DAX 40: Diese Aktien kommen neu dazu

Am 20. September ist es so weit. Dann wird aus dem DAX 30 der DAX 40. Mittlerweile steht auch fest, wer neu in den deutschen Leitindex dazu kommt. Doch wird sich deshalb wirklich etwas ändern?

Lange musten Anleger darauf warten. Seit der Ankündigung im vergangenen Jahr, den DAX auf künftig 40 Titel aufzustocken, herrschte rege Spekulation, welche Aktien denn nun in Zukunft Teil des wichtigsten deutschen Aktienindizes sein würden. Mittlerweile stehen die Namen der Neuankömmlinge fest. Darunter befinden sich einige wohlbekannte Namen sowie einige Durchstarter.

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Welche Unternehmen kommen neu in den DAX?

Die zehn Aufsteiger stammen allesamt aus dem MDAX. Dieser wird daher im Gleichschritt mit der Aufstockung des DAX von 60 auf nunmehr 50 Positionen verkleinert. Die folgenden Unternehmen haben dabei den Sprung in die erste Börsenliga geschafft:

  • Airbus (ISIN: NL0000235190) – 91,07 Mrd. €
  • Siemens Healthineers (ISIN: DE000SHL1006) – 66,26 Mrd. €
  • Sartorius (ISIN: DE0007165631) – 39,91 Mrd. €
  • Porsche Automobil Holding (ISIN: DE000PAH0038) – 27,09 Mrd. €
  • Zalando (ISIN: DE000ZAL1111) – 24,93 Mrd. €
  • HelloFresh (ISIN: DE000A161408) – 16,30 Mrd. €
  • Symrise (ISIN: DE000SYM9999) – 16,25 Mrd. €
  • Puma (ISIN: DE0006969603) – 15,48 Mrd. €
  • Brenntag (ISIN: DE000A1DAHH0) – 13,30 Mrd. €
  • Qiagen (ISIN: NL0012169213) – 10,87 Mrd. €

Der größte Aufsteiger ist der deutsch-französische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus. Nach Marktkapitalisierung wird Airbus dabei sofort auf den fünften Rang einsteigen. Der Grund, weshalb ein Schwergewicht wie Airbus bisher nicht im DAX vertreten war, war der vergleichsweise geringe Börsenumsatz der Airbus-Aktie in Frankfurt.

In der Vergangenheit war diese mehrheitlich an der Börse Paris gehandelt worden. Das Börsenumsatz-Kriterium fällt nun jedoch weg, sodass dem Aufstieg von Airbus in den DAX nichts mehr im Wege steht.

Viele der Aufsteiger zählten zuletzt zu den Zugpferden des MDAX. So lag die Performance von Siemens Healthineers, Brenntag, Puma, HelloFresh, Porsche, Sartorius und Airbus über die letzten 12 Monate hinweg jeweils teils deutlich über 50 Prozent. Der MDAX selbst konnte im gleichen Zeitraum lediglich um 34 Prozent zulegen. Beim DAX stehen sogar nur 24 Prozent Plus zu Buche.

Besonders wachstumsstark war die Aktie von HelloFresh mit einem Zuwachs von mehr als 150 Prozent. Dem weltweit führenden Anbieter von Kochboxen war es erst im vergangenen Jahr gelungen, in die Gewinnzone einzufahren. HelloFresh, welches rund die Hälfte seines Umsatzes auf dem US-Markt erzielt, gehörte zu einem der Profiteure der Pandemie. Mit deren Abklingen rechnen Analysten jedoch, dass sich das Wachstum des Unternehmens in Zukunft wieder normalisieren wird.

Sorgt die Aufstockung dafür, dass der DAX steigen wird?

Einen großartigen Kurssprung wird der DAX aufgrund seiner Vergrößerung allerdings nicht machen. Die Berechnungsmethode für den DAX bleibt die Gleiche. Lediglich die prozentuale Zusammensetzung verändert sich.

Ob sich der DAX aufgrund der zehn neuen Aktien langfristig besser entwickeln wird, muss sich indes ebenfalls noch zeigen. Zweifelsohne zählen Unternehmen wie HelloFresh oder Zalando zu einer neuen Generation von jungen und wachstumsstarken Unternehmen. Einer der Gründe für die Aufstockung war, dass der bisherige Fokus des DAX auf klassische Industrieunternehmen verringert werden sollte. Stattdessen soll der neue DAX 40 mehr die tatsächliche Realität der deutschen Wirtschaft abbilden.

Gelungen ist dies letztlich nur zum Teil. Unternehmen wie Airbus oder Porsche reihen sich praktisch nahtlos in die Industrieschwergewichte des bisherigen DAX ein. Insgesamt wird der Anteil der wirklich neuartigen Aufsteiger gemessen am Gesamtvolumen des DAX also eher gering bleiben. Unternehmen aus der Gesundheits- und Pharmabranche wie Siemens Healthineers, Sartorius oder Qiagen dürften jedoch zumindest dazu beitragen, dass der DAX in Zukunft etwas weniger zyklisch sein wird.

Was ändert sich für DAX ETFs?

Wer bereits DAX ETFs im eigenen Depot hat, braucht sich keine großen Sorgen zu machen. Die jeweiligen ETF-Anbieter haben bereits in den zurückliegenden Wochen und Monaten auf die anstehende Aufstockung reagiert und entsprechend umgeschichtet.

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Die meisten Aufsteiger standen bereits seit Monaten fest, sodass institutionelle Anleger und Fondsgesellschaften ausreichend Zeit hatten, um stückweise in die neuen Positionen einzusteigen. Lediglich bei einigen Aktien, hinter deren Aufstieg bis vor Kurzem noch ein Fragezeichen gestanden hatte, könnten in den nächsten Tagen noch in größerer Zahl gekauft werden. Auch hier ist jedoch nicht unbedingt von großartigen Verwerfungen auszugehen.

Die Antwort auf die Frage, ob man nun einen DAX ETF kaufen sollte, dürfte durch die Aufstockung am 20. September jedoch nicht unbedingt anders ausfallen. Im Vergleich zu den großen Basis-Indizes wie beispielsweise dem S&P 500 wird auch der DAX 40 weiterhin deutlich abfallen.

Als Kerninvestment werden sich DAX ETFs in Zukunft daher nach wie vor nur sehr bedingt eignen. Wer jedoch bereits seit Längerem mit dem Gedanken spielt, einen DAX ETF zu kaufen, um das eigene Portfolio mit deutschen Werten zu diversifizieren, hat jetzt zumindest noch ein weiteres Argument für den Kauf.

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Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. ETFs, Aktien und Kryptowährungen sind seine Leidenschaft.

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