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Steht Krypto-Mining vor dem aus?
Steht Krypto-Mining vor dem aus?
Simon Feldhusen

Simon Feldhusen

Profi Investor

Steht-Krypto-Mining-vor-dem-aus

Steht das Krypto-Mining nun durch den Ethereum Merge vor dem aus? Oder besteht für den Nachfolger ETHPoW oder den Vorgänger ETC jetzt aufgrund der Vorteile des Krypto-Minings und dem verhältnismäßig niedrigen Preis nun ein besonders großes Potenzial? Werden sich nun auch andere Kryptowährungen dem Kurs anschließen oder war es möglicherweise ein Fehler von Ethereum? Erfahre jetzt dies und alles über die Zukunft des Krypto-Minings in dem folgenden Artikel!

Wofür gibt es Krypto-Mining und wie funktioniert es?

Die digitalen Transaktionen von Kryptowährungen werden nicht mehr in physischen Büchern verwaltet, sondern in einer Blockchain. Für die Verifizierung dieses Datenaustausches können unterschiedliche Konsensusverfahren verwendet werden.

Miner nutzen je nach Kryptowährung unterschiedliche Algorithmen, wie beispielsweise EThash von den bisherigen ETH-Schürfern. Allerdings können nicht alle Miner jeden Coin schürfen. So sind sogenannte ASIC-Kryptominer lediglich auf einen einzigen Algorithmus spezialisiert und beschränkt. Im Kontrast dazu stehen Grafikkarten, welche flexibel auch viele andere Coins schürfen können.

In diesem Zusammenhang muss von den Krypto-Minern ein Rechenproblem gelöst werden, wobei der Erste dann die Belohnung erhält. Dabei kann das Mining mit genügend Rechenleistung entweder vollständig allein oder mit anderen zusammen mithilfe eines Mining-Pools vollzogen werden. Im letzteren Fall erhältst du dann anteilig deiner beigesteuerten Leistung einen entsprechenden Anteil von der Belohnung.

Lohnt sich das Krypto-Mining noch?

Lohnt-sich-das-Krypto-Mining-noch

Mit den nötigen Anleitungen und etwas Geduld kannst du dir auch ein eigenes System zusammenstellen oder stattdessen einen Kryptominer in Länder mit niedrigen Stromkosten mieten. In manchen Fällen sind die Kosten für das Leihen allerdings höher, als wenn du die Coins direkt gekauft hättest. Insbesondere bei privaten Anbietern ist dies meist der Fall.

Wenn du dich für das Mining entscheidest, solltest du jedoch auf Plattformen wie Whattomine nach den täglichen Vergütungen Ausschau halten. In diesem Zusammenhang sollte auch das Kurssteigerungspotenzial sowie das Risiko durch eine höhere Volatilität bei neuen Projekten mit besonders rentablen Schürfangeboten beachtet werden.

Darüber hinaus müssen auch die Stromkosten und die Wärmeentwicklung berücksichtigt werden. So lohnt es sich in Deutschland aktuell mit den höchsten Strompreisen der Welt nicht mehr Coins zu schürfen, höchstens wenn man im Winter eventuell die gestiegen Energiekosten durch den Heizungsersatz in Form des Miners dagegen rechnet.

Allerdings sind ebenso die Stromkosten durch die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg und der Inflation stärker gestiegen. Womit der Faktor mit der Heizkostenersparnis zumindest wieder etwas nivelliert wird.

Bezüglich der Wärme solltest du einen Miner am besten auch nicht im Hochsommer in der Wohnung platzieren. Ansonsten kannst du bei dir rund um die Uhr Temperaturen von 40 – 44 °C erleben, wobei dies besonders in der Nacht sehr anstrengend sein kann.

Ethereum Merge von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake

Ethereum-Merge-von-Proof-of-Work-auf-Proof-of-Stake

Am 15.09.2022 wurde nun endlich der Ethereum Merge vollzogen. Somit hat das Netzwerk den Umstieg von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake endlich erfolgreich vollzogen. Daher ist nun auch das Mining von ihr mit herkömmlichen Grafikkarten obsolet geworden.

Das PoS-Konsensusverfahren soll dabei eine höhere Sicherheit als PoW sicherstellen. Darüber hinaus benötigt das klassischen Proof-of-Work sehr viel mehr Energie und wird daher in Anbetracht des Pariser Klimaabkommens immer uninteressanter, sofern keine bessere Leistung geboten wird.

