Vermögensaufbau mit ETFs: das moderne Sparbuch

ETFs als Geldanlage sind längst keine Neuheit mehr. Als transparentes, einfach zu verstehendes Finanzprodukt formen sie die Basis vieler Investmentportfolios.

Dabei bilden ETFs einen Indexfonds eins zu eins ab und können einfach an der Börse gehandelt werden. Welche Vor- und Nachteile die Investition in ETFs mit sich bringt und auf was Sie beim Vermögensaufbau mit ETFs achten müssen, das verraten wir Ihnen im folgenden Artikel.

Was sind ETFs?

Ein ETF – „Exchange Traded Funds“ – ist ein Indexfonds. Indexfonds bilden Indizes wie den MSCI World oder den DAX nach und machen es somit leicht, sich an einem ganzen Markt zu beteiligen. Deshalb eignen sich ETFs gut für einen langsamen und beständigen Vermögensaufbau. Die Anlageform ist beliebt, weil sie flexibel, risikoarm und transparent ist. Mittlerweile sind Exchange Traded Funds mit einem Handelsvolumen von über 200 Milliarden Dollar das meist gehandelte Finanzprodukt an den Börsen weltweit.

Vorteile von ETFs

Der Beliebtheit von ETFs liegen einige Vorteile zugrunde, die den langfristigen Vermögensaufbau möglich machen:

Verschiedene Anlageklassen

Es kommen bei der Geldanlage nicht nur Aktien in Frage: ETFs sind auch für andere Anlageklassen handelbar:

  • Renten/Anleihen
  • Geldmarkt
  • Rohstoffe

Saubere Investments

Außerdem kann man mit ETFs in viele verschiedene Märkte investieren. Investments in den Clean-Energy-Sektor, also in saubere Energien, erfreuen sich derzeit besonderer Beliebtheit, vor allem bei jüngeren Menschen, denen der Klimaschutz ein großes Anliegen ist. Hier können Anleger z.B. in einen ETF mit Wasserstoff-Aktien investieren. Auch die Brennstoffzellentechnik ist ein vielversprechender Trend, der gerade viel Beachtung erfährt.

Investmentfonds, denen soziale Verantwortung und saubere Umwelt ein Anliegen ist, sind zum Beispiel:

  • Swisscanto [LU] Equity Fund für effizienten Wasserverbrauch
  • FairWorldFonds für Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern
  • Prima Global Challenges gegen Armut, Klimawandel und Artensterben

Geringes Risiko

Da man mit ETFs in viele verschiedene Aktien in einen gesamten Markt investiert, statt in einzelne Wertpapiere, ist das Verlustrisiko durch die breite Streuung deutlich geringer. Sie garantieren die am jeweiligen Markt möglichen Rendite und sind zudem mit kaum Aufwand verbunden. ETFs bieten die Sicherheit des Sondervermögens, das heißt: Man ist vor Verlusten geschützt, sollte es zur Insolvenz des Anbieters kommen.

Auch sorgt die hohe Diversität des Portfolios für Schutz gegen einen Totalverlust. Eine breite Streuung in der Anlage verringert das Risiko zusätzlich.

Flexibilität

ETFs können wie Aktien gekauft und an der Börse gehandelt werden. ETFs sind auch deshalb als Altersvorsorge so beliebt, weil sie in Form eines Sparplans jederzeit an die eigenen Vermögens- bzw- Einkommensverhältnisse angepasst werden können.

Transparenz

Ein Index folgt allgemein anerkannten Regeln. Dadurch, dass ein ETF einen Index genau abbildet, ist auch die Anlagestrategie kein Geheimnis. Weiters werden der Kurs und das Handelsvolumen täglich von den Anbietern publik gemacht. Anleger können das Produkt, dass sie kaufen also einfach verstehen und nachvollziehen.

Liquidität

Händler bzw. Broker garantieren, dass Kauf und Verkauf jederzeit möglich sind. So können die Fonds immer gehandelt werden, was eine hohe Liquidität gewährleistet.

Vorsicht ist bei Short-ETFs geboten: kurzfristige Investitionen sind nicht der Sinn und Zweck hinter ETFs. Eher sollte man die Anteile über Jahre hinweg halten, um von dem positiven Effekt zu profitieren, den die Reinvestition von Renditen, der Zinseszinseffekt, mit sich bringt.

