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Ist ein MSCI World ETF wirklich die Allzwecklösung?

Fachleute und Finanzexperten empfehlen immer wieder der MSCI World Index als Allwzecklösung für ETF-Anleger. Aber wie sinnvoll ist ein ETF auf den MSCI World denn wirklich? In diesem Artikel gibt’s die Antworten!

Die Wirtschaft schwankt. Sie geht auf und ab. Zumindest in einer bestimmten Region und zu einer bestimmten Zeit. Langfristig gleicht sich jedoch alles wieder aus. Und auch international bleibt die Börse meist stabil. Geht es mit dem Index einer Nation herab, geht es oft mit einem anderen herauf. So die Grundtheorie in einer idealen Marktwirtschaft nach Smith und Keynes.

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Wenn diese Theorie stimmt, dann muss ein Weltaktienindex doch eine sichere Investition sein, egal zu welchem Zweck? Langfristige Anlage und Wertsteigerung ebenso wie regelmäßige Auszahlung und somit sicheres passives Einkommen. Das verspricht ein MSCI World ETF. Doch ist er wirklich die Allzwecklösung?

MSCI World ETF – Was ist das eigentlich?

Der MSCI World Index, also Weltaktienindex, beinhaltet die größten Unternehmen der Industriestaaten, gemessen an deren Börsenwert. Das sind derzeit 1.654 Aktien aus 23 Ländern. Diversifikation ist da ganz sicher drin. Ein ETF, also Exchange Traded Fund, auf den MSCI World Index soll die Entwicklung dieses Indexes möglichst genau nachempfinden. Der MSCI World existiert seit 1970 und die durchschnittliche Rendite seit 1975, also nach der Ölkrise, auf diesen Index beträgt 8,7 Prozent.


Fakt ist ein potenzieller Gewinn aus einem MSCI World ETF, wenn man im Oktober 1987 investiert hätte, läge heute bei 282,9 Prozent. Der Index überstand den Schwarzen Montag, die Dotcom-Blase und das Jahr 2008. Da er die Weltwirtschaft realistisch abbildet, brach er zwar zu all diesen Börsen-historischen Ereignissen ein, erholte sich jedoch auch wieder und steht heute stark bei über 2.300 Zählern da.

Folgende 23 Länder rechnet MSCI zu den Industrieländern:

  • Amerika: Kanada, Vereinigte Staaten
  • Europa: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien
  • Naher Osten: Israel
  • Asien/Pazifik: Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland, Singapur

Die enthaltenen Länder des MSCI World Index (Quelle: Wikipedia, Haxxorz596, Msciworldmap, CC BY-SA 4.0)

Die unterschiedlichen Formen der MSCI World ETF

Ein ETF bildet einen Index möglichst annähernd ab. Derzeit gibt es 17 solcher Indexfonds auf den MSCI World Index. Neun davon sind mit Gewinn-Ausschüttung an die Anleger und acht thesaurierend, das heißt laufende Erträge aus Dividenden werden wieder angelegt. Zwölf sind physisch, also durch eine optimierte Auswahl der im Index enthaltenen Aktien zusammengesetzt, und sechs replizieren den MSCI World synthetisch, das heißt durch Tauschgeschäfte mit einer Bank, die eine ähnliche Wertentwicklung zusichert. Bei der Auswahl eines MSCI World ETF sind alle Kombinationen aus Ausschüttung/Thesaurierung und physisch/synthetisch möglich.

Zu den größten MSCI World ETFs zählen mit Abstand die von iShares. Die geringste Tracking Difference besitzt derzeit allerdings der Amundi Index Solutions – Amundi MSCI World UCITS ETF und bildet somit den MSCI World Index am dichtesten ab. Die Jahresrenditen sind 2019 jedoch beim ComStage MSCI World TRN UCITS ETF am prozentual höchsten.

Risiken des Weltaktienindex

Je nach Entwicklung der Weltwirtschaft können die in einem MSCI World ETF enthaltenen Länder und deren Anteile schwanken. Entwickelt sich die Weltkonjunktur in den Industrieländern negativ so beeinflusst dies auch einen ETF, der an das globale Kursbarometer angelehnt ist. Historisch gesehen hat sich der MSCI World Index allerdings stets wieder erholt. Der Trend des Index war selbst nach Einbußen stets wieder konstant aufwärts. Zieht man einen beliebigen Zeitraum von 15 Jahren heran, so hätte ein Anleger stets Gewinne gemacht. Zum schlechtesten Zeitpunkt waren es 1,3 Prozent Rendite pro Jahr.

