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MSCI ACWI vs. FTSE All-World: Welcher Weltindex hat die Nase vorn?



Mit dem MSCI ACWI und dem FTSE All-World existieren zwei hochgradig breit aufgestellte Welt-Indizes. Spielt es für Anleger eine Rolle, welchen der beiden sie wählen, oder ebnet der globale Maßstab dieser beiden Indizes alle Unterschiede ein?


Zwei Indizes für eine Welt

Als Basis für das eigene Portfolio haben sich Welt-ETFs bewährt. Für viele Anleger ist in diesem Fall ein MSCI World ETF die erste Wahl. In Verbindung mit einem MSCI Emerging Markets ETF lässt sich auf diese Weise bereits ein sehr breites Spektrum der investierbaren Aktien abdecken. Doch manchmal kann es gar nicht breit genug sein. Wer ein möglichst geradliniges Portfolio präferiert und am liebsten nur einen einzigen ETF nutzen möchte, kann auf eine Nummer größer setzen. Mit dem MSCI ACWI (All Country World Index) und dem FTSE All-World existieren zwei Indizes, die Industrie- und Schwellenländer zusammenfügen.

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Der Vorteil eines solch großen Index gegenüber einer Kombination aus zwei oder mehreren kleinen Indizes ist, dass kein regelmäßiges Rebalancing notwendig ist. Vor allem für Anleger, die sich nur ungern mit dem eigenen Wertpapierfolio beschäftigen und dieses lieber im Hintergrund für sich arbeiten lassen, kann diese Variante durchaus attraktiv sein.


Beide Indizes beinhalten eine große Bandbreite an Large- und Mid-Caps. Auf den ersten Blick ähneln sich beide Varianten von der Zusammensetzung her. Es gibt jedoch einige Detailunterschiede, die eine nähere Betrachtung lohnenswert machen.

Die Zusammensetzung

Der MSCI ACWI umfasst insgesamt mehr als 3.000 Unternehmensaktien aus 23 Industrienationen sowie 26 Schwellenländern. Damit deckt der Index in jedem Land rund 85 Prozent der freien Marktkapitalisierung ab. Um den jeweiligen länderspezifischen Unterschieden Rechnung zu tragen, basiert der Index auf der GINI-Methode.

Der FTSE All-World beinhaltet insgesamt rund 3.900 Aktien aus 50 verschiedenen Ländern. Seine Marktabdeckung beläuft sich damit auf ca. 90 Prozent. Die größere Zahl an Aktien ist darauf zurückzuführen, dass der FTSE All-World auch eine größere Zahl an Unternehmen berücksichtigt, welche sich an der Grenze zwischen Mid-Caps und Small-Caps befinden. Aufgrund ihrer relativ geringen Größe haben diese Titel jedoch nur einen unwesentlichen Einfluss auf die prozentuale Gewichtung.

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Hinsichtlich der Zusammensetzung nach Ländern nehmen sich beide Indizes nicht viel. Die USA dominieren jeweils mit rund 56 bis 58 Prozent Anteil. Es folgen Japan, China und das Vereinigte Königreich. Etwas größere Unterschiede ergeben sich jedoch bei der Zusammensetzung nach Sektoren. In beiden Indizes nimmt der Technologie-Sektor mit jeweils ca. 21,5 Prozent die Spitzenposition ein. An zweiter Stelle folgt jeweils der Finanzsektor. Dessen Anteil fällt beim FTSE All-World jedoch mit rund 17,5 Prozent um 5 Prozent höher aus als beim MSCI ACWI. Dies liegt jedoch zum Teil daran, dass der FTSE All-World den Immobiliensektor nicht separat führt. Dennoch ist der Anteil von Finanztiteln dort leicht höher als bei der Konkurrenz von MSCI.

Auch bei der Gewichtung der Positionen zeigt sich zwischen den beiden Indizes kein allzu gravierender Unterschied. Insgesamt kommt den Top-Positionen bei FTSE etwas weniger Gewicht zu als bei MSCI, was an der größeren Anzahl berücksichtigter Aktien liegt. Allerdings sind die Unterschiede hierbei nur minimal.

ETFs im Kostenvergleich

Bei der Zahl der zur Verfügung stehenden ETFs kann der MSCI World mit einer etwas größeren Auswahl aufwarten. Insgesamt vier unterschiedliche ETFs stehen dem geneigten Anleger zur Verfügung. Beim FTSE All-World stehen hingegen lediglich die ausschüttende und die thesaurierende Variante von Vanguard zur Auswahl.