EFTs für den Vermögensaufbau nutzen

Wer mit ETFs Kapital anhäufen möchte, sollte vor der ersten Investition einige Dinge bedenken und sich einen Plan zurechtlegen. Auch ist es wichtig zu wissen, welche Art von Vermögensaufbau für einen selbst am besten passt.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ETFs auch für Anleger interessant sind, denen das Know-how zum Finanzmarkt und Anlageklassen fehlt. Die Diversifikation von ETFs lässt zu, dass nicht alles auf eine Karte gesetzt wird, sondern das Risiko eines Totalverlusts reduziert wird. Auch ist aktives Management des Fonds nicht nötig, denn ETFs arbeiten selbstständig und kosteneffizient.

ETF-Sparer sollen sich auch immer darüber im Klaren sein, dass sie trotz der risikoarmen Natur der ETFs ein Börseninvestment tätigen, das immer etwas Unvorhersehbarkeit mit sich bringt.

Kursschwankungen und daraus resultierende kurzfristige Wertverluste gehören dazu und sollten geduldig ertragen werden – es geht um die langfristige Entwicklung.

Depot eröffnen

Wie kann man ETFs handeln? Zuerst muss ein Wertpapierdepot eröffnet werden, entweder bei der Hausbank oder einer Direktbank. Hier schadet etwas Recherche bzw. Beratung nicht, denn es gibt Unterschiede in Sachen Gebühren, Leistungen und Service.

Wahl des Index

Anschließend müssen Anleger entscheiden, welcher Index für sie in Frage kommt. Dabei muss auf Diversität geachtet werden, denn zu starke Konzentration der Wertpapiere sollte vermieden werden. Eine breite Streuung ist vor allem für Einsteiger sinnvoll. Viele Anfänger wählen zwischen zwei Index-Varianten:

  • Vorgefertigter ETF – Ein einziger ETF, zusammengesetzt aus Aktien aus Industrie- und Schwellenländern.
  • Misch-ETFs – zwei ETFs, individuell und selbst zusammengesetzt aus Aktien aus Industrie- und Schwellenländern, oft im Verhältnis 70 zu 30.

Wichtig: Ein einziger (Welt-)ETF kann für einen langfristigen, unkomplizierten Vermögensaufbau durchaus ausreichen. ETFs aus Schwellenländern sind risikobehafteter als die Abbildungen der Märkte in Industrieländern, weisen dafür aber höhere Renditechancen auf.

Für Anleger, die wenig Kapital zur Verfügung haben, lohnt sich die Investition in einen ETF ebenfalls. Dafür benötigt man einen Sparplan.

Viele Banken bieten so einen Plan ab 50 Euro im Monat an. Sparpläne sind nur für längerfristiges Sparen geeignet, für schnelle Gewinne sind ETFs nicht gedacht.

 

Reinvestieren

Der Cost-Average-Effekt und der Zinseszins sorgen dafür, dass sich langfristiges Sparen auszahlt – je länger, desto besser. Bei 300 Euro im Monat ergibt sich auf 30 Jahre gerechnet ein Sparvolumen von 108.000 Euro. Mit Zinseszins bei reinvestierten Renditen und dem Cost-Average-Effekt kann das eingesetzte Kapital verdreifacht oder gar vervierfacht werden.

Vermögensaufbau mit ETFs – Fazit

Investitionen in ETFs sind für langfristigen Vermögensaufbau sinnvoll.

Die Gebühren sind überschaubar, ETFs als Sparform sind divers, transparent, flexibel und risikoarm. Eine Investition in den Clean-Energy-Sektor ist zudem förderlich für die Herausforderungen unserer Zeit.

Schnelle Gewinne sind mit ETFs kaum zu erzielen, dafür eigenen sie sich als Altersvorsorge, denn Zinseszins und Cost-Average-Effekt lassen das Investment über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich wachsen.

Jasmin Fuchs ist studierte Sprachwissenschaftlerin mit einer Ausbildung in Informationstechnologie und IT-Management. Sie finden Jasmins Publikationen auch auf https://kryptoszene.de/

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