Sie trauen sich nicht an ETFs? Hier sind 9 Argumente!

Für viele Privatpersonen ist die Börse mit negativen Emotionen verbunden. Egal, ob nun durch das Lesen der Nachrichten oder durch eigene schlechte Erfahrungen; viele Anleger würden sich am liebsten einfach von der Börse fernhalten. Dabei hat wissenschaftlich korrektes Investieren eigentlich gar nichts mit Spekulation, großem Risiko oder vielen anderen Dingen zu tun, die regelmäßig durch die Presse gehen. Gerade mit Indexfonds, sogenannten ETFs, können Privatanleger bequem in die Börse einsteigen. Wenn Sie sich bisher noch nicht an ETFs getraut haben, dann möchten wir Sie mit diesem Artikel dazu inspirieren Ihre Investorenkarriere zu beginnen.
1) Sie haben keine andere Wahl

Auch wenn es vielleicht hart klingt: Sie haben eigentlich gar keine andere Wahl, als sich mit dem Thema Investment zu beschäftigen. Die niedrigen Zinsen und die mangelnden Alternativen zur Geldanlage zwingen fast jeden Privatanleger dazu, sich mit der Börse zu befassen. Selbst wenn Sie von sich behaupten, dass Geld ihnen eigentlich gar nicht wichtig ist und sie keine größeren finanziellen Ziele im Leben haben, müssen Sie spätestens beim Thema Altersvorsorge auf das Investieren zurückgreifen. Bei der aktuellen Zinslage müssten die meisten Menschen mehr als 1.000 € monatlich sparen, nur um ihren aktuellen Lebensstandard halten zu können.

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Dass dieses Vorhaben utopisch ist, muss nicht diskutiert werden. Der gleiche Anleger könnte mit einem breit gestreuten Investment in Indexfonds ein ähnliches Ergebnis erzielen, selbst wenn er nur 150€ monatlich bei Seite legt. Auch wenn es jetzt möglicherweise so klingt; wir möchten Ihnen keine Angst vor der Zukunft machen, sondern geben nur wider, worüber sich Wissenschaftler und Finanzmathematiker schon seit Jahren einig sind.

2) Sie müssen an der Börse nicht spekulieren

Vor allem in Deutschland wird die Börse mit Spekulationen verbunden. Natürlich gibt es die Möglichkeit, an der Börse zu spekulieren und dabei auch jede Menge Geld zu verlieren. Es geht aber auch anders. Wer sich an die Grundregeln des Investierens hält, minimiert sein Verlustrisiko und kann trotzdem ordentliche Renditen erzielen. Dabei ist es eigentlich nur wichtig sich an zwei einfache Regeln zu halten.

1. Laufzeit
Planen Sie für Ihr Investment immer eine ausreichende Laufzeit ein. Reine ETF-Investments sind bei einer Laufzeit von weniger als 10 Jahren mit einem hohen Risiko verbunden. Legen Sie ihr Geld allerdings für mehr als 20 Jahre an, hätten Sie in den letzten 50 Jahren, zumindest bei einem weltweiten Investment, niemals Verluste eingefahren.

2. Streuung
Eine alte Börsenweisheit empfiehlt, nicht alle Eier in einen Korb zu legen. Wer in viele verschiedene Branchen und Länder investiert, senkt das Risiko für Verluste und erhöht die Wahrscheinlichkeit, gute Gewinnchancen nicht zu verpassen. Das es diesen positiven Effekt tatsächlich gibt, ist auch wissenschaftlich nachgewiesen.

3) Sie schaffen Arbeitsplätze mit Ihrem Geld

Als Aktienbesitzer sind Sie Teilhaber des ausgebenden Unternehmens. Das bedeutet, dass Sie tatsächlich Mitbesitzer einer großen Firma sind, die mit Ihrem Geld arbeitet. Viele Menschen beschreiben Aktien als etwas Abstraktes und nicht Greifbares. Dieses Bild möchten wir hier ein wenig korrigieren. Denn mit einem Investment an der Börse – dabei spielt es keine Rolle, ob sie dies nun über Einzelaktien oder einen ETF tätigen – ist immer direkt mit der realen Wirtschaft verbunden. Möglicherweise kennen Sie die Fernsehshow „Die Höhle des Löwen“. Bei einem Aktienkauf sind Sie einer der Investoren und geben den realen Geschäftsideen aus der Wirtschaft die nötigen finanziellen Mittel, um Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Liegt Ihr Geld auf der Bank, geben Sie es dadurch meistens dem Staat. In einem Versicherungsmantel investieren Sie faktisch auch in die Wirtschaft, allerdings eben nur in dieses eine Versicherungsunternehmen. Sie sehen also: Investments in ETF sind nichts abstraktes, sondern ein ganz normaler Part des Wirtschaftskreislaufs.