Durch die benötigte Rechenleistung bei den Transaktionen fallen meist auch höhere Gebühren an. So wie es bei Ethereum der Fall war. In diesem Zusammenhang sind selbst bei niedrigen Beträgen in der Hauptverkehrszeit Gas-Gebühren von rund 17 € entstanden, wobei sie für höhere Transaktionssummen nicht mehr sind.

Dennoch war somit das Netzwerk vor allem für Mikrotransaktionen, wie sie für GameFi benötigt werden, uninteressant und nicht haltbar. Ein weiterer wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang lag in dem niedrigen Datendurchsatz und langsamen Transaktionsgeschwindigkeit. Auch diese wurde durch die Umstellung auf PoS nun endlich behoben.

Darüber hinaus wird aber auch einer der Ursprungsgedanke von Blockchains mit PoS besser repräsentiert. Denn die Validatoren beziehen sich nun nicht mehr nur auf einen kleinen Kreis von Minern mit großer Haschpower.

Stattdessen kann jeder selbst schon mit einer geringen Anzahl an Coins das Netzwerk absichern und somit Belohnungen aus den Transaktionsgebühren verdienen. Aus diesem Grunde kann auch eine höhere Dezentralisierung erreicht werden, als es mit PoW der Fall ist.

Aber auch 51-%-Attacken sind nun nicht mehr möglich und die Wahrscheinlichkeit für Manipulationen sinkt ebenfalls. Denn jetzt müssten Hacker nicht mehr nur Energie für einen Angriff einsetzen, sondern Kryptowährungen. Sollten hingegen manipulative Daten gesendet werden, so müssen diese finanziellen Repressalien erleiden.

Vor- und Nachteile von PoW Krypto Mining im Vergleich zu PoS

Allerdings hat PoW nicht nur Nachteile, wenn sie doch auch stark überwiegen. Jedoch sind die wenigen Vorteile des Krypto-Minings deutlich weniger attraktiv als die Schattenseiten verheerend sind.

Demnach sehen die Chancen für PoW auf jeden Fall langfristig weniger gut aus. Dennoch ist es denkbar, dass einige Kryptowährungen noch daran festhalten. Schließlich können zumindest einige der Schwachstellen durch Workarounds umgangen werden.

Vorteile Nachteile
Schürfung anderer Coins teilweise möglich Hohe Energieineffizienz
Höhere Einstiegsbarriere für Neueinsteiger 51-%-Attacken vor allem bei wenig Minern möglich
Hacker benötigen meist sehr hohe Rechenleistung Technisches Know-how oder Partner benötigt
Bei wenig Minern höhere Renditen Hohe Stromkosten
Sichern PoW-Blockchain ab Investition in Hardware benötigt
Wärmeenergie kann recycelt werden Hohe Wärmeerzeugung
Treibt Halbleiterentwicklung voran Weniger dezentral als PoS
Schafft Arbeitsplätze Technischer Verschleiß
Teilweise sehr wechselhafte Belohnungen
Tendenziell Skalierungsprobleme
Belohnungen sinken bei mehr Minern, weil Schwierigkeit steigt
Gesetzliche Verbote möglich
Benötigt Lagermöglichkeiten
Direktinvestment in Coin manchmal günstiger
Grafikkarten verlieren an Profitabilität

Fortsetzung von Ethereum mit PoW

Fortsetzung-von-Ethereum-mit-PoW

Die bisherigen Ethereum-Miner haben eine Woche vor dem Merge eine Hardfork vollzogen und wollen damit an dem alten Konsensusverfahren festhalten. In diesem Zusammenhang ist die neue Kryptowährung mit der Abkürzung ETHPoW entstanden. Somit gibt es nun neben Ethereum Classic und Ethereum noch eine weitere Variante. So ist auch der ETC weiterhin eine Alternative für die Krypto-Miner.

Jedoch ist der Kurs von ETHPoW von anfänglichen 118 € innerhalb von nur 11 Tagen auf 6,29 € und somit um fast 95 % gefallen. Ob der Coin dabei abseits der Einkommensquelle für die bisherigen Ethereum-Miner eine Daseinsberechtigung haben wird, bleibt abzuwarten. Allerdings zeigen die Reaktionen klare Indizien für eine Bevorzugung von PoS gegenüber dem Original. So ist zwar auch für ETC die Hashrate gestiegen, jedoch brach der Kurs ebenso ein wie andere Kryptowährungen.

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Simon Feldhusen

Simon Feldhusen

Profi Investor

Simon Feldhusen

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Bereits mit 18 Jahren kam ich das erste Mal mit der Börse in Berührung und beschäftige mich seit mehr als 6 Jahren täglich mit den Finanzmärkten, Wirtschaft und Politik sowie Unternehmertum.
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