Das sind die Top 10 Unternehmen des MSCI World Index:

  • Apple
  • Microsoft
  • Amazon
  • Facebook
  • JPMorgan Chase
  • Alphabet (Google)
  • Johnson & Johnson
  • Nestlé
  • Procter & Gamble
  • Visa

Im Weltindex und so auch in manch einem MSCI World ETF enthalten sind unter anderem Firmen wie Microsoft, Apple, Amazon, Facebook, Johnson & Johnson und Nestlé. Bei solch großen Playern kann es schonmal das ein oder andere Skandälchen geben, das den Aktienkurs negativ beeinflusst. Hier kommt die Diversifikation ins Spiel. Ein auf dem MSCI World basierender ETF ist so breit aufgestellt, dass ein Kursabfall eines Unternehmens keinen zu großen Einfluss haben dürfte. Zudem kann man davon ausgehen, dass die großen Firmen einiges daran setzen den Kursabfall schnellstmöglich wieder auszugleichen. Hier bietet die pure Größe der enthaltenen Unternehmen schon eine gewisse Abfallfederung. Die Zusammensetzung des Index wird quartalsweise angepasst.

Die meisten MSCI World ETFs werden in US-Dollar getraded. Es gibt sie jedoch auch in Euro. Betrachtet man den Wert, so liegen, selbst mit Wechselkurzeffekt, der MSCI World Index in Euro und in USD ungefähr gleichauf. Bei Investitionen in USD sollte man stets die Wechselkurse und entsprechende Gebühren in mögliche Renditen mit einrechnen. Sucht man sich allerdings einen in Euro gehandelten Fond aus, kann man die Rechnerei vermeiden und ggf. Gewinne daraus steigern. Je nach Wechselkursstrategie lohnt es sich allerdings manchmal in ETFs in Fremdwährungen zu investieren.

Zu guter Letzt bleibt zu bedenken, dass Börsen in unterschiedlichen Ländern der Erde zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet haben. So kann ein Index wie der Dax bei Börsenschluss zu einem bestimmten Preis den Tag beenden. Beim MSCI World Index ist dies nicht der Fall. Er beinhaltet Länder verschiedener Zeitzonen und wird so rund um die Uhr durchgehend jede Minute neu berechnet.

Fazit: Ist ein MSCI World ETF sinnvoll?

Sicherheit gibt es auf dem Aktienmarkt nie. Dennoch lohnt sich ein ETF auf den MSCI World Index. Er bietet dem Anleger einerseits Teilhabe an der Weltwirtschaft und diese entwickelt sich tendenziell bergauf. Wo das Bruttoinlandsprodukt 1970 noch 2.939.712 Mio. USD betrug, da ist es heute bei ganzen 84.929.508 Mio. USD.

Da der MSCI World ausschließlich Aktien aus Industrieländern beinhaltet, könnte man das eigene Portfolio zwecks Diversifikation mit Indexfonds auf Schwellenländer ergänzen. Es bleibt jedoch zu beachten, dass der MSCI World zu über 62 Prozent aus US-amerikanischen Unternehmen besteht. Das liegt daran, dass er 85 Prozent der Marktkapitalisierung eines jeden enthaltenen Lands abdeckt. Aktuell haben die USA weltweit den mit Abstand größten Aktienmarkt. Und so ist auch der US-amerikanische Anteil am Weltindex prozentual am höchsten. Auch Deutschland ist als Industrienation natürlich im MSCI World Index enthalten.

Der Weltaktienindex beinhaltet nicht nur die meisten erfolgreichen Unternehmen auf dem Markt, er ist auch Branchen-technisch und regional breit aufgestellt. Das alles macht ihn zu einem sicheren Grundstein. Zuletzt ist die attraktive Rendite natürlich nicht außer Acht zu lassen. Der MSCI World ETF bietet daher definitiv eine sehr gute Basis. Zu Streuungszwecken sind allerdings auch andere Bausteine zur optimalen Marktabdeckung für ein gemischtes Anlagenportfolio denkbar und sinnvoll.


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