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Bei diesen Banken ist das Girokonto wirklich kostenlos

Zwar besteht in Deutschland keine gesetzliche Pflicht, ein Girokonto zu haben. Faktisch aber muss fast jeder Erwachsene mindestens ein Konto bei einer Bank eröffnen, da es auf anderem Weg kaum möglich ist, Lohn zu bekommen und die Miete zu bezahlen. Kostenfrei im engeren Sinne sind Girokonten, wenn außer auf monatliche Kontoführungsgebühren auch auf Gebühren für Überweisungen verzichtet wird. Auch die Girocard sollte kostenfrei verfügbar sein und es sollte kein monatlicher Mindestgeldeingang gefordert werden. In diesem Beitrag erfahren Sie, bei welchen Banken das Girokonto wirklich kostenlos ist.


DKB

Die DKB* (Deutsche Kreditbank) bietet ein kostenloses Girokonto an. Auch sämtliche Buchungen sind gebührenfrei. Die Bank mit Sitz in Berlin stellt jeweils zwei kostenfreie Girocards und Visacards zur Verfügung. Das Abheben von Bargeld ist weltweit kostenlos. In vielen Supermärkten können sich Kunden Bargeld mit der Girocard auszahlen lassen. Die Dispozinsen sind niedrig. Wenige Nachteile sind bei diesem Angebot vorhanden: Bargeldabhebungen und Zahlungen mit Karte sind außerhalb der Eurozone nicht kostenfrei. Wer den monatlichen Mindestgeldeingang von 700 Euro nicht garantieren kann, muss einen etwas höheren Dispozins zahlen.

ING

Die ING* (früher: ING-DiBa) zählt zu den Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten. Allerdings gilt dies ab dem 1. Mai 2020 nicht mehr uneingeschränkt. Wer einen monatlichen Eingang von mindestens 700 Euro nicht vorweisen kann, muss eine Gebühr in Höhe von 4,90 Euro pro Monat bezahlen. Ausgenommen davon sind Kunden unter 28 Jahren sowie Inhaber von Basiskonten, also von Konten ohne Dispo. Der überwiegende Teil der Kunden wird von dieser Änderung nicht betroffen sein.

Tipp
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Alle Buchungen sind kostenfrei. Die Girocard ist kostenlos und wird durch eine Partnerkarte ergänzt. Die ING, die zu den größten Direktbanken in Europa gehört, bietet einen umfassenden Service. Hierzu zählen ein kostenloses Wertpapierdepot, kostenlose Exchange Traded Funds, geringe Dispozinsen sowie zinsgünstige Raten- und Autokredite. In der gesamten Eurozone kann Bargeld gebührenfrei abgehoben werden. Als Alternative zum Internet-Banking ist auch Telefon-Banking möglich. Nachteil dieses Produkts ist, dass Bargeldauszahlungen und das Überweisen von Rechnungen außerhalb der Eurozone mit Gebühren von 1,75 Prozent verbunden sind.

comdirect

Die comdirect* bietet ebenfalls ein kostenloses Girokonto an. Das Institut gehört zur Commerzbank. Die kostenfreie Kontoführung ist nicht an Bedingungen geknüpft. Eine jeweils kostenlose Girocard und Visacard werden zur Verfügung gestellt. Mit der Visacard kann außerhalb der Eurozone kostenfrei Bargeld abgehoben werden. Im Euro-Raum kann hierfür die Girocard gebührenfrei verwendet werden. Die Dispozinsen sind niedrig.


Als Vollbank bietet die comdirect das gesamte Leistungsspektrum. Neben dem kostenlosen Girokonto zählen dazu ausgewählte ETFs sowie Fonds mit Rabatten und Fondssparplänen. Zu den Nachteilen gehört ein hoher Überziehungszins. Außerdem kann mit der Visacard nur an 9.000 Automaten der Cash Group kostenlos Geld abgehoben werden. Im ländlichen Raum fällt diese Einschränkung stark ins Gewicht. Allerdings ist es möglich, sich im Supermarkt mit der Girocard einen Betrag bis 200 Euro auszahlen zu lassen.

Commerzbank

Die Commerzbank* mit ihren rund 1.000 Filialen im Bundesgebiet bietet ein kostenloses Online Konto. Dabei besteht für die Kunden keine Verpflichtung zum monatlichen Mindesteingang. Auch die Transaktionen, die Girocard, Mastercard sowie Bargeldeinzahlungen sind kostenfrei. Das Abheben von Bargeld im Ausland ist dagegen gebührenpflichtig. Das kostenlose Girokonto setzt die Bereitschaft zum Internet-Banking voraus. Neue Kunden lockt die zweitgrößte Privatbank Deutschlands mit Prämien. Diese sind daran gebunden, dass jeden Monat mindestens fünf Buchungen in Höhe von über 25 Euro erfolgen. Die hohe Dichte an Filialen ist für viele Kunden ein wesentlicher Vorzug.

