Dividendenliebe: 5 ETFs, die viermal pro Jahr ausschütten

Die Dividendenstrategie ist bei den Aktionären sehr beliebt. Bei den ausschüttenden Unternehmen unterscheiden sich die Zahlungsintervalle. Deutsche Dividendenaktien wie die Allianz (WKN: 840400) oder Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (WKN: 843002) zahlen jährlich. Demgegenüber gibt es vornehmlich bei den US-amerikanischen REITs Monatszahler wie Realty Income (WKN: 899744). Wer sich nicht auf das Stock-Picking verlassen möchte, kann seine Dividendenstrategie mit ETFs kombinieren. Einige Exchange Traded Funds schütten viermal pro Jahr an die Investoren aus.
Dividenden und ETFs

Dividendeninvestoren entscheiden sich oftmals für ein Investment in Einzelaktien. Die unmittelbare Zahlung der Dividende nach der Hauptversammlung des Unternehmens ist für viele Anleger verlockend. Nichtsdestotrotz gibt es auch ETFs, die sich für die Dividendenstrategie eignen. Einige ETFs bilden Indizes mit den Unternehmen ab, die am meisten, häufigsten oder längsten an die Inhaber der Anteilsscheine ausschütten. Bei der Geldanlage in ETFs erfolgt die Auszahlung in verschiedenen Intervallen. Wer einen regelmäßigen Cashflow schätzt, entscheidet sich für ausschüttende ETFs, während thesaurierende ETFs die Erträge in den ETF investieren.

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Die Ausschüttungshäufigkeit

Die Ausschüttungshäufigkeit des ETFs gibt an, in welchen Intervallen die Dividenden an die Anleger ausgeschüttet werden. Viele ETFs entscheiden sich für eine jährliche Ausschüttung. Allerdings gibt es auch Anlageprodukte mit halbjährlicher, vierteljährlicher oder monatlicher Ausschüttung. Im Folgenden gibt es eine Vorstellung von fünf ETFs, bei denen Anleger viermal pro Jahr eine Zahlung auf das Verrechnungskonto ihres Brokers bekommen. Diese ETFs eignen sich für passive Investoren mit dem Wunsch eines regelmäßigen Cashflows. Für Dividendeninvestoren kommt der letzte ETF in Betracht.

Der Vanguard S&P 500 UCITS ETF (ISIN: IE00B3XXRP09)

Der Vanguard S&P 500 UCITS ETF ist eine der größten ETFs der Welt. Mit einer Fondsgröße von über 21 Milliarden Euro kommen zahlreiche Anleger in den Genuss einer quartalsweisen Ausschüttung. Der ETF bildet die 500 größten US-amerikanischen Unternehmen ab, die ihren Sitz in den USA haben. Seit seiner Auflage betrug die jährliche Rendite im Durchschnitt mehr als 15 %. Die Ausschüttungsrendite bewegte sich in den letzten Jahren im Bereich von 1,65 % – 1,82 %. Mit einer Kostenquote von 0,07 % TER ist der Vanguard S&P 500 UCITS ETF nicht nur einer der größten ETFs, sondern auch eines der günstigsten Anlageprodukte.

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iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (ISIN: DE0002635307)

Der iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF gehört zu den beliebtesten Anlageprodukten für den europäischen Aktienmarkt. Der ausschüttende ETF mit 0,20 % TER Kosten enthält über 600 Positionen. Seit seiner Auflage hat der ETF eine Rendite von knapp unter 6 % erzielt. Mit dieser jährlichen Performance muss er sich den anderen ETFs in dieser Vorstellung geschlagen geben. Im iShares STOXX Europe 600 ETF befinden sich die 600 größten Aktien aus den europäischen Volkswirtschaften. Ausschlaggebendes Kriterium für die Zusammenstellung ist die Marktkapitalisierung des Freefloats der Aktien. Die Ausschüttungsrendite beträgt in diesem Jahr voraussichtlich 2,73 %. 2017 lagen die Ausschüttungen des ETFs über 4 %.

iShares MSCI World UCITS ETF (ISIN: IE00B0M62Q58)

Der iShares MSCI World UCITS ETF gehört wohl zu den beliebtesten Exchange Traded Funds der Welt. Für viele Anleger gelingt der Einstieg in die Aktienmärkte mit einem ETF auf den MSCI World. Der iShares MSCI World UCITS ETF ist über 4 Milliarden Euro groß. Die Kosten des ausschüttenden ETFs liegen mit 0,5 % TER relativ hoch. Die durchschnittliche Jahresrendite seit der Auflage beträgt knapp unter 7 %. Wer viermal jährlich Ausschüttungen bekommen möchte und mit der durchschnittlichen Performance der weltweiten Aktienmärkte leben kann, macht mit dem iShares MSCI World ETF nichts falsch.

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iShares NASDAQ-100 UCITS ETF (ISIN: DE000A0F5UF5)

Wer in den letzten Jahren eine Top-Performance erzielten wollte, kam kaum an dem amerikanischen NASDAQ 100 vorbei. Der amerikanische Index ist der Outperformer der letzten Jahre. Der iShares NASDAQ 100 verbindet die überdurchschnittliche Performance mit vier Ausschüttungen pro Jahr. Seit seiner Auflage erzielte der ETF eine Jahres-Performance von ca. 15 %. Die Ausschüttungen bewegen sich jedoch unter der 1 %-Marke.

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SPDR S&P US Dividend Aristocrats UCITS ETF (ISIN: IE00B6YX5D40)

Der SPDR S&P Dividend Aristocrats ist ein ETF, der sich ideal für Anhänger der Dividendenstrategie eignet. Die Kostenquote befindet sich mit 0,35 % TER auf einem überschaubaren Niveau. Mit einer Fondsgröße von 1,861 Millionen Euro (Stand 09.09.2020) ist der ETF ein echtes Schwergewicht. Enthalten sind über 100 Unternehmen, die ihre Dividende in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gesteigert haben. Seit seiner Auflage konnte der SPDR S&P US Dividend Aristocrats UCITS ETF eine durchschnittliche jährliche Rendite von fast 13 % erzielen. Viermal jährlich gibt es eine Ausschüttung an die Anleger. Die kumulierte Ausschüttungsrendite beträgt im Jahr 2020 voraussichtlich 2,39 %.

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ausschüttungsintervall und Rendite?

Grundsätzlich gibt die Ausschüttungshäufigkeit keinen Aufschluss über die Rendite. Wenn ein ETF viermal pro Jahr an die Anleger ausschüttet, bewegen sich die einzelnen Beträge meist auf einem überschaubaren Niveau. Ein Vergleich der ETFs ist nur unter Berücksichtigung der kumulierten Jahresrendite möglich. Allerdings können sich häufiger ausschüttende ETFs positiv auf die Motivation der Anleger auswirken. Wer viermal im Jahr Rückflüsse seines Anlagevermögens zu sehen bekommt, investiert wohlmöglich weitere Summen, um den Cashflow dauerhaft zu erhöhen. Dies kann sich langfristig positiv auf die erzielte Rendite auswirken. Anleger sollten sich somit fragen, ob sie die zusätzliche Motivation von Ausschüttungen benötigen. Andernfalls ist die Ausschüttungshäufigkeit kein Kriterium, um die Entscheidung für einen bestimmten ETF zu treffen.

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