Kann man mit ETFs Millionär werden?

ETFs erlauben es Anlegern, sich im Laufe der Zeit ein Vermögen aufzubauen, ohne hierfür mühsam selbst die passenden Aktien herauszusuchen. Doch wie reich kann man mit ETFs eigentlich werden? Kann es auch ein gewöhnlicher Privatanleger mithilfe von ETFs schaffen, zum Millionär zu werden?


Mit Indexfonds breit in den Markt investieren

ETFs unterscheiden sich von Einzelaktien. Sie bilden nicht etwa die Wertentwicklung eines einzelnen Unternehmens ab, sondern beinhalten eine Vielzahl verschiedener Werte. Je nach Vergleichsindex können dies durchaus mehr als tausend verschiedene Unternehmensaktien sein. Dadurch erlauben es ETFs, in den breiten Markt zu investieren.

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Auf den ersten Blick erscheint dies eher ein Nachteil zu sein, wenn man vorhat, mit Aktien ein Millionenvermögen zu generieren. Der breite Markt ist schließlich naturgemäß der Durchschnitt. Man müsste jedoch meinen, um reich zu werden, benötigt es eine überdurchschnittliche Rendite. Allerdings liegt genau hier der Fehler.

Eine bessere Rendite zu erzielen als der Markt ist nämlich deutlich schwieriger, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Tatsächlich ist es so schwierig, dass selbst die meisten professionellen Anleger langfristig daran scheitern. Sicherlich gelingt es immer wieder Anlegern, in einem Jahr eine überdurchschnittlich gute Rendite einzufahren. Da der Markt ja nur den Durchschnitt abbildet, muss eine gewisse Menge an Marktteilnehmern ja auch besser abschneiden. Allerdings gelingt es nur den wenigsten, dieses Kunststück über mehrere Jahre hinweg zu vollbringen. Es sind nämlich nicht immer die gleichen Anleger, die besser performen. Auf ein gutes Jahr folgt nicht selten ein schlechtes.

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Bei Privatanlegern sieht die Sache sogar noch deutlich schlechter aus. Die überwiegende Mehrheit von ihnen schneidet langfristig gesehen unterdurchschnittlich im Vergleich zum Markt ab. Dies gilt zumindest für jene Anleger, die Stock-Picking betreiben – also versuchen, möglichst gute Aktien auszuwählen. Vielfach fehlt es schlicht an Wissen, Erfahrung und technischen Mitteln, um langfristig gesehen stets die optimalen Entscheidungen zu treffen.

Welche Erkenntnis lässt sich daraus ziehen? In erster Linie, dass eine durchschnittliche Performance alles andere als schlecht ist. Der durchschnittlichen Privatanleger würde mit einer ETF-Strategie besser fahren als mit herkömmlichem Stock-Picking.


Mit welchem ETF wir man am schnellsten reich?

Nun, da klar ist, dass ETFs durchaus gut performen, stellt sich als Nächstes die Frage, welchen Indexfonds man am besten wählen sollte, um reich zu werden. Idealerweise sollte es ein ETF mit einer möglichst hohen Rendite sein. Auch hier stellt sich allerdings das Problem, dass es nicht immer leicht ist, den passenden Fonds auszuwählen.

Folgt man dem Ansatz, dass der breite Markt die beste Anlage ist, sollte man sich für einen ETF auf einen der großen Basis-Indizes entscheiden. Dies wären der MSCI World, MSCI ACWI oder der FTSE All-World. Manche Anleger schwören auch auf den S&P 500. Der Kurs des MSCI World hat seit 1970 um 2.627 Prozent zugelegt. Im Durchschnitt performt er mit ca. 7 Prozent im Jahr. Der S&P 500 kommt seit den 1920ern sogar auf eine jährliche Durchschnittsrendite von rund 10 Prozent.

Es geht allerdings auch noch höher. Aktuell weist der iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF USD (ISIN: IE00B3WJKG14) mit einem Plus von 217,5 Prozent den besten Wert aller ETFs über die vergangenen fünf Jahre hinweg auf. Dies entspricht einer jährlichen Durchschnittsrendite von 26 Prozent.

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Würde ein Anleger nun beispielsweise zuerst 5.000 Euro in einen MSCI World ETF einzahlen und anschließend 40 Jahre lang monatlich 400 Euro mittels eines ETF-Sparplans überweisen, kämen am Ende knapp 1 Millionen Euro zusammen. Noch wesentlich besser sähe es bei einem S&P 500 ETF aus. Damit würden bereits eine monatliche Rate von 150 Euro über 40 Jahre hinweg zuzüglich der anfänglichen 5.000 Euro ausreichen. Beim iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF USD würden sogar lediglich 100 Euro im Monat über 23 Jahre hinweg genügen. Eine anfängliche Einmalanlage wäre dabei gänzlich unnötig.

All diese Berechnung gehen jedoch davon aus, dass die ETFs auch in den kommenden Jahrzehnten ihre durchschnittliche Rendite einfahren. Diese optimistische Sichtweise lässt sich womöglich noch beim MSCI World oder dem S&P 500 rechtfertigen, da deren Durchschnittsrendite auf Jahrzehnten von Daten beruht. Den iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF USD gibt es jedoch erst seit 2015. Es wäre doch arg optimistisch, zu glauben, der Indexfonds könne seine extrem hohe Durchschnittsrendite auch in den kommenden zwei Jahrzehnten aufrechterhalten.


So klappt es mit dem Vermögensaufbau

Die obigen Rechenbeispiele sind letztlich nur anschaulicher Natur. Zurückliegende Renditen sind nie eine Garantie für zukünftige Renditen. Aus diesem Grund lässt sich heute nicht mit absoluter Sicherheit sagen, welche Rate für wie lange notwendig ist. Die Grundsätze rund um die Wertpapieranlage sind allerdings allgemeingültig und nicht von irgendwelchen Prozentsätzen und Raten abhängig.

ETFs bieten Privatanlegern eine sehr gute Möglichkeit, mit relativ geringem Risiko eine hervorragende Rendite zu erzielen. Damit man jedoch auch möglichst viel davon hat, sollte man sich an einige wichtige Grundsätze halten.

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Zum einen ist es empfehlenswert, die eigenen mit der Anlage verbundenen Kosten weitestgehend zu minimieren. Das bedeutet beispielsweise keine Depotführungsgebühren sowie möglichst geringe Kosten beim ETF selbst. Gebühren fressen einen Teil der Rendite und sollten daher so weit es geht vermieden werden.

Daneben sollte man auf jeden Fall eine langfristige Anlagestrategie verfolgen. Es kann verlockend sein, auf einen neuen heißen Trend aufzuspringen und womöglich kurzfristig eine höhere Rendite einzufahren. Allerdings ist die Gefahr wie beim Stock-Piking einzelner Aktien, dass man irgendwann daneben liegt und stattdessen Verluste hinnehmen muss.

Zuletzt sollte man so früh wie möglich damit beginnen, Vermögensaufbau zu betreiben. Aufgrund des Zinseszinseffektes beschleunigt sich der Vermögensaufbau mit der Zeit immer weiter. Wer 35 Jahre lang monatlich 500 Euro in einen ETF-Sparplan mit 7 Prozent Rendite einzahlt, hat am Ende 855.000 Euro. Zahlt man hingegen 40 Jahre ein, steigt die Summe bereits auf 1.235.000 Euro.

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