4) Investieren ist mit wenig Aufwand verbunden

Gemessen daran, wie viel Ertrag Sie aus solchen Investitionen bekommen können, ist der Aufwand des Investierens relativ gering. Natürlich müssen Sie sich am Anfang ein wenig mit dem Markt beschäftigen und die Grundregeln der Börse verstehen. Wenn Sie das allerdings einmal getan haben, Können Sie ihre Geldanlage ganz entspannt neben Ihrem normalen Leben laufen lassen. Es reicht in der Regel völlig aus, wenn Sie sich einmal jährlich mit ihrer Geldanlage beschäftigen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie von Anfang an alles richtig machen. Wenn Sie natürlich selbst einzelne Unternehmen und Titel auswählen wollen und diese auch selbst verwalten möchten, ist das ganze beinahe ein Vollzeitjob.

Das Interesse an der Börse und dem Aktienmarkt hält sich bei den meisten Anlegern in Grenzen. Daher ist es für viele Privatpersonen besser, in ETF zu investieren. Bei dieser Strategie muss der Anleger ein einziges Mal seine Investmentstrategie auswählen und kann sich danach entspannt zurücklehnen. Die Auswahl der einzelnen Titel erfolgt automatisch anhand eines Index und bedarf keinerlei Korrekturen durch den Anleger.

5) ETFs sind günstiger als viele Alternativen

In Zusammenhang mit der Börse wird auch viel über das Thema Kosten geredet. Insbesondere Fondsmanager sind dabei ein beliebtes Angriffsziel. Sie würden sich zu viel von den Gewinnen abschneiden und damit dafür sorgen, dass sich die Investments nicht lohnen. Diese Aussage ist so auch definitiv nicht falsch. Es gibt aber auch die Möglichkeit zu investieren, ohne dass ein Fondsmanager das Geld verwaltet und sich Teile des Gewinns abschneidet. Bei einem ETF gibt es einen solchen Manager nicht. Daher sind sogenannte passive Strategien mit ETF auch deutlich kostengünstiger als aktive Anlagestrategien.
Die Wissenschaft hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll nachgewiesen, dass ETF nicht schlechter rentieren, als aktiv gemanagte Fonds. Selbst Alternativen mit festgeschriebenen Zinsen, wie beispielsweise die Kapitallebensversicherung oder Bausparverträge, sind häufig teurer als ETF. Bei einem Bausparvertrag fallen in der Regel Kosten in Höhe von einem Prozent der Bausparsumme an. Das entspricht effektiven Kosten von 1,5 – 2 %. Einen ETF erhalten Sie bereits ab einer Kostenquote von 0,2 %.

6) Sie müssen nicht ausschließlich in Aktien investieren

Die meisten Anleger gehen davon aus, dass an der Börse ausschließlich in Aktien investiert werden kann. Wäre dem so, würde das natürlich erhebliche Risiken mit sich bringen und Kapitalmarktinvestments für viele Anleger unattraktiv machen. Wer nicht langfristig investieren will, sondern schnell Vermögen aufbauen möchte, um einige Jahre später die Hypothek auf sein Haus abzuzahlen, der braucht sichere Alternativen. Diese Alternativen gibt es am Kapitalmarkt in Form von Anleihen. Anstatt Teile eines Unternehmens zu erwerben und an deren gewinnen beteiligt zu werden, können Sie, wie es Banken auch tun, Geld an Unternehmen und sogar Staaten verleihen.

