Bitcoin kaufen: Zahlungsmittel oder Wertspeicher – was bringt die Zukunft? 

Zur bekanntesten Kryptowährung Bitcoin gibt es viele Meinungen. Die einen Fans sehen im Bitcoin das Allheilmittel, die Skeptiker schreiben der Kryptowährung keine Zukunft zu. Darüber hinaus gibt es Krypto-Investoren, die auf die zunehmende Akzeptanz als Zahlungsmittel setzen, während wiederum andere Bitcoin als eine Art Wertspeicher sehen. Obgleich niemand weiß, was die Zukunft im Krypto-Sektor bringt, wollen wir uns einmal die Potenziale von Bitcoin näher anschauen.

Die Kryptowährung Bitcoin

Beim Bitcoin handelt es sich um eine digitale Währung. Die Transaktionen von Bitcoin basieren auf der innovativen Blockchain-Technologie. Der Entwickler mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto hat 2008 in einer Veröffentlichung die Funktionsweise beschrieben und ein Jahr später den Bitcoin in Form einer Open-Source-Softwarelösung gelauncht. Der Bitcoin entsteht durch das sogenannte Mining, bei welchem durch verschlüsselte Transkationen ein neuer Bitcoin entsteht. Grundlegend für diese Funktionsweise ist das Konzept Proof-of-Work.

Die Bitcoin-Performance

Ein Blick auf den Bitcoin-Chart offenbart eine unfassbare Erfolgsgeschichte für die Anleger der ersten Stunde.

2009-2013

2009 konnte man noch 1309 Bitcoin für einen Dollar erwerben. Anschließend stieg der Bitcoin-Kurs fast kontinuierlich, obgleich diese Performance von einer enormen Volatilität begleitet war. Kurssprünge im hohen zweistelligen Bereich waren keine Seltenheit. Bereits 2011 kam der Bitcoin in den Mainstream-Medien an und wurde zum Preis von einem Dollar gehandelt. Anschließend nahm die Entwicklung weiter Fahrt auf. 2013 knackte der Bitcoin-Kurs zunächst die 1000-Dollar-Grenze.

2017-2018

Besonders stark performte der Bitcoin im Bullenmarkt 2017. Ende 2017 durchbrach der Bitcoin zunächst die Grenze von 20.000 Dollar. In einem Jahr gab es eine Performance von über 2500 %. Der Höhenflug dauerte jedoch nur wenige Wochen an. Im Februar 2018 folgte für viele Anleger das böse Erwachsen, als der Bitcoin-Kurs in wenigen Monaten über 80 % des All-Time-Highs wieder einbüßte. In den darauffolgenden Jahren stieg der Bitcoin-Kurs kontinuierlich an.

2020-Heute

Doch so richtig Fahrt nahm der Krypto-Kurs erst wieder im Jahr 2020. auf Nachdem im Corona-Crash auch der Bitcoin-Kurs auf unter 5000 USD fiel, ging es vor dem nächsten Halving-Event zur Sache. Im Mai 2020 überschritt man die 10.000 US-Dollar. Ende des Jahres sollten es schon mehr als 23.000 Dollar sein. Im April 2021 gab es mit rund 64.000 US-Dollar passend zum Coinbase-IPO ein neues Allzeithoch. Einige Crashs später bewegt sich der Bitcoin um die 40.000 Dollar-Marke.

Wer frühzeitig auf Bitcoin gesetzt hat, ist heute möglicherweise Millionär – dabei spielt es gar keine Rolle, aus welchen Gründen dies geschah. Dies ist allenfalls für die kommende Entwicklung relevant.

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Zunehmende Akzeptanz als Zahlungsmittel

Ein Grund für den Kursanstieg von Bitcoin war die zunehmende Akzeptanz als Zahlungsmittel. Lange Zeit handelten die Krypto-Enthusiasten den Bitcoin als digitale Währung der Zukunft. In der jüngeren Vergangenheit machten immer mehr Unternehmen Nägel mit Köpfen. Tesla (mittlerweile nicht mehr), NewWork, PayPal und Co. erlaubten die Zahlung via Bitcoin. Und auch Mastercard, Visa oder eBay denken zunehmend ernsthafter über die Integration von Kryptowährungen nach.

Das digitale Gold der Zukunft

Auf der anderen Seite wird Bitcoin als digitales Gold der Zukunft gehandelt. Insbesondere jüngere Anleger können dem Edelmetall oftmals wenig abgewinnen. Zu gering war die Rendite in der Vergangenheit. Mit dem reinen Argument Vermögensschutz lassen sich viele junge Anleger nicht mehr hinter dem Baum hervorlocken. Diese schwören auf den Bitcoin, den sie als neues Gold bezeichnen, welches Vermögensschutz mit Kursgewinnen verbindet.

Dank Knappheit Schutz vor Inflation

Fans der Kryptowährung verweisen auf den Schutz vor Inflation. Denn während das Fiat-Geld jedes Jahr einen Teil des Wertes verliert, gibt es beim Bitcoin eine künstliche Verknappung. Aktuell befinden sich rund 19 Millionen Bitcoins im Umlauf. Die maximale Anzahl der Coins ist auf 21 Millionen begrenzt. Diese harte Grenze sorgt dafür, dass der Bitcoin eben nicht beliebig vermehrbar ist – so wie dies die Zentralbanken mit dem Papiergeld machen können.

Erst am Anfang eines langen Weges

Dennoch handelt es sich bei der Entwicklung von Bitcoin zum Zahlungsmittel oder Wertspeicher um einen langen Prozess, der noch am Anfang steht. Umfragen zufolge sind viele Verbraucher und Privatanleger noch skeptisch, was digitale Währungen angeht. Diese heben oftmals den spekulativen Charakter eines Krypto-Investments hervor, was weder auf Zahlungsmittel noch Wertaufbewahrung hindeutet.

Ist Bitcoin das neue Zahlungsmittel oder der Wertspeicher der Zukunft?

Obgleich immer mehr Unternehmen den Bitcoin als Zahlungsmittel adaptieren, scheint es unwahrscheinlich, dass wir Menschen im Alltag alles Erdenkliche mit Bitcoin bezahlen werden. Das muss nicht heißen, dass es keine digitale Währung zum Zahlungsmittel der Zukunft schafft. Im Gegenteil deutet vieles darauf hin, dass die Tage von Papiergeld gezählt sind.

Zugleich kann die Bitcoin-Blockchain nur bis zu sieben Transaktionen pro Sekunde durchführen. Andere Kryptos sind dem Bitcoin hier deutlich überlegen. Die Transaktionen im Hauptnetzwerk sind zudem zu teuer. Dies könnte sich ändern, wenn Second- und Third-Layer-Anwendungen die Abwicklung von Zahlungen übernehmen. Heute ist Bitcoin technisch schlichtweg nicht in der Lage, im Alltag als gängiges Zahlungsmittel zum Einsatz zu kommen.

Trotz der enormen Volatilität ist die Etablierung als Mittel zur Wertaufbewahrung weiter fortgeschritten. Schließlich spricht schon die Knappheit für den Bitcoin. Zugleich steigt das Vertrauen in die digitale Währung, die als sicher und transparent gilt. Insbesondere bei jüngeren Kunden ist Bitcoin bereits beliebter als das ursprüngliche Asset zur Geldaufbewahrung Gold.

Was die Zukunft bringen wird, kann man wohl nicht vorhersagen. Dennoch scheint es wahrscheinlich, dass der Bitcoin nicht mehr einfach aus unserem Leben verschwinden wird. Wie und in welcher Rolle Bitcoins das Leben der Zukunft prägen, bleibt spannend.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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