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Terra Luna Relaunch – wie Phönix aus der Asche oder doch eher Rohrkrepierer?
Terra Luna Relaunch – wie Phönix aus der Asche oder doch eher Rohrkrepierer?

Miriam Weitz Investor shield

Profi Investor

Totgesagte leben länger oder eher: alles neu macht der Mai? Fakt ist: Terra ist zurück.Am vergangenen Samstag hat das Terra Team rund um den äußerst umstrittenen Grüner Do Kwon seine neue Blockchain Terra 2 gelauncht. Das neue Mainnet trägt übrigens den passenden Namen Phoenix 1.

  

Rückblick: Der beispielslose Absturz des einstigen Krypto Lieblingskindes

Doch wie kam es bei dem beständigen Top-Performer Terra eigentlich zu einem solchen Absturz? Immerhin lag der Kurs beim All Time High bei rund 120 Dollar – nur um dann beim Crash ins Bodenlose zu fallen.
Beim alten Terra – nennen wir es der Einfachheit halber mal so – handelte es sich um einen sogenannten Stablecoin. Dessen Wert ist an eine Fiat Währung gekoppelt (Fiat-Währung = normales Geld, also beispielsweise Euro oder US-Dollar). Der Terra Stablecoin UST war an den US-Dollar gekoppelt. Der USDT, also der Stablecoin von Tether, ist zum Beispiel durch physische Rücklagen abgesichert. Beim UST war das aber nicht so. Bei diesem Stablecoin wurde die Stabilisierung durch den Tausch von LUNA-Token erreicht. Hat man also den alten LUNA Token auf dem Terra-Station-Portal verkauft, wurden gleichzeitig UST geprägt und die dementsprechenden LUNA verbrannt und umgekehrt. Die beiden Währungen waren also eng miteinander verbunden.

Terra Luna

Doch die derzeitige Entwicklung auf dem Weltmarkt geht auch nicht spurlos an den Kryptowährungen vorüber. Im Zuge der Turbulenzen fiel der UST-Kurs auf 30 Cent. Als die Anleger dies realisierten, setzten die Panikverkäufe ein und die Marktkapitalisierung fiel von 18 Milliarden Dollar auf 5 Milliarden Dollar und darunter. Dadurch fiel der LUNA, auch weil immer mehr davon nachgeprägt werden musste, um den UST Kurs zu stabilisieren. Eine verhängnisvolle Kettenreaktion folgte, da die UST Verkäufe anhielten. Das Ergebnis kennen wir ja mittlerweile. Das einstige Kryptolieblingskind dümpelte irgendwo unter Ramschniveau und hatte dazu auch noch den restlichen Kryptomarkt ins Chaos gestürzt. Die alte Terra Blockchain wurde im Zuge dessen dann angehalten. Ach ja, sämtliche BTC Bestände wurden übrigens fast vollständig verkauft, um den UST wieder an den US-Dollar zu koppeln.

  

Alles neu? Alles besser? Alles Terra 2? Und was ist das mit Kursverlust?

Der Schöpfer von Terra Do Kwon glaubt(e) aber weiterhin an sein Projekt, während die leidgeprüften Anleger allmählich das Vertrauen verloren. Doch jetzt soll wohl alles besser werden. Bereits am vergangenen Mittwoch ging das Testnetzwerk an den Start, das Mainnet am darauffolgenden Samstag. Mit dem Relaunch wurde die alte Blockchain abgetrennt, das heißt, der alte Stablecoin ist damit Geschichte. Do Kwon hat also seinen Hardfork durchgezogen, obwohl der in der Community auf wenig Gegenliebe stieß.

