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DAX ETF: günstig einsteigen oder aktuell Finger weg?
DAX ETF: günstig einsteigen oder aktuell Finger weg?
Daniel Robrecht

Daniel Robrecht

Profi Investor

Der deutsche Leitindex DAX ist für viele heimische Anleger immer noch das Mittel der Wahl. Diese kaufen entweder deutsche Aktien oder investieren gleich via Indexfonds in den DAX 40 – die Home Bias lässt grüßen. Denn irrtümlicherweise setzen Anleger oftmals auf Unternehmen & Aktien aus der eigenen Heimat.

DAX Performance 2022

Im Jahr 2022 war der DAX zweifelsfrei kein erfolgreiches Investment, wenn man sich die Rendite seit Jahresbeginn anschaut. Der DAX-Kurs verlor rund 20 % seines Werts. Für langfristige Investoren können derartige Korrekturen einen günstigen Zeitpunkt zum Einstieg darstellen. Wer kauft, wenn die Kanonen donnern, hat eine gute Chance, den breiten Markt outzuperformen. Dafür muss man lediglich die eigenen Emotionen unter Kontrolle haben und nüchtern Anlageentscheidungen treffen.

Doch ist der DAX ETF im September 2022 eine gute Wahl oder sollte man lieber die Finger von Exchange Traded Funds auf den deutschen Leitindex lassen? 

DAX zurück über 13.000 Punkte: Kauflaune treibt Erholung voran

Nachdem am Donnerstag die EZB den Zinsschritt um 75 Basispunkte bekannt gab, kam es an den Börsen zu einer zwischenzeitlichen Erholung. Am Freitag kehrte die Kauflaune zurück und der DAX schloss deutlich im Plus – sogar die 13.000 Punkte konnten wieder erreicht werden. Mit der stärksten Zinserhöhung seit Euro-Einführung kämpft die EZB (lange hat es gedauert) entschlossen gegen die Inflation. Die Finanzmärkte werten dies positiv, obgleich dadurch die Rezessionsgefahr in den Mittelpunkt rücken könnte. 

DAX Kurs Prognose: Abwärtstrend intakt, bearisches Szenario wahrscheinlicher  

Trotz jüngster Erholung sieht es charttechnisch für den DAX weiterhin schwierig aus. Der langfristige Abwärtstrend ist intakt und die Überwindung der 13.000 Punkte könnte als Kaufsignal nicht genügen. Zwar notiert der DAX leicht über der psychologisch wichtigen Grenze von 13.000 Punkten. Allerdings wurde der DAX auf einem derartigen Niveau in den vergangenen Wochen bereits einige Male wieder abverkauft. Um den langfristigen Abwärtstrend zu brechen, müsste die Erholung auf deutlich über 13.500 Punkte reichen. Auf dem Weg zum wichtigen Widerstand warten auf die DAX-Bullen mit dem GD50 und 100 weitere charttechnische Hürden.

DAX Kurs

Der letzte Anstieg wurde auch von einem vergleichsweise geringen Handelsvolumen getragen. Im Hinblick auf die typischen Saisonalitäten könnte der September 2022 schwierig für den DAX bleiben. Obgleich wir kurzfristig weiteres Erholungspotenzial haben, könnte der DAX im Anschluss gefangen im Abwärtstrend erneut die Verlaufstiefs aus den vergangenen Wochen testen. 

Fundamentale Belastungsfaktoren für Deutschland & den DAX

Mit einer Korrektur von rund 20 % im aktuellen Jahr ist bereits viel Negatives in den DAX eingepreist. Nichtsdestotrotz könnte die schlimmste Zeit noch bevorstehen. Denn Deutschland ist drastisch vom Ukraine-Krieg und dessen Folgen betroffen. Die Sanktionen gegen Russland führten zu einer beträchtlichen Drosselung der Gaslieferungen. In Deutschland wappnen sich die Menschen für den Winter und das Wort „Energiekrise“ hat wohl keine schlechten Chancen, zum Unwort des Jahres 2022 zu werden.

Die konstant hohe Inflation, die späte Reaktion der EZB und die bevorstehende Rezession belasten die deutsche Wirtschaft und den DAX. Deutschland setzt aktuell den hart erarbeiteten Wohlstand aufs Spiel. Die Krise könnte bei einem fehlerhaften (oder zögerlichen) Management gravierende Auswirkungen auf die hiesige Wirtschaftswelt haben. Die fundamentalen Belastungsfaktoren deuten an, dass Anleger vornehmlich im Jahr 2022 einen Blick über die deutschen Grenzen hinaus werfen. 

DAX ETF: Langfristige Underperformance des Weltmarkts  

Darüber hinaus offenbart auch die langfristige Wertentwicklung des DAX Schwächen. Denn der deutsche Leitindex war in der Vergangenheit das Paradebeispiel für eine Underperformance im Vergleich zum Weltindex. Der Deutsche Aktienindex offenbarte einerseits strukturelle Schwächen – wenig innovative Unternehmen fanden sich jahrelang im DAX wieder. Andererseits waren die Deutschen historisch dem Aktienmarkt wenig positiv gestimmt. Zu wenig Kapital floss in den heimischen Aktienmarkt, um steigende Kurse zu begründen.

In den vergangenen 10 Jahren betrug die Rendite des DAX ETF annualisiert 5,38 %. Der MSCI World ist trotz (oder gerade wegen) breiterer Streuung in diesem Jahr doppelt so stark gestiegen. Insgesamt gab es eine jährliche Rendite von über 12 %. Dass sich die Performance in den nächsten Jahren umdreht, scheint wenig wahrscheinlich. Vielmehr dürften die fundamentalen Belastungsfaktoren den DAX erneut im Vergleich zum Weltindex ins Hintertreffen bringen.   

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DAX-Aktien historisch günstig bewertet: Günstig einsteigen?

Demgegenüber könnte ein fundamentaler Fokus auf die Einzelaktien einen Kauf des DAX ETFs indizieren. Im Sinne einer antizyklischen Strategie könnte man im Bärenmarkt günstig bewertete Aktien einsammeln. Die überwiegende Mehrheit der DAX Aktien ist historisch günstig bewertet, wenn man sich die aktuellen KGVs und den Durchschnitt der letzten 10 Jahre anschaut.

Allerdings ist eine fundamental günstige Bewertung noch nicht ausschlaggebend, um in den DAX ETF zu investieren. Schließlich müssen auch die Opportunitätskosten berücksichtigt werden. Wenn sich andere Investment-Alternativen rentabler entwickeln, spricht eben nur wenig für den DAX ETF.

DAX ETF im September 2022 kaufen?  

Der DAX ist charttechnisch angeschlagen und weiterhin im langfristigen Abwärtstrend gefangen. Auch die kurzfristige Überwindung der 13.000 Punkte kann vor dem Wochenende die Stimmung nur bedingt aufhellen. Die fundamental historisch günstige Bewertung vieler DAX Aktien indiziert noch keinen Kauf der DAX ETFs im September 2022.

Viele Unwägbarkeiten stehen insbesondere für die deutsche Wirtschaft im Raum. Weltweit gibt es am Aktienmarkt aktuell deutlich spannendere Alternativen mit einem besseren Chance-Risiko-Verhältnis. Wenn es dann doch DAX Aktien sein sollen, um beispielsweise die geografische Diversifikation zu steigern, bleibt das Stock-Picking vielversprechender Einzeltitel die Alternative, um nur die deutschen Qualitätsaktien zu kaufen.

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Daniel Robrecht

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Nach seinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium entschied sich Daniel für eine Tätigkeit als freiberuflicher Autor. Als Investor sammelte er jahrelang Erfahrung mit Aktien & Kryptowährungen. Durch gezielte Weiterbildungen hat er sich umfangreiches Wissen rund um die Kapitalmärkte, Aktien, Kryptowährungen und Decentralized Finance angeeignet. Primär konzentriert sich Daniel auf allgemeine Markttrends, spannende Aktien, Wirtschaftsnachrichten und den digitalen Währungsmarkt. Auch im Privatleben gibt es für ihn keinen Tag ohne die Finanzmärkte. Als Autor schreibt Daniel u.a. für Business2Community oder cryptonews.com.
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