Neues Schwergewicht am europäischen ETF-Markt: Lyxor-Kauf durch Amundi ist fix

Amundi und Société Générale haben am Freitag bekannt gegeben, den Rahmenvertrag für die Übernahme von Lyxor durch Amundi unterzeichnet zu haben. Damit steht der Bildung eines neuen Riesen auf dem europäischen ETF-Markt nun nichts mehr im Weg.

Es war bereits seit Langem bekannt gewesen, dass Amundi Interesse am Kauf des Konkurrenten Lyxor gehabt hat. Diesen April hatte man schließlich offiziell die Aufnahme von Gesprächen zwischen Amundi und der Lyxor-Mutter Société Générale bekannt gegeben.

Nun scheinen diese Verhandlungen bereits schneller als zuvor erwartet zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen zu sein. Demnach einigte man sich darauf, den Deal noch vor Jahresende zum Abschluss zu bringen. Zuvor waren Experten noch davon ausgegangen, dass die Übernahme von Lyxor durch Amundi erst im Frühjahr 2022 vonstattengehen würde.

Neben Amundi hatte noch der Vermögensverwalter State Street Interesse an einem Kauf von Lyxor gehabt. Trotz laut eigenen Angaben fortgeschrittenen Verhandlungen mit SocGen hatte State Street letztlich jedoch einen Rückzieher gemacht. Die Übernahme soll Amundi dem Vernehmen nach 825 Millionen Euro kosten.

Neue Nummer 2 in Europa

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Amundi ist bereits jetzt der größte Vermögensverwalter auf dem europäischen Festland. Insgesamt rund 1.800 Milliarden Euro an Anlegervermögen verwalten die Franzosen derzeit. Der größte Teil davon steckt in Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren. Im Bereich der ETFs liegt Amundi jedoch aktuell noch deutlich hinter der Konkurrenz. Dies wird sich durch die Übernahme von Lyxor nun jedoch ändern.

Lyxor verwaltet mit seinen ETFs derzeit 77 Milliarden Euro an Anlegervermögen. Durch die Übernahme der Lyxor-ETFs wird das gesamte Fondsvolumen der Amundi-ETF-Sparte auf gut 142 Milliarden Euro steigen.

Damit wird Amundi nun zur Nummer 2 in Europa für börsengehandelte Indexfonds aufsteigen. Bisher hat diesen Platz die Marke Xtrackers des deutschen Vermögensverwalters DWS inne. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt jedoch weiterhin iShares – die ETF-Marke des US-amerikanischen Vermögensverwalters BlackRock.

Was die Fusion für Anleger bedeuten wird, lässt sich derzeit noch nicht mit Sicherheit sagen. Bei den ETFs von Amundi und Lyxor gibt es durchaus einige Überschneidungen. In Zukunft dürften daher einige Verschmelzungen einzelner ETFs wahrscheinlich sein. Gleichzeitig könnte das dadurch ansteigende Fondsvolumen jedoch auch dazu führen, dass die laufenden Kosten (TER) bei einigen Fonds sinken.

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Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. ETFs, Aktien und Kryptowährungen sind seine Leidenschaft.

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