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Suse IPO – Wird der Börsengang des Linux-Anbieters ein Erfolg?
Suse IPO – Wird der Börsengang des Linux-Anbieters ein Erfolg?
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Florian Schulze Investor shield

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Am 19. Mai ist es so weit. Dann geht mit Suse der Anbieter der beliebten Windows-Alternative Linux in Frankfurt an die Börse. Jetzt steht auch die Preisspanne fest, mit welcher der Software-Anbieter sein Börsendebüt feiern wird. Wird der Suse IPO ein Erfolg?

Die Preisspanne für die neuen Aktien wird zwischen 29 und 34 Euro liegen. Die voraussichtliche Marktkapitalisierung von Suse soll zwischen 4,9 und 5,7 Milliarden Euro liegen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitgeteilt hatte. Auf 31,9 bis 41,1 Millionen soll sich die Zahl der neuen Aktien belaufen. Die genaue Höhe soll jedoch auch davon abhängen, ob Optionen ausgeübt werden.

Suse peilt an, dass nach dem Börsengang bis zu 26,5 Prozent der Aktien in den Streubesitz übergehen sollen. Gleichzeitig stehen bereits zwei künftige Großaktionäre fest. Der Singapurische Staatsfonds GIC und der US-Investor Capital Research haben sich bereiterklärt, Aktien im Wert von bis zu 360 Millionen Euro zu zeichnen.

Einnahmen aus Suse IPO sollen neues Wachstum ermöglichen

Von der erhofften Einnahmen werden zwischen 400 und 500 Millionen Euro für die Rückzahlung von Schulden verwendet werden. 2018 war der schwedische Finanzinvestor EQT in Suse eingestiegen und hatte dafür rund 2,5 Milliarden Euro gezahlt. Laut eigener Aussage plant EQT, einen Teil seiner Anteile zu verkaufen. Allerdings wolle man nach dem Börsengang auch weiterhin größter Anteilseigner an Suse bleiben.

Zwischen 500 und 600 Millionen Euro aus dem Börsengang sollen direkt an Suse gehen. Das Unternehmen plant, die Einnahmen für weiteres Wachstum zu nutzen. So seien zum einen weitere Zukäufe geplant, mit denen man sich strategisch besser aufstellen möchte. Bereits im vergangenen Jahr hatte man beispielsweise das kalifornische Unternehmen Rancher Labs übernommen.

Gleichzeitig peilt Suse jedoch auch ein stärkeres organisches Wachstum an. Unternehmenschefin Melissa Di Donato geht davon aus, dass der für Suse relevante Markt bis 2024 um 17 Prozent wachsen wird. Man selbst möchte dieses Wachstum übertreffen.

Mit Open-Source zum Erfolg

Da es sich beim Betriebssystem Linux um eine reine Open-Source-Software handelt, verdient Suse sein Geld nicht mit dem Verkauf von Softwarelizenzen. Stattdessen wird Linux ständig von vielen verschiedenen Entwicklern in Zusammenarbeit weiterentwickelt und kostenlos zur Verfügung gestellt.

Jedes Unternehmen kann sich daher dazu entscheiden, die entsprechende Software kostenlos herunterzuladen und für die eigenen Systeme zu verwenden. Die Suse-Mitarbeiter übernehmen dabei die Prüfung und Zertifizierung der Software und stellen sicher, dass diese beim Kunden stets auf dem neuesten Stand ist und einwandfrei funktioniert.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 konnte Suse einen Umsatz in Höhe von 503 Millionen Euro erzielen. Man konnte dabei im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 17 Prozent erzielen. Auch im ersten Quartal 2021 konnte man den Umsatz wiederum im gleichen Maße steigern. Die operative Umsatzrendite bewegte sich zuletzt bei rund 40 Prozent.

Lohnt sich der Einstieg in Suse?

Sollte der Suse IPO ein Erfolg werden, wäre es bereits der dritte Börsengang in Deutschland, welcher in diesem Jahr die Milliardengrenze überschreitet. Ende Januar war der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 mit einem Volumen von rund 1,8 Milliarden Euro an die Börse gegangen. Im März gelang der Vodafone-Tochter Vantage Towers eine 2,3 Milliarden Euro schwere Emission. Während die Aktien von Vantage Towers (ISIN: DE000A3H3LL2) derzeit knapp über dem Ausgabepreis notieren liegt der Kurs der Auto1-Aktie (ISIN: DE000A2LQ889) aktuell gut 20 Prozent über ihrem Ausgabepreis.

Bei Suse handelt es sich nun um einen richtigen Hidden Champion. Obwohl das Software-Unternehmen bei Verbrauchern weniger bekannt sein dürfte, umfasst der Kundenkreis von Suse zahlreiche namhafte Unternehmen wie Siemens, Airbus oder die Bundesagentur für Arbeit. Darüber hinaus greifen die zehn größten Autobauer der Welt allesamt auf die Dienste von Suse zurück. Auch fast alle großen Pharmaunternehmen weltweit zählen zu Suses Stammkunden und die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen.

Der Markt für Software-Lösungen wird in den kommenden Jahren noch weiter wachsen und Suse dürfte dabei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu den Profiteuren gehören. Insofern spricht in der Tat vieles dafür, dass die Suse-Aktie in Zukunft noch überzeugen könnte.

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

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Florian Schulze

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Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik. Als Investor hat er jahrelange Erfahrung mit Aktien, ETFs und Kryptowährungen gesammelt. Als Autor schreibt Florian u. a. auch für Coincierge und Kryptoszene.
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