Vorsicht – Die fiesesten Betrugsmaschen am Aktienmarkt

Wo Geld ist, da sind oftmals auch Betrüger nicht weit. Es überrascht daher nicht, dass es auch rund um das Geschäft mit Aktien und anderen Anlagen immer wieder zu Schummeleien und Betrug kommt. Die Betrüger bedienen sich dabei oftmals einer Reihe gewiefter Tricks, um ihre nichts ahnenden Opfer hinters Licht zu führen. Dies sind einige der fiesesten Betrugsmaschen, vor denen man sich am Aktienmarkt in Acht nehmen sollte.
Ponzi-Scheme

Eine der bekanntesten Betrugsmaschen ist das sogenannte Ponzi Scheme oder Ponzi Schema. Benannt wurde diese Art des Betrugs nach dem italienischen Betrüger Charles Ponzi. Im Zentrum dieser Masche steht ein angeblicher Hedgefonds, welcher vom Betrüger angeboten und verwaltet wird. Um Investoren anzulocken, verspricht dieser enorm hohe Gewinne, welche deutlich über dem liegen, was der Markt oder andere Fonds hergeben.

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Anstatt das Geld jedoch anzulegen, lagert der Betrüger das Vermögen einfach auf diversen Konten und macht sich damit ein schönes Leben. Auf dem Papier gaukelt er seinen Opfern dabei hohe jährliche Gewinne vor. Aus diesem Grund sind diese in den wenigsten Fällen geneigt, ihr Geld abzuziehen. Stattdessen wollen sie es möglichst lange für sich arbeiten lassen, was dem Betrüger in die Karten spielt.
Will ein Anleger das Geld doch einmal abziehen, kann der Betrüger ihn einfach mit dem neu eingezahlten Geld anderer Opfer auszahlen. Solange der Geldzufluss höher ist als der Abfluss, lässt sich die Masche unbegrenzt lange fortführen. Das wohl bekannteste Beispiel eines solchen Ponzi Schemes war der Betrug von Bernard Madoff.

Schneeballsystem

Eine weitere bekannte Betrugsmasche ist das Schneeballsystem. Diese Art des Betrugs findet dabei nicht nur bei herkömmlichen Anlagen Anwendung. Ein Betrüger wirbt dabei eine Gruppe von Menschen an. Er kann ihnen dabei z. B. die Mitgliedschaft in einem besonderen Fonds anbieten. Hierfür müssen sie regelmäßige Beiträge entrichten.

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Um diese Zahlen zu können, müssen die Mitglieder nun wiederum neue Mitglieder anwerben. Dabei behalten sie einen Teil der dadurch eingenommenen Gebühren für sich ein und müssen einen gewissen Prozentsatz an die Personen zahlen, welche sie wiederum angeworben haben. Dieses System lässt sich beliebig lange fortsetzen.

Da bei diesem Betrug wenige Personen an der Spitze stehen, während sich in den unteren Ebenen alles immer weiter auffächert, ist hierfür auch die Bezeichnung Pyramidensystem geläufig. Die Bezeichnung Schneeballsystem spielt hingegen auf die Tatsache an, dass mit jeder Stufe mehr Menschen rekrutiert werden und das Ganze im Laufe der Zeit immer weiter ausartet, wie ein Schneeball, welcher den Hang herunterrollt und dabei immer größer wird. Irgendwann ist die Grenze des Wachstums jedoch erreicht, sodass neue Mitglieder auf ihren Beiträgen sitzen bleiben und am Ende nur Verlust machen.
Falscher Guru

Das Internet ist voll von Versprechungen vom schnellen Geld und mühelosem Reichtum. Zahlreiche Scharlatane gaukeln leichtgläubigen Menschen vor, sie wüssten, wie man innerhalb kurzer Zeit eine große Menge an Geld machen könnte, ohne viel dafür tun zu müssen. Als Gegenleistung müssen ihre Anhänger ihnen lediglich einen Teil ihres Geldes überweisen.

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Solche Betrügereien finden leider auch im Zusammenhang mit der Wertpapieranlage immer wieder nährreichen Boden. Zu einem nicht unerheblichen Teil liegt dies daran, dass viele Menschen die Wertpapieranlage für etwas Undurchschaubares halten und annehmen, man müsse spezielle Geheimnisse kennen, um hier große Gewinne zu erzielen.

Dies wissen solch falsche Anlage-Gurus für sich auszunutzen. Die Anlageratschläge, welche Sie ihren Anhängern zukommen lassen, entpuppen sich dabei jedoch nicht selten als dubiose Pennystocks. Das Geld, welches man für dieses „Insiderwissen“ hinblättern musste, sieht man jedoch meist nicht wieder. Im schlimmsten Fall nutzen die Betrüger den Kapitalzufluss in den Pennystock noch zusätzlich aus, um sich zu bereichern, sodass Anleger hier Gefahr laufen, weitere Verluste zu erzielen.
Aktienangebote am Telefon

Unseriöse Angebote am Telefon sind eine seit Jahrzehnten gängige Methode von Betrügern, Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Dies ist bei Angeboten rund um Wertpapiere und andere Anlageklassen nicht anders. Die Masche funktioniert dabei meist denkbar einfach. Die Betrüger bieten den Angerufenen Aktien von bekannten Unternehmen, binäre Optionen oder Kryptowährungen an. Sie behaupten, diese derzeit besonders günstig anbieten zu können. Dafür müssten die Kontaktierten jedoch das notwendige Geld auf das Konto der Betrüger überweisen, welches oft im Ausland liegt.