Consorsbank

Das Girokonto der Consorsbank* ist inklusive sämtlicher Buchungen kostenfrei. Gleiches gilt das Abheben von Bargeld in der Eurozone mit der Visa-Karte. Auch das Wertpapierdepot und ausgewählte ETFs sind gebührenfrei. Für 60 Euro kann eine Visa Card Gold erwerben werden. Der Nachteil: Wer diese goldene Kreditkarte nicht hat, muss für Bargeldauszahlungen außerhalb der Eurozone 1,75 Prozent des Betrages bezahlen.

Norisbank

Auch die Norisbank* bietet ein kostenloses Girokonto an. Das Produkt des Tochterunternehmens der Deutschen Bank mit Hauptsitz in Bonn enthält zusätzliche Leistungen. Die Kontoführung ist ebenso wie die Mastercard kostenlos. Dabei besteht keine Verpflichtung zu einem monatlichen Mindesteingang. Bargeld kann in der gesamten Euro-Zone und darüber hinaus kostenlos abgehoben werden. Ergänzt wird das Angebot durch eine Begrüßungsprämie bei Kontoeröffnung, Telefonbanking zu allen Zeiten. Nachteil bei diesem Produkt ist ein hoher Dispozinssatz von mehr als zehn Prozent.

N26

Die N26* bietet ein kostenloses Online-Konto, bei dem auch sämtliche Buchungen gebührenfrei sind. Die Maestro Card und Mastercard sind ebenfalls kostenlos. Bis zu fünf Mal im Monat kann Bargeld in der gesamten Eurozone kostenlos abgehoben werden. Das Konto können Kunden vollständig auf mobilem Weg eröffnen und verwalten. Der Inhaber kann auch die einzelnen Transaktionen per App anweisen und einsehen. Die 2013 gegründete Bank bietet diese Produkte sowohl Privatkunden als auch gewerblichen Kunden an.


Der Nachteil ist, dass kein Telefonbanking möglich ist. Auch telefonische Beratung wird nicht angeboten. Ab der sechsten Abhebung im Monat im EU-Raum zahlt der Kunde zwei Euro für jede weitere Abhebung. Außerhalb der EU werden darüber hinaus Auslandsgebühren in Höhe von 1,7 Prozent der Geldsumme fällig, die abgehoben wird. Weil keine Girocard angeboten wird, ist die Zahlung mit Kreditkarte in manchen Geschäften nicht möglich.

1822 direkt

Die 1822 direkt* bietet ein kostenloses Girokonto an. Dies ist aber an die Bedingung geknüpft, dass jeden Monat eine Gutschrift in beliebiger Höhe auf dem Konto eingeht. Ansonsten werden Gebühren in Höhe von 3,90 Euro pro Monat fällig. Eine Girocard wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Internet-Banking und Telefon-Banking sind gebührenfrei. In der Eurozone kann mit der Visa-Karte kostenlos Bargeld abgehoben werden. Ein Nachteil ist, dass die Visacard nur im ersten Jahr ohne Einschränkungen kostenfrei ist. Danach gilt die Gebührenfreiheit nur, wenn der Jahresumsatz den Betrag von 4.000 Euro übersteigt. Die Dispo- und Überziehungszinsen sind niedrig. Neue Kunden erhalten Prämien.

PSD Bank Nürnberg

Die PSD Bank Nürnberg* betreut ihre Kunden von zehn Standorten in Franken und Sachsen aus. Die meisten Transaktionen werden von den Kunden online durchgeführt. Wer im Zusammenhang mit Geldanlagen persönlichen Beratungsbedarf hat, kann aber die Mitarbeiter der Bank auch telefonisch erreichen oder in einer Filiale antreffen. In Sachen Baufinanzierung bietet die PSD Bank eine mobile Kundenberatung an, besucht die Kunden also zuhause. Die PSD Bank Nürnberg erhebt keine Grundgebühr. Voraussetzung dafür ist ein monatlicher Gehaltseingangs in beliebiger Höhe. Das Internet Banking ist ebenfalls kostenlos. Zwei gebührenfrei Girocards und eine Mastercard werden zur Verfügung gestellt.

Der Zinssatz für Dispo und Überziehung ist günstig. Die goldene Mastercard wird zu einem Jahrespreis von 45 Euro angeboten. Darin sind Reiseversicherungsleistungen enthalten. Nachteil des Girokontos der PSD Bank Nürnberg ist, dass das Abheben von Bargeld bei fremden Banken innerhalb und außerhalb der Eurozone gebührenpflichtig ist. Das bargeldlos Zahlen ist nur innerhalb des Euro-Raums gebührenfrei. Die Kriterien für eine Kostenfreiheit des Girokontos sind weitgehend erfüllt.

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2 KOMMENTARE

  1. Bei der dkb ist eine Info falsch: man kann Bargeld weltweit kostenlos abgehen und mit Karte Zahlen – wenn man die visacard benutzt!

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