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Der iShares Global Timber & Forestry ETF – Renditebringer oder Holzweg?

Holz ist einer der ältesten vom Menschen genutzten Rohstoffe. Nach wie vor hat Holz nichts von seiner Bedeutung verloren. Langfristig gesehen dürfte die Nachfrage sogar weiter steigen. Mit dem iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF gibt es für Anleger auch eine passende Möglichkeit, von dieser Entwicklung zu profitieren. Doch kurzfristig gesehen könnte auch die Holzindustrie auf die Probe gestellt werden.


Die Vielseitigkeit von Holz

Auch in unserer modernen Hightech-Gesellschaft ist Holz nach wie vor ein wichtiger Roh-und Werkstoff. Bereits seit jeher wird Holz u. a. als Baumaterial für Häuser verwendet. Dies trifft nicht nur auf Entwicklungs- und Schwellenländer zu. Auch in den USA gilt Holz als eines der wichtigsten Materialien für neue Häuser. Die Volksrepublik China gilt hingegen als enormer Wachstumsmarkt, was die Holzbauweise angeht.

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Doch auch abseits des Bauhandwerks findet Holz auf vielfältige Weise Verwendung. Die Textilfaser Viskose, welche sich in vielen Bekleidungsstücken befindet, wird so z. B. mit natürlichen Holzfasern hergestellt. Holz bildet den wichtigen Grundstoff für Papier und Pappe. Selbst bestimmte Süßstoffe werden aus Holz gewonnen.

Damit stets ausreichend Holz zur Verfügung steht, sorgt die weltweite Forstwirtschaft unentwegt für Nachschub. Es handelt sich hierbei um einen der ältesten Wirtschaftszweige der Welt. Zwar gibt es durchaus Negativbeispiele von ungehemmter Abholzung und Raubbau an der Natur. Dies sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass große Teile der Forstwirtschaft nachhaltig wirtschaften. Sogar der Begriff der „Nachhaltigkeit“ stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und wurde von dieser zum Teil bereits im 18. Jahrhundert praktiziert.

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Die Nachfrage nach Holz steigt weiter an

Aufgrund seiner enormen Bedeutung als Werk- und Baustoff ist die Nachfrage nach Holz in den vergangenen Jahrzehnten beständig gestiegen. Einer der Hauptgründe hierfür war die steigende Weltbevölkerung. Hinzukommt, dass man spätestens seit dem Ende des Kalten Krieges von einer global gewordenen Holzwirtschaft sprechen kann. Aufgrund stark gesunkener Transportkosten ist es praktikabel geworden, Hölzer aus entfernten Weltregionen zu importieren.

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass der größte Wachstumsschub hierbei durch die steigende Nachfrage in den Schwellenländern verursacht wird. Gleichzeitig bringt die Nachfrage des US-Immobilienmarktes ein zyklisches Element in den Holzmarkt. Rund 70 Prozent des dort verbrauchten Holzes wird für den Wohnungsbau benötigt.

Dem steht jedoch eine grundsätzliche Knappheit der Ressource Holz gegenüber. Zwar ist rund ein Drittel der weltweiten Landmasse mit Wäldern bedeckt. Jedoch sind nicht zuletzt aufgrund von Gründen der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes längst nicht alle Flächen davon für die Holzindustrie nutzbar. Hinzukommt, dass Schädlingsbefall und Waldbrände jedes Jahr zu einer weiteren Verknappung der Ressource beitragen.


Mehrere Möglichkeiten, in Holz zu investieren

Für Anleger, welche von der Holzwirtschaft profitieren möchten, sind dies jedoch grundsätzlich gute Voraussetzungen. Als Anleger stehen einem dabei gleich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, in Holz zu investieren. Der direkteste Weg ist die unmittelbare Investition in Forstflächen. Zwar gilt ein solches Investment langfristig betrachtet als sehr wertstabil. Gleichzeitig ist das Mindestkapital, welches hierfür erforderlich ist, nicht unerheblich. Zudem hat eine solche Investition den Nachteil, dass Forstgebiete definitiv zu den weniger liquiden Anlagen zählen. Auch wenn die Ressource selbst begehrt ist, kann es eine Zeit dauern, bis sich ein Käufer für ein spezifisches Stück Wald findet.

Eine für die meisten Anleger deutlich praktikablere Lösung stellt hingegen die Anlage in Aktien dar. Derzeit gibt es weltweit ca. 200 börsengehandelte Unternehmen, die im Bereich der Forstwirtschaft tätig sind. Die überwiegende Mehrheit davon befindet sich in den USA und Kanada.

