Ende einer 10-jährigen Schatzsuche: Medizinstudent findet Millionenschatz

Einem Medizinstudenten aus Michigan ist es gelungen, einen millionenschweren Schatz bestehend aus Goldnuggets, Edelsteinen und prä-kolumbianischen Artefakten zu bergen. Damit brachte er eine 10 Jahre andauernde Schatzsuche, die von einem verstorbenen Kunsthändler angestoßen worden war, erfolgreich zum Abschluss.
Das Ende einer langen Suche

Am 6. Juni entdeckte der 32-jährige Medizinstudent Jack Stuef, einen Schatz im Wert von rund 2 Millionen Dollar. Neben Gold und Edelsteinen enthielt dieser auch eine Reihe wertvoller historischer Artefakte. Das Besondere an dem Schatz waren jedoch nicht unbedingt seine Inhalte, sondern die Umstände, welche zu der ursprünglichen Suche nach ihm und seiner letztendlichen Entdeckung führten.

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Zehn Jahre lang suchten Menschen quer über die Vereinigten Staaten verstreut nach dem Schatz. Dem Vernehmen nach verloren mindestens fünf Schatzsucher dabei ihr Leben und im Laufe der Jahre kam es zu mehr als einem Rechtsstreit. Auslöser für all dies war ein Mann namens Forrest Fenn.
Die Hinterlassenschaft eines Kunsthändlers

Die Geschichte hinter dem Schatz nahm im Jahre 1988 ihren Anfang. Forrest Fenn war ein US-amerikanischer Kunsthändler und Autor. Im Alter von 57 Jahren diagnostizierten Ärzte bei ihm ein Krebsleiden. Daraufhin entschloss er sich, der Nachwelt etwas ganz Besonderes zu hinterlassen. Er füllte eine bronzene Schatzkiste mit Goldstücken, Münzen, Edelsteinen, diversen Schmuckstücken und einer Flasche mit seiner Autobiografie. Seine Absicht war es, die Kiste zu vergraben und anschließend in einem selbst verfassten Rätsel Hinweise zu verstecken, die es ermöglichen würden, diese zu finden.

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Allerdings sollte ein glücklicher Umstand Fenn einen Strich durch die Rechnung machen. Entgegen seiner ursprünglichen Annahme überlebte er seine Krebserkrankung. Dennoch war er von seiner Idee dermaßen angetan, dass er sie nicht vollkommen beiseite legen wollte. 2010 entschloss er sich schließlich, seinen Plan endlich in die Tat umzusetzen.

Er vergrub die Kiste mit dem Schatz in den Rocky Mountains im US-Bundesstaat Wyoming. Gleichzeitig veröffentlichte er seine Memoiren, in denen er in Versform kryptische Hinweise über das Versteck des Schatzes offenbarte. Es sollte der Beginn einer beispiellosen Schatzjagd werden.
Den Hinweisen auf der Spur

Die Geschichte über einen vergrabenen Schatz sollte sich schnell verbreiten. Im Laufe der Jahre gab Fenn stückweise weitere Hinweise preis. So verriet er, dass sich der Schatz an einem Ort befinden würde, an welchem sich Fenn selbst hätte vorstellen können zu sterben, als er 1988 von seiner Krebsdiagnose erfahren hatte. 2013 stellte er wiederum klar, dass der Schatz rund 1500 Meter über dem Meeresspiegel versteckt sei und nicht unterhalb von Menschenhand errichteter Strukturen liege.

Im Laufe der Zeit schlossen sich Tausende von Schatzjägern der Suche nach Fenns Schatz an. Es wurde eigens eine Webseite eingerichtet, auf welcher Fortschritte bei der Jagd gesammelt wurden. Allerdings sollte die Suche schon bald unerwünschte Folgen haben. So vermutete jemand den Schatz auf einem Friedhof und hob kurzerhand ein Grab aus, woraufhin er von der Polizei festgenommen wurde.
Die Gefahren der Schatzsuche

Fenn selbst hatte einmal gesagt, er wolle die Leute mit seiner Schatzsuche dazu bewegen, sich wieder stärker der Natur zuzuwenden und mehr Zeit in der Wildnis zu verbringen. Nachdem seine Hinweise verdeutlicht hatten, dass der Schatz irgendwo in den Rocky Mountains verborgen sein müsse, strömten auch tatsächlich zahlreiche Schatzjäger in die entlegene Bergregion.

