Sind junge Online-Anleger gerade dabei Warren Buffett zu schlagen?

Nachdem die Aktien vieler Fluggesellschaften im Zuge der Krise in ein tiefes Tal gestürzt waren, entschied Star-Investor Warren Buffett, sich von all seinen Beteiligungen in der Luftfahrtbranche zu trennen. Zur gleichen Zeit stiegen jedoch vor allem Junganleger, welche durch Online-Broker wie Robinhood erstmals in Kontakt mit der Börse gekommen waren, massiv in Airline-Aktien ein. Nun scheint eine baldige Erholung der Luftfahrtbranche möglich. Haben die Börsenneulinge ein besseres Gespür gehabt als der legendäre Buffett selbst?
Buffett trennte sich von sämtlichen Airline-Beteiligungen

Selbst, als sich bereits abzeichnete, dass die Pandemie die Luftfahrtbranche in eine schwere Krise stürzen würde, hatte Warren Buffett noch vollmundig versprochen, nicht von seinen Beteiligungen bei den verschiedenen US-amerikanischen Airlines abrücken zu wollen. Anfang Mai verkündete das Orakel von Omaha dann jedoch plötzlich eine vollkommene Kehrtwende. Nun hatte sich Buffett doch von sämtlichen Airline-Aktien getrennt. Da sich die entsprechenden Kurse zu dem Zeitpunkt immer noch im Tal befanden, musste Buffett einen gehörigen Verlust hinnehmen.

ℹ️ Auch interessant: Warren Buffett kauft erstmals seit Ausbruch der Pandemie wieder Aktien

Das Ganze war für ihn vermutlich umso bitterer, da er über viele Jahre hinweg für seine ablehnende Haltung gegenüber der Luftfahrtbranche bekannt war. So stieg er erst 2016 ein, nachdem sich die Bedingungen für ihn und andere Investoren grundlegend geändert hatten. Zu dieser Zeit konnte Buffett jedoch noch nicht ahnen, was vier Jahre später auf ihn und die gesamte Weltwirtschaft zukommen sollte.

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Junge Anleger strömen vermehrt an den Markt

Seit Beginn der Krise verzeichneten vor allem die flexiblen Online-Broker einen großen Andrang von Neukunden. Vielfach handelte es sich dabei um junge Menschen, welche zuvor noch nie mit Wertpapieren gehandelt hatten. Schnell wurden die jungen Neuankömmlinge von erfahrenen Analysten als übermütig und ahnungslos abgestempelt. Viele Profis waren der Meinung, für die jungen Anleger sei das Auf und Ab an den Börsen lediglich ein Spiel.

Allerdings erwiesen sich viele der am meisten von diesen Anlegern erworbenen Aktien in den folgenden Monaten als wahre Renner. Hierzu gehörten vor allem die Aktien der großen Tech-Unternehmen sowie Anteile vom Börsensenkrechtstarter-Tesla.

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Airline-Aktien sind gefragt

Überaschenderweise erfreuten sich jedoch auch die Aktien vieler Airlines bei diesem jungen Klientel einer besonders hohen Beliebtheit. Der Run auf Airline-Aktien setzte dabei bereits ein, bevor die großen Indizes ihre Talsohle erreicht hatten. Selbst nachdem Warren Buffett verkündet hatte, sich von all seinen Beteiligungen getrennt zu haben, tat dies der Nachfrage keinen Abbruch. Die Zahl der Accounts beim Online-Broker Robinhood, welche Airline-Aktien im Depot halten, ist seit Beginn des Jahres um das 1200-Fache angestiegen. Auch in Deutschland gingen die Kundenzahlen bei Brokern wie Trade Republic*, Smartbroker* oder der Consorsbank* stark nach oben.

Wie sich mittlerweile herausstellt, könnte der Optimismus vieler Online-Anleger tatsächlich durchaus begründet gewesen sein. Seit der Talsohle im März hat sich der NYSE Arca Airline Index um rund 45 Prozent erholt. Die Kurse der einzelnen Airline-Aktien befinden sich nun allesamt über dem Kurs, zu welchem Buffett sich von ihnen getrennt hatte.

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Wer behält recht?

Zahlreiche Analysten sind der Ansicht, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis bei den Airlines wieder eine signifikante Erholung eintritt. Star-Investor Bill Miller ist der Ansicht, dass jeder, der keine Airline-Aktien in seinem Depot halte, eine Wette gegen einen möglichen Impfstoff eingehe. Es wird gemeinhin angenommen, dass die weitere Ausbreitung des Coronavirus über kurz oder lang eingedämmt werden kann. In dem Fall dürften Anleger, welche Aktien von Fluglinien halten, zu den großen Profiteuren zählen. Dies wären in dem Fall zahlreiche Millennials und nicht Warren Buffett.

Buffetts Strategie war es von jeher, nicht auf zukünftige Kursschwankungen zu spekulieren, sondern auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens bzw. der zugrunde liegenden Branche zu achten. Vielleicht war Buffett schlicht zu dem Schluss gekommen, dass viele Airlines selbst bei einer schnellen Erholung nicht mehr so leicht aus ihrer derzeitigen Schieflage würden kommen können.

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Ferner lässt sich derzeit nicht eindeutig sagen, wie schnell eine wirksame Impfung zur Verfügung stehen wird. Sollte es zu einer sich verstärkenden zweiten Welle kommen, könnte sich die leichte Erholung bei den Passagierzahlen schnell wieder in Luft auflösen. In dem Fall hätte Buffett doch recht behalten und viele der Börseneinsteiger müssten gehörig Lehrgeld zahlen.

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