Übernahmen an der Börse und warum sie für Aktionäre attraktiv sind

Nicht immer ist der deutsche Gesetzgeber den Aktionären positiv gesinnt. Dennoch gibt es eindeutige Grenzen, die dem Schutz der Aktionäre bei Übernahmen dienen. Immer wieder kommt es an der Börse zu starken Kursanstiegen – Übernahmefantasien sind ein häufiger Grund. Die Käufer-Unternehmen wollen sich erfolgreich positionieren oder weitere Marktanteile sichern, während auch der Aktionär profitieren kann.
Aus diesem Grund kommt es nicht selten vor, dass Anleger gezielt auf Unternehmen mit der sogenannten Übernahmefantasie setzen. Der folgende Beitrag widmet sich den Übernahmen an der Börse und warum diese für Aktionäre attraktiv sind.

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Gründe für Übernahmen

Unternehmen nutzen Übernahmen aus verschiedenen Gründen. Zum einen ist es möglich, dass sich die Produkte der Unternehmen gezielt ergänzen oder Marktanteile gesichert werden sollen. Wenn kleine Unternehmen spannende Geschäftsmodelle oder innovative Patente haben, wird die Übernahme durch ein großes Unternehmen ebenfalls wahrscheinlich. Neue Standbeine und eine Erweiterung des eigenen Kundenkreises sprechen ebenfalls für die Sinnhaftigkeit von Übernahmen in der Wirtschaftswelt.

Warnzeichen durch BaFin-Meldung

Für alle Anleger, die Angst haben, eine Übernahme bei einem Investment zu verpassen, gibt es eine beruhigende Nachricht. Denn Übernahmen bleiben nicht langfristig verborgen. Die Käufer der Anteilsscheine des Unternehmens sind verpflichtet, bei der Finanzaufsicht BaFin ihre Anteile zu melden, sobald sie Schwellenwerte überschreiten. Diese Schwellenwerte liegen bei 3, 5 und 10 Prozent. Anschließend geht es im 5er-Schritt bis zur 30 weiter. Zudem existieren Schwellen für die Benachrichtigung der BaFin bei 50 oder 75 %.

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Auf der offiziellen BaFin-Seite, bei der DGAP oder in den Börsennachrichten werden Anleger regelmäßig informiert. Die Übernahme kommt somit selten unerkannt.

Schneller Kursanstieg bei Übernahmefantasie

Meist gehen bereits Spekulationen oder Vermutungen hinsichtlich einer Übernahme mit einem Kursanstieg einher. Wenn Übernahmefantasien durch die Reihen der Anleger geistern, ist eins gewiss: In vielen Fällen steigt der Kurs. Schließlich sorgt der potenzielle Unternehmenskäufer für eine erhöhte Nachfrage nach den Anteilsscheinen. Dabei wissen wir alle, dass sich der Aktienkurs aus Angebot und Nachfrage zusammensetzt. Das Angebot bleibt gleich, die Nachfrage steigt – folgerichtig steigen die Aktienkurse. Zugleich setzen Spekulanten ebenfalls auf das Unternehmen, da diese an der Übernahme des Unternehmens mitverdienen wollen. Dies kann für irrationale Kursbewegungen sorgen.
Langfristig steigender Übernahmepreis

In der Regel gibt es am Anfang einen Übernahmepreis. Viele Aktionäre entscheiden sich jetzt bereits für die Annahme des Angebots und ziehen sich zufrieden aus dem Unternehmen zurück. Allerdings ist dies nicht immer die beste Wahl. Schließlich steigt der Kaufpreis häufig im Laufe der Zeit weiter an. Übernahmeprozesse glücken nicht von heute auf Morgen – vielmehr zieht sich dies oftmals über Monate hin. Die Verbraucherzentrale für Kapitalanleger (VzfK) hat in einer Untersuchung dargelegt, dass durchschnittlich höhere Erträge erzielt werden, wenn Anleger bis zum Schluss warten.

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Pflichtangebot bei 30 % Beteiligung

Bei der Übernahme von Unternehmen sind verschiedene Schwellen der Beteiligung wichtig. Das erste Ausrufezeichen setzen Aktionäre, wenn diese ihre Beteiligung an einem Unternehmen auf über 30 % erhöhen. Dann ist die Veröffentlichung eines Übernahme-Angebots gesetzlich vorgeschrieben. Die anderen Aktionäre entscheiden frei, ob sie ihre Anteilsscheine behalten oder das Angebot annehmen wollen.

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bei 3/4 Anteil

Sobald ein Großaktionär die Beteiligungsschwelle von 75 % überschreitet, ist der Übernahmeprozess weit fortgeschritten. Der Mehrheitseigner kann mit dem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vereinbaren, sodass dieser im Anschluss die Unternehmensleitung übernimmt. Aktionäre können dann frei entscheiden, ob sie die Aktien verkaufen oder das neue Übernahmeangebot akzeptieren.
Das Squeeze-out-Szenario

Bei 95 % Anteil an einem Unternehmen gibt es die Möglichkeit des Squeeze-Out-Verfahrens. Mehrheitseigner können andere Aktionäre aus dem Unternehmen verdrängen und somit alle Anteilsscheine übernehmen. Für den Mehrheitseigner gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder bietet er einen Mindestpreis oder er zahlt einen Aufpreis, um ein Gerichtsverfahren zu vermeiden. Wenn Aktionäre nicht mit dem Preis zufrieden sind, können sie vor dem Gericht klagen. Erfahrungsgemäß stellen sich die zuständigen Gerichte in einem jahrelangen Rechtsstreit meist auf die Seite der Kleinanleger und erhöhen den Übernahmepreis.

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Lukrative Anlagestrategie für informierte Investoren

Gut informierte Anleger können sich Übernahmen an der Börse zunutze machen. Dabei sollten sie fantasievoll überlegen, welches Unternehmen ein Kandidat für eine Übernahme sein könnte. Je früher die Anleger zuschlagen, desto höher sind die Kurspotenziale. Allerdings geht das Investieren in Übernahme-Kandidaten Immer mit einer Unsicherheit einher, da Übernahmen auch scheitern können. Für passive Anleger ist diese Anlagestrategie weniger geeignet. Vielmehr sollten eine gewisse Erfahrung und das Know-how vorhanden sein, damit sich die Investments lohnen. Wer sich sowieso gerne und viel mit der Börse beschäftigt, kann sein Auge nach Übernahmen aufhalten.

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