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Über lange Zeit hinweg galten Holz-Aktien als werthaltige und stabile Anlagen. Dies sollte sich jedoch mit dem Platzen der US-Immobilienblase vor 12 Jahren teilweise ändern. Seitdem zeichnen sich viele Holz-Titel durch eine deutlich höhere Volatilität aus. Sowohl der US-Häusermarkt als auch die Zinsentwicklung beeinflussen die Kurse teils erheblich. Langfristig gesehen handelt es sich hierbei jedoch weiterhin um einen Wachstumsmarkt.

Der iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF

Wer langfristig vom Holzmarkt profitieren möchte, sich jedoch gerne gegenüber der Volatilität von Einzeltiteln absichern will, hat mit dem iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF die Möglichkeit, mit einem ETF fokussiert in Forstwirtschaftsunternehmen zu investieren. Es handelt sich hierbei bereits um einen älteren Indexfonds. Er wurde schon im Oktober 2007 aufgelegt. Die Fondsgröße ist mit 67 Mio. Euro relativ klein. Da es sich jedoch um den einzigen handelbaren ETF für diese Branche handelt und er bereits seit langer Zeit existiert, ist die Gefahr einer Fondschließung als vernachlässigbar zu bewerten.

Die TER ist aufgrund der geringen Größe jedoch mit 0,65 Prozent recht hoch. Der ETF hat in den vergangenen zehn Jahren eine solide Performance hingelegt. Die durchschnittliche jährliche Rendite beläuft sich auf 6,82 Prozent. Der Kurs des Fonds wurde ähnlich wie viele andere auch durch den Crash im Februar und März dieses Jahres in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings gelang es dem ETF, sich allmählich aber beständig von diesem Kurssturz zu erholen. In den vergangenen sechs Monaten legte der Kurs um rund 32 Prozent zu.

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Der ETF bildet die Wertentwicklung der 25 größten Unternehmen weltweit nach, welche in der Forst- und Holzbranche tätig sind. Unter ihnen befinden sich neben reinen Holzunternehmen auch REITs (Real Estate Investment Trusts) mit einem Fokus auf Forstgebiete sowie Verpackungsmaterialhersteller. Was die Zusammensetzung angeht, dominieren Unternehmen aus den USA mit 36 Prozent. Ansonsten ist der ETF jedoch nach Weltregionen recht breit aufgestellt. Schweden, Finnland, Kanada, Japan und Brasilien sind allesamt mit signifikanten Anteilen vertreten.

Die Top 10 Positionen machen derzeit rund 60 Prozent des gesamten ETFs aus. Den größten Anteil hat dabei der REIT Weyerhaeuser. Der größte Grundbesitzer von Forstlandschaften in den USA gehört auch zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen der Branche. Ebenfalls vorne mit dabei sind das US-amerikanische Forstunternehmen PotlachDeltic und der REIT Rayonier.


Zwiegespaltene Lage am Markt

Derzeit entwickelt sich die Forstwirtschaft regional unterschiedlich. Während viele Forstbetriebe hierzulande noch tief in der Krise stecken, sind die Holzpreise in den USA seit April um rund 135 Prozent gestiegen. Der Grund für die gute Entwicklung auf dem US-Markt ist die nach wie vor starke Nachfrage auf dem dortigen Immobilienmarkt.

Einige Experten haben allerdings trotz des bisher guten Jahres für die US-amerikanische und kanadische Holzindustrie bereits vor einem Abkühlen des US-Häusermarktes gewarnt. Sollte sich die derzeitige Krise noch länger fortsetzen, besteht durchaus die Möglichkeit, dass auch die Nachfrage nach neuen Immobilien und damit Holz zurückgeht.

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Letztlich handelt es sich hierbei jedoch nur um vorübergehende Effekte. Aufgrund der langfristig weitersteigenden Nachfrage steckt nach wie vor eine Menge Potenzial in Holz-Aktien. Wer jedoch Angst davor hat, einen zweiten Kursrutsch aufgrund der vorübergehend sinkenden Nachfrage oder einer zweiten Infektionswelle mitzunehmen, könnte noch abwarten, wie sich die Dinge bis zum kommenden Frühjahr entwickeln. Eine Prognose für 2021 fällt derzeit selbst Experten in der Holzindustrie relativ schwierig.

Der iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF im Überblick:

  • Name: iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF
  • ISIN: IE00B27YCF74
  • WKN: A0M59G
  • Replikationsmethode: Physisch
  • Laufende Kosten (TER): 0,65 %
  • Ertragsverwendung: Ausschüttend
  • Auflagedatum: 12.10.2007
  • Fondsgröße: 67 Mio. EUR
  • Handelbar bei u.a.: Smartbroker*, Trade Republic*, Consorsbank*

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