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Was die Kosten angeht, hat der FTSE hier eindeutig die Nase vorn. Vanguard gilt seit jeher als äußerst günstiger Anbieter von ETFs. Für beide Fonds fallen laufende Kosten (TER) in Höhe von 0,22 Prozent an. Beim MSCI ACWI kommen die beiden günstigeren ETFs von SPDR und Xtrackers hingegen auf eine TER von 0,40 Prozent.

Auch was die Tracking Difference anbelangt, liegen die FTSE All-World ETFs von Vanguard mit einer hervorragenden TD von -0,1 Prozent vorne. Beim MSCI ACWI liegt hier der Fonds von SPDR mit einer TD von 0,16 Prozent in Führung. Die restlichen drei Fonds weichen jeweils um rund ein viertel Prozent von ihrem Index ab.



Unterschiede in der Performance

Haben die beiden FTSE All-World Fonds bei den Kosten die Nase vorn, relativiert sich das Bild mit Blick auf die tatsächliche Performance zumindest teilweise. Über die letzten fünf Jahre hinweg haben sowohl der ausschüttende ETF von Vanguard wie auch drei der vier MSCI ACWI ETFs mehr oder weniger die gleiche Rendite erzielt. Die durchschnittliche jährliche Rendite belief sich dabei für Anleger jeweils auf rund 8,5 Prozent. Weil der thesaurierende FTSE All-World ETF von Vanguard erst letztes Jahr aufgelegt wurde, gibt es für diesen noch keine Vergleichsdaten. Bei der mehrjährigen Performance gelingt es jedoch dem ETF von SPDR, sich mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 8,80 Prozent etwas abzusetzen.

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Betrachtet man hingegen lediglich die letzten sechs Monate, sind die vier MSCI ACWI ETFs deutlich im Vorteil. Ihre Performance bewegt sich dabei zwischen 16,10 und 16,50 Prozent. Die beiden FTSE All-World ETFs schafften es in diesem Zeitraum jedoch lediglich auf jeweils 11,09 Prozent. Hier macht sich die etwas breitere Aufstellung des FTSE All-World negativ bemerkbar. Während einer wirtschaftlichen Krise werden kleinere Unternehmen oftmals schwerer getroffen als größere, da sie nicht über die gleichen finanziellen Reserven verfügen. Langfristig gesehen dürfte sich diese Entwicklung jedoch im Zuge des kommenden Aufschwungs wieder ausgleichen.

Wer hat die Nase vorn

Insgesamt betrachtet ergeben sich für Anleger tatsächlich keine gravierenden Unterschiede zwischen den beiden Indizes. Für Anleger, welche vor allem auf möglichst niedrige Kosten aus sind, bieten die FTSE All-World ETFs von Vanguard sicherlich Vorteile. Unter Umständen kann es hier aber auch entscheidend sein, ob ETFs im Rahmen einer Aktion kostenlos angeboten werden.

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Während die Wahl des ETFs beim FTSE All-World letztlich nur davon abhängt, ob man einen thesaurierenden oder einen ausschüttenden Fonds präferiert, hebt sich aufseiten des MSCI ACWI ein eindeutiger Favorit hervor. Der SPDR MSCI ACWI UCITS ETF kann sich in Sachen Kosten, Tracking Differenz und Performance von seiner Konkurrenz absetzen.

Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF im Überblick:

  • Name: Vanguard FTSE All-World UCITS ETF
  • ISIN: IE00B3RBWM25 / IE00BK5BQT80
  • WKN: A1JX52 / A2PKXG
  • Replikationsmethode: Physisch / Physisch
  • Laufende Kosten (TER): 0,22 % / 0,22 %
  • Ertragsverwendung: Ausschüttend / Thesaurierend
  • Auflagedatum: 22.05.2012 / 23.07.2019
  • Fondsgröße: 4.381 Mio. EUR / 1.079 Mio. EUR
  • Handelbar bei u.a.: Smartbroker*, Consorsbank*, comdirect*




Der SPDR MSCI ACWI UCITS ETF im Überblick:

  • Name: SPDR MSCI ACWI UCITS ETF
  • ISIN: IE00B44Z5B48
  • WKN: A1JJTC
  • Replikationsmethode: Physisch
  • Laufende Kosten (TER): 0,40 %
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend
  • Auflagedatum: 13.05.2011
  • Fondsgröße: 1.493 Mio. EUR
  • Handelbar bei u.a.: Smartbroker*, Consorsbank*, comdirect*

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