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Dies sollte sich jedoch schon bald als gefährliches Unterfangen erweisen. Über die Jahre hinweg verloren mindestens fünf übermütige Schatzsucher ihr Leben. Aufgrund ihrer enormen Ausdehnung liegen zahlreiche Gegenden innerhalb der Rocky Mountains fernab der Zivilisation. Zudem sind Bergregionen seit jeher für ihre plötzlichen Wetterumschwünge bekannt.

2017 forderte der Polizeichef von New Mexico Forrest Fenn dazu auf, die Schatzsuche abzubrechen, nachdem immer wieder unvorsichtige Menschen aus der Wildnis im nördlichen Teil des US-Bundesstaates gerettet werden mussten. Gleichzeitig wurden diverse Gerichtsverfahren angestrengt, in denen Fenn eine Mitschuld am Tod mehrerer Schatzsucher gegeben wurde. Der Kunsthändler und Autor selbst äußerte sein Bedauern über die tragischen Vorfälle, weigerte sich jedoch, die Position des Schatzes preiszugeben.
Der glückliche Finder tritt auf den Plan

Es war im Jahr 2018 als der Medizinstudent Jack Stuef schließlich auf die Schatzsuche aufmerksam wurde. Gegenüber dem Magazin Outside gestand Stuef, dass er sofort von der Idee des Schatzes begeistert war, als er die Geschichte zum ersten Mal vernommen hatte. Er begann damit, sich auf alle verfügbaren Hinweise zu stürzen und verbrachte dabei jeden Tag mehrere Stunden damit, über das mögliche Versteck des Schatzes nachzudenken.

Als Grund für seine schnelle Begeisterung gab Stuef die TV-Serie „Push, Nevada“ an, welche er in seiner Kindheit verfolgt hatte. Darin wurde Zuschauern die Gelegenheit geboten, ein Rätsel aus dem echten Leben zu lösen und einen Preis im Wert von einer Million Dollar zu gewinnen. Nun hatte Stuef eine waschechte Schatzjagd vor sich, bei welcher feststand, dass es den Schatz auch wirklich gab.

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Des Rätsels Lösung

Am 6. Juni 2020 sollte es Jack Stuef schließlich gelingen, den Schatz aus seinem Versteck in den Rocky Mountains zu bergen. Er informierte daraufhin umgehend die Familie von Forrest Fenn. Alle Beteiligten einigten sich darauf, die Tatsache, dass der Schatz gefunden worden war, unverzüglich zu veröffentlichen. Stuefs Identität sollte jedoch ein Geheimnis bleiben.
Allerdings sollte sich dies bereits nach kurzer Zeit als schwierig erweisen. Schon kurz nachdem bekannt geworden war, dass es jemandem gelungen war, den Schatz zu finden, begannen verschiedene Schatzsucher damit, sowohl Fenn selbst als auch den mysteriösen Finder zu verklagen. Manche argumentierten, dass sie selbst kurz davor gestanden hatten, den Schatz zu finden und man ihnen die Hinweise „gestohlen“ hätte. Im Dezember sah sich Jack Stuef schließlich in Anbetracht eines anstehenden Gerichtsverfahrens dazu genötigt, seine Identität preiszugeben.

Forrest Fenn selbst verstarb am 7. September 2020, drei Monate nachdem sein Schatz gefunden worden war, im Alter von 90 Jahren. Jack Stuef hatte daraufhin anonym eine Nachrede auf den Kunsthändler und Autor verfasst.

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