsverkehr digital abgewickelt werden. Die größten staatlichen Banken sind an dem Projekt beteiligt. Der digitale Yuan soll eine staatliche Währung sein, die sich somit deutlich von anderen Kryptos unterscheidet. 2022 könnte der große Showdown anstehen, wenn China den E-Yuan bei den Olympischen Winterspielen der Weltöffentlichkeit präsentieren möchte. Erneut wird das Reich der Mitte seinem Anspruch gerecht, Vorreiter im Bereich Digitalisierung und technologischer Innovation zu sein.

Was ändert sich durch Chinas Krypto-Bann?

Zunächst ändert sich nichts am Status quo der chinesischen Krypto-Politik. Das Gleiche gilt für die generellen Zukunftsaussichten digitaler Währungen und Blockchain-Projekte. Schließlich ließ die chinesische Zentralbank bereits in der Vergangenheit verlauten, dass Krypto-Vermögenswerte in der Zukunft eine zunehmende Rolle spielen könnten. Mit Lockerungen im Reich der Mitte wäre der Markt dennoch zugänglicher für die Chinesen geworden, die möglicherweise einen Teil ihres stetig wachsenden Vermögens in digitale Assets investiert hätten. Die regulatorische Unsicherheit schiebt dem jedoch einen Riegel vor.

Das Fass zum Überlaufen

Aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs war die Äußerung der chinesischen Finanzinstitute einer der entscheidenden Auslöser für den Krypto-Crash Anfang der Woche. Dennoch spricht viel dafür, dass die Erklärung lediglich das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Das Sentiment am Krypto-Markt war bereits fragil. Elon Musks ständige Twitter-Exzesse, Joe Bidens Steuerpläne und die unfassbar starke Rallye der letzten Monate zollten jetzt ihren Tribut. Mit Chinas hartem Krypto-Kurs lief das Fass über und die Kurse am Krypto-Markt brachen ein. Fundamental hat sich für Bitcoin, Ethereum, Cardano und Co. dennoch nicht allzu viel geändert.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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