Ist das Geld erst einmal überwiesen, sind die Betrüger meist nicht mehr erreichbar. Ehe die Opfer merken, dass sie betrogen wurden, ist das Geld längst weg. Im Nachhinein ist es so kaum noch möglich, den Betroffenen zu helfen.

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Von allen Tricks ist dies jedoch auch derjenige, gegen welchen man sich am leichtesten schützen kann. Alles was dafür notwendig ist, ist Angebote über das Telefon oder E-Mail grundsätzlich abzulehnen. Seriöse Anbieter würden fremde Personen so niemals ansprechen.

Short-and-Distort

Bei den bisherigen Betrugsmaschen gaukeln die Betrüger ihren Opfern den Wertpapierhandel oft nur vor. Beim Short-and-Distort-Trick engagieren sich die Verursacher jedoch definitiv im Wertpapiergeschäft. Dieser Betrug ist unmittelbar mit dem Short Selling von Aktien verbunden.

Üblicherweise verkaufen Short Seller geliehene Aktien von Unternehmen, welche sie für überbewertet halten. Sinken die Kurse anschließend, können sie die Aktien für einen entsprechend niedrigeren Preis kaufen und zusammen mit einer Gebühr an den ursprünglichen Besitzer zurückgeben. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein. Um sicherzugehen, dass sie mit ihrer Vermutung richtig liegen, stellen sie tiefergehende Nachforschungen über das Unternehmen an, um Beweise für eine Überbewertung zu finden.

Beim Short-and-Distort helfen die Short Seller jedoch stattdessen selbst nach. Sie fahren eine Schmierkampagne auf und verbreiten Unwahrheiten und falsche Zahlen über das betroffene Unternehmen. Ziel ist es dabei, Anlegern und Investoren so viel Angst zu machen, dass diese massenhaft aus der Aktie flüchten, sodass der Kurs innerhalb kurzer Zeit einbricht. Eine solche Taktik wird üblicherweise während eines Bärenmarktes angewendet, da viele Anleger in dieser Zeit ohnehin sehr schreckhaft sind.
Pump-and-Dump

Pump-and-Dump ist das genaue Gegenteil von Short-and-Distort. Hier trommeln die Betrüger unentwegt für eine bestimmte Aktie. Dabei verwenden sie ebenfalls gerne falsche Prognosen und fingierte Zahlen. Wird diese Betrugsmasche in Kombination mit dem „Falschen-Guru-Betrug“ genutzt, empfehlen die Betrüger die Aktie auch gerne ihrer Anhängerschaft. Dies alles geschieht, damit der Aktie rasch große Mengen an Kapital zufließen.

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Allerdings sind die Betrüger zuvor selbst massiv in die Aktie eingestiegen. Sobald diese ausreichend im Kurs gestiegen ist, verkaufen sie nun ihre eigenen Anteile mit einem kräftigen Gewinn. Da sämtliche positiven Berichte über das zugrunde liegende Unternehmen erfunden waren, dauert es danach nicht lange, ehe die Wahrheit ans Licht kommt und der Kurs wieder massiv einbricht. Die Opfer bleiben, abhängig vom Zeitpunkt ihres Einstiegs, auf teils hohen Verlusten sitzen.

Üblicherweise nutzen Betrüger für die Pump-and-Dump-Masche Pennystocks. Diese lassen sich aufgrund des niedrigen Kurses und des geringen Volumens besonders gut künstlich aufblähen. Pump-and-Dump ist einer der am meisten genutzten Tricks an der Börse. Ein beliebtes Lockmittel stellen dabei sogenannte Pennystock-Newsletter dar.
Reverse Merger

Reverse Merger bezeichnet eine Verschmelzung eines Privatunternehmens mit einem börsengehandelten Unternehmen. Auf diese Weise kann das Privatunternehmen über die Hintertür in die Börse aufgenommen werden, ohne dafür die strengen Hürden nehmen zu müssen, welche normalerweise mit dem Gang aufs Parkett verbunden sind.

Ein solches Vorgehen muss nicht zwangsläufig mit betrügerischer Absicht verbunden sein. Jedoch sollten Anleger bei solchen Aktien stets besondere Vorsicht walten lassen. Betrüger haben über derartige Reverse Merger die Möglichkeit, die Zahlen ihres Unternehmens zu schönen und potenziellen Investoren Wachstum vorzutäuschen.

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Eine Abwandlung dieses Tricks wurde in Form des sogenannten Reverse Takeover um 2010/11 bei chinesischen Firmen sehr populär. So kauften kleine chinesische Unternehmen größere börsengehandelte US-Unternehmen auf. Oftmals handelte es sich dabei jedoch nur noch um leere Unternehmenshüllen, welche als Pennystocks gehandelt wurden. Anschließend brachten sie abermals neue Aktien des aufgekauften Unternehmens an den Markt und stellten potenziellen Anlegern wachsende Profite in Aussicht. Dahinter verbargen sich jedoch meist nichts weiter als leere Versprechungen.

Dieser Trick baut darauf, dass sich Investoren nicht über die erhebliche Asymmetrie hinsichtlich der Informationen bewusst sind. Obwohl die Hülle börsengehandelt wird, handelt es sich bei dem neuen Kern immer noch um ein privates Unternehmen mit deutlich geringeren Auflagen bezüglich Zahlen und Bilanzen.

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