Die Zinsen auf diese Investments sind festgeschrieben und vergleichsweise sicher und werden, unabhängig von der Entwicklung am Kapitalmarkt, ausgezahlt, solange die beliehenen Staaten und Unternehmen nicht pleite gehen. Mit einer Kombination aus Anleihen und Aktien können Portfolios so gestaltet werden, dass sie für Anleger mit kurzfristigeren Investmentzielen geeignet sind.

7) Sie minimieren das Risiko für Ihr Eigenheim

Sie werden sich jetzt sicher fragen, was der Aktienmarkt mit Ihrem Eigenheim zu tun hat. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Börsenweisheit, die vorhin angesprochen wurde. Nicht alle Eier in einen Korb legen. Auch wenn Sie das vielleicht nicht so sehen, ist das Eigenheim ein Investment und muss auch so bewertet werden. Viele Eigenheimbesitzer haben ihr komplettes Vermögen in dem Objekt angelegt. Man könnte also sagen, dass sie alles in ein einziges Unternehmen investiert haben und somit die schlecht möglichste Diversifikation für ihre Geldanlage ausgewählt haben. Mit einem ETF-Portfolio können Sie dieses sogenannte Klumpenrisiko deutlich puffern. Während Sie Ihre Hypothek abzahlen, erwerben Sie immer mehr Anteile an Ihrem Eigenheim. Wenn Sie sich parallel dazu ein ETF-Portfolio aufbauen, welches den gleichen Wert wie die erworbenen Anteile des Eigenheimes hat, können Sie dieses Risiko halbieren.

8) Sie haben Zugang zur langfristigen finanziellen Unabhängigkeit

Wenn Sie nicht zu den wenigen Menschen zählen, die extrem gut verdienen oder viel Geld geerbt haben, ist der Kapitalmarkt der einzige Zugang, um finanziell frei zu werden. In der aktuellen Niedrigzinspolitik haben Sie keine Möglichkeit mit sicheren Anlagealternativen eine Rendite zu erzielen, die höher liegt als die Inflation. Durchschnittliche weltweite Aktieninvestments haben über die vergangenen 50 Jahre eine Rendite zwischen 6 und 8 % jährlich erzielt.

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Das ist keine Garantie dafür, dass es immer so weitergeht, aber ein guter Anhaltspunkt. Mit einer Investition von nur 200€ monatlich hätten Sie auf diesem Wege über eine Laufzeit von 40 Jahren ein Vermögen von fast 500.000€ aufgebaut. Keine Immobilie, keine Lebensversicherung und kein Festgeldkonto hätte es Ihnen ermöglicht, eine solche Summe anzusparen. Wie bereits vorhin erwähnt, müssen Sie, wenn Sie Ihren Lebensstandard halten wollen ohne bis an Ihr Lebensende zu arbeiten, ein Vermögen in dieser Höhe aufbauen.

9) Sie investieren sowieso in die Wirtschaft, ob Sie wollen oder nicht

Eine spannende Frage beim Thema investieren ist immer: Was ist die Alternative? Die erste Möglichkeit mit dem Geld umzugehen, ist die des Konsums. Als Konsument können Sie ihr Geld sofort verbrauchen. Es fließt zu dem Unternehmen, welches das Produkt oder die Dienstleistung angeboten hat , welche Sie konsumieren. Somit könnte man Konsum auch als Investition in die Wirtschaft definieren. Aber auch beim Thema Sparen und Geldanlage werden Sie immer in die Wirtschaft investieren. Die Frage ist nur, wie viel Sie persönlich von diesem Investment haben.

Wie die Geldanlage in ETF funktioniert, haben wir nun ausreichend erläutert, aber was passiert mit Ihrem Geld eigentlich, wenn Sie es auf dem Girokonto liegen lassen oder es in eine Versicherung investieren? Die Antwort: Das gleiche! Die Unternehmen, die das Geld verwalten, investieren es breit gestreut in die Wirtschaft, behalten einen Teil der Gewinne ein und speisen Sie dann mit dem Rest ab. Unter dem Strich kann man also sagen: Egal wo und wie Sie Ihr Geld investieren, Am Ende des Tages wird es immer irgendwo im Wirtschaftskreislauf landen. Der einzige Unterschied liegt darin, wie viel Sie von dem großen Kuchen der Wirtschaft abbekommen.


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