Dividenden Aktien: Diese drei Nachteile der Dividendenstrategie solltest du kennen 

Dividendenstrategien erfreuen sich großer Beliebtheit. Denn es klingt wohl ziemlich verlockend, dass es für Anleger einen regelmäßigen Cashflow gibt. Das passive Einkommen im Depot kann dann dabei helfen, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Viele Anleger setzen auf eine Dividendenstrategie – folglich muss diese zweifelsfrei einige Vorteile haben. Denn regelmäßige Auszahlungen sorgen für einen positiven psychologischen Effekt auf die Aktionäre. Diese verspüren den Anreiz, mehr Geld zu sparen und direkt zu investieren. Darüber hinaus verschwenden die Unternehmen nur begrenzt Kapital, da durch die Gewinnausschüttungen das übriggebliebene Geld effektiver eingesetzt werden muss.

Dennoch soll es im folgenden Beitrag nicht um Vorzüge, die Umsetzung oder spannende Dividenden-Aktien gehen. Denn es gibt auch immer eine Kehrseite der Medaille. Im folgenden Beitrag gibt es somit drei Nachteile der Dividendenstrategie, die jeder Anleger kennen sollte.

Kapitalertragssteuer wird sofort fällig!

Natürlich möchte der Fiskus hierzulande auch ein Stück vom Kuchen haben, wenn Aktionäre ihre Dividende ausgezahlt bekommen. Bei der Abgeltungssteuer wird direkt von der depotführenden Bank der Abzug von der Dividende vorgenommen. Durch den Dividendenabschlag reduziert sich im folgenden Zeitraum der Kurs der Aktie. Wenn ein Unternehmen keine Dividende ausschüttet, können die Gewinne investiert werden. Dann ist es gut möglich, dass das Unternehmen weiter wächst und der Aktienkurs ansteigt. Sofern die Begleitumstände identisch sind, kann es somit sinnvoll sein, dass die Steuer erst zu einem späteren Zeitpunkt – nämlich bei Verkauf der Anteile – fällig wird. Dabei handelt es sich um den sogenannten Steuerstundungseffekt, sodass deine heute gesparten Steuern noch ein paar Jahre mehr Zeit haben, um dir eine ansehnliche Rendite zu erarbeiten.

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Kein Kapital für Investitionen!

Wenn Unternehmen einen beträchtlichen Anteil ihrer Gewinne ausschütten, verbleibt weniger Kapital im Unternehmen, das für die Investition in die eigene Zukunft genutzt werden kann. Sicherlich ist es nicht jedem Unternehmen überhaupt möglich, die beträchtlichen Gewinne sinnvoll zu investieren, sodass man hier differenzieren muss. Doch solange Wachstumschancen existieren, sollten Unternehmen diese auch nutzen, da sich das operative Wachstum in Kursgewinnen niederschlagen wird. Ein spannendes Beispiel für eine investitionsorientierte Dividendenpolitik ist die DBS Group. Die südostasiatische Bank schüttet nämlich immer den Betrag als Dividende aus, der nicht sinnvoll in die Zukunft investiert werden kann.

Dividendenrendite wird zum entscheidenden Kriterium!

Ein weiterer Nachteil oder besser ein Risiko ist der ausschließliche Fokus auf die Dividendenrendite. Nicht wenige Dividendeninvestoren suchen sich ihre Investments nach der Dividendenrendite aus oder lassen sich von ihr blenden. Schließlich ist die Dividendenrendite nur eines von zahlreichen Kriterien, um ein Unternehmen, ETF und Investment zu bewerten. Folglich sollten Anleger immer auch die Dividendenhistorie, die Ausschüttungshöhe, das Gewinnwachstum, Verschuldung und viele weitere Kennzahlen nutzen. Wer sich einzig und allein auf die Dividendenrendite verlässt, ist mehr oder weniger schnell selbst verlassen.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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