Die neuen LUNA erreichten die Kleininvestoren per AirDrop. Insgesamt sind rund 210 Millionen der neuen Token verteilt worden. Anders als beim alten Luna wird es beim neuen Luna eine Obergrenze der Coins geben. Diese liegt bei einer Milliarde Token. Vielleicht kommt man jetzt ins Stutzen, wenn man diese Zahl liest. Schließlich sind nur 210 Millionen der neuen Token verteilt worden. Die restlichen Luna sollen nach und nach in den nächsten vier Jahren an die Holder ausgezahlt werden. Die Verteilung sieht übrigens folgendermaßen aus:

  • 25% gehen in den Gemeinschaftspool
  • 35% gehen an die LUNA Inhaber, die bereits vor dem Crash die Währung besessen haben (Pre-Attack)
  • 10% gehen an aUST, Inhaber (vor dem Crash) (Pre-Attack)
  • 10% gehen an die LUNA Inhaber, die erst nach dem Crash gekauft haben (Post-Attack)
  • 20% gehen an die UST-Holder, die nach dem Crash eingestiegen sind. (Post-Attack)
Kursverlust von knapp 80 Prozent

Kurz nach dem Start schoss der Kurs vom neuen Terra (LUNA) 940% nach oben – auf 19,54 US-Dollar – dann ging es wieder nach unten auf 3,54 US-Dollar. Bei einigen Investoren dürften da böse Erinnerungen wach geworden sein.
Mittlerweile ist der Kurs wieder etwas angestiegen und liegt aktuell bei 5,95 Euro (6,40 US-Dollar). Aktuell kommt Terra auf eine Marktkapitalisierung von rund 1,1 Milliarde Dollar und steht im Moment an der 50ten Stelle der wertvollsten Kryptonwährungen. Die Zahlen sind aber mit Vorsicht zu genießen, denn der Coin befindet sich immer noch in der Preisfindung.

  

Von Business as usual kann bei Terra 2 noch lange keine Rede sein

Zwar ist Terra 2 bei einigen großen Kryptobörsen gelistet, was von Do Kwon auch immer wieder fleißig per Twitter bekannt gegeben wurde, aber es gibt auch Anbieter, die vorsichtig sind. Bei Binance ist Terra (LUNA) zwar zu finden, wurde aber als Innovation kategorisiert. Darunter findet man neue Kryptowährungen, die äußerst volatil sind. Viele Verantwortliche scheinen aber erstmal abwarten zu wollen, wie es mit dem einstigen Krypto Überflieger weitergeht.

Zudem laufen die Ermittlungen der südkoreanischen Behörden weiter. Mittlerweile liegen Anzeigen von 78 Geschädigten bei der Staatsanwaltschaft in Seoul vor. Die Justiz ist bemüht den Zusammenbruch detailliert nachzuvollziehen – und überprüft dabei natürlich auch, ob der Gründer Do Kwon sich nicht durch Kursmanipulationen bereichert hat. Dieser Vorwurf steht nämlich im Raum.

Vorsichtige Zukunftsprognose für Terra (LUNA)

Wagen wir also zu guter Letzt eine vorsichtige Zukunftsprognose. So traurig es auch ist, die meisten Anleger haben das Vertrauen in Terra (LUNA) verloren. Dazu kommen die Verfahren, die dem Gründer drohen könnten. Sollte es Do Kwon und seinem Team allerdings gelingen, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, dann könnte es für Terra 2 in Zukunft gar nicht mal so schlecht aussehen. Ob es dem einstigen Kryptoliebling allerdings gelingt, wieder zu alter Größe aufzusteigen, steht in den Sternen.

  

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Miriam Weitz

Profi Investor

Miriam Weitz

Profi Investor

Schreiben war schon immer meine große Liebe. Vor fast einem Jahrzehnt war ich in der glücklichen Lage, mein Hobby zum Beruf zu machen. Das Thema Krypto, Aktien und alles, was sich um Finanzmärkte dreht, kam vor einigen Jahren eher zufällig in mein Leben. Seitdem interessiere ich mich brennend für diese Themen. Insbesondere NFT und Aktienfonds haben es mir angetan.
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