Die 8 größten Fehler, die Börsenneulinge machen können

Es ist nie zu früh oder zu spät, um mit der Wertpapieranlage zu beginnen. Unabhängig vom eigenen Alter: Wer sich zum ersten Mal auf das Börsenparkett wagt, sollte bereit sein, sich möglichst eingehend mit der Materie auseinanderzusetzen. Es geht schließlich um das eigene Geld. Besonders ärgerlich ist es dabei, wenn man einem eigentlich leicht vermeidbaren Anfängerfehler anheimfällt.

Zum Glück existiert heute eine Fülle an Informationsquellen, die gerade Börsenneulingen dabei helfen, nicht in die gleiche Falle zu tappen, wie viele andere vor ihnen. Die folgenden Fehler sollte man als Einsteiger an der Börse tunlichst vermeiden.

Anfängerfehler Nr. 1: Keine Recherche

Der offensichtlichste Fehler ist selbstverständlich, sofort loszulegen, ohne sich überhaupt je einmal mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. Das Investment in Aktien, ETFs und Kryptowährungen ist weniger kompliziert als viele denken. Ein bisschen komplex ist es allerdings schon.

Man sollte als blutiger Anfänger daher nicht glauben, sofort auf Anhieb den Dreh raus zuhaben und sich daher nicht tiefer in das Thema einarbeiten zu müssen. Jeder Börsenneuling ist gut beraten, sich zu Beginn gründlich über die Mechanismen der Börse zu informieren.

Das bedeutet freilich nicht, dass man unendlich viele Börsenbücher wälzen muss. Zumindest die Grundlagen sollte man allerdings schon verstehen. Wer dafür allerdings so gar keine Zeit (oder Lust) hat, sollte zumindest über die Zuhilfenahme eines Finanzberaters nachdenken oder alternativ einen günstigen Vermögensverwalter wie z. B. einen Robo-Advisor in Erwägung ziehen.

Anfängerfehler Nr. 2: Keine Geduld

Entgegen dem, was manche eventuell glauben mögen, ist der Aktienmarkt nicht unbedingt der Weg zum schnellen Geld. Wer mit der Erwartung investiert, schnell reich zu werden, neigt dazu, ungeduldig zu werden und vermeidbare Fehler zu begehen.

Anstatt nur kurzfristig orientiert zu handeln und immer möglichst schnell möglichst hohe Renditen erzielen zu wollen, sollten gerade Anfänger lieber auf eine langfristig orientierte Anlagestrategie setzen. ETFs eignen sich hierfür beispielsweise besonders gut.

Wer in Wertpapiere investiert und diese anschließend über einen langen Zeitraum hinweg im Depot behält, wird damit im Laufe der Zeit meist mehr Rendite erzielen als mit kurzfristigen Spekulationen. Geduld ist gerade für Anleger oftmals eine besonders wichtige Tugend.

Anfängerfehler Nr: 3: Zu viel handeln

Gerade in den ersten Wochen an der Börse neigt man häufig dazu, jeden Tag ins Depot zu blicken und ständig zu checken, wie sich die eigenen Wertpapiere gerade schlagen. Vor lauter Hummeln im Hintern kaufen Anfänger dann auch gerne immer wieder aufs Neue Aktien und lösen andere Positionen wieder auf.

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Dies ist jedoch ein Fehler. Jedes Mal, wenn man mit Wertpapieren handelt, werden auch entsprechende Gebühren für den Broker und den Handelsplatz fällig. Kauft und verkauft man nun unentwegt, addieren sich die Kosten schnell und fressen jede potenzielle Rendite auf. Besser ist es, die Füße stillzuhalten und die eigenen Wertpapiere unbehelligt arbeiten zu lassen.

Anfägerfehler Nr. 4: Auf das Bauchgefühl hören

Es ist nicht leicht, sich die richtigen Wertpapiere herauszusuchen. Die Auswahl ist unüberschaubar und man weiß nie, welche Aktien oder ETFs in Zukunft gut performen werden. Anfänger neigen hierbei gelegentlich dazu, „auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen“. Dies ist jedoch in den aller seltensten Fällen eine gute Idee.

Auch, wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag: Die Börse ist kein Glücksspiel. Meistens fußen die Kursentwicklungen der einzelnen Wertpapiere auf realen Zahlen und objektiven Faktoren. Es lässt sich nicht leugnen, dass gelegentlich auch weniger rationale Aspekte im Zusammenhang mit der Börsenpsychologie eine Rolle spielen.

Auf den eigenen Bauch zu hören oder einfach nur blindlings zu raten, führt jedoch so gut wie nie zum Erfolg. Eines der ersten Dinge, welches man als angehender Anleger lernen sollte, ist es, die eigenen Gefühle hinten anzustellen. Auch, wenn dies manchmal schwerfallen mag – letztlich fährt man damit immer besser.

Anfängerfehler Nr. 5: Aktienkauf auf Pump

Je mehr Geld man an der Börse investiert, desto mehr Rendite kann man auch erzielen. Dieser Fakt lässt sich nicht leugnen. Jedoch sollte man sich dadurch auf keinen Fall dazu verleiten lassen, auf Pump zu investieren.

Das Risiko, Verluste zu machen, ist immer gegeben. Selbst vermeintlich „todsichere Tipps“ können sich im Nachhinein als Verlustgeschäfte erweisen. Für sich genommen ist dies bereits schlimm genug. Hat man nun jedoch Geld verloren, welches man sich zuvor nur geliehen hatte, macht man damit gleich alles doppelt so schlimm.

Anfänger sollten grundsätzlich nur Geld investieren, welches sie tatsächlich auch haben. Auch der Margin-Handel, der von vielen Brokern angeboten wird, ist etwas, von dem gerade Anfänger unbedingt die Finger lassen sollten.

Anfängerfehler Nr. 6: Nicht diversifizieren

Weder an der Börse noch bei anderen Arten des Investierens ist es jemals eine gute Idee, alles auf eine Karte zu setzen. Es spielt dabei auch keine Rolle, wie renditeträchtig ein bestimmtes Investment angeblich zu sein scheint. Ein ausreichendes Maß an Diversifizierung gehört zu den unumstößlichen Grundvoraussetzungen für jedes langfristig erfolgreiche Investment.

Diversifikation bedeutet hierbei nicht nur, auf mehrere verschiedene Aktien zu setzen. Auch andere Anlagen wie z. B. Anleihen, Edelmetalle, Kryptowährungen und gegebenenfalls Immobilien sollten Teil des eigenen Portfolios sein.

Gerade als Börsenneuling fällt es natürlich schwer, sich sofort auf Anhieb ein breit aufgestelltes Portfolio aufzubauen. Jeder muss schließlich irgendwo anfangen. Es ist jedoch wichtig, dass man sich der Notwendigkeit zur Diversifizierung bewusst ist. Spätere Investments sollten daher bei Anfängern idealerweise in die Breite erfolgen.

Einer der großen Vorteile von ETFs ist übrigens, dass man bereits mit einem einzigen Wertpapier in die Wertentwicklung zahlreicher verschiedener Aktien investieren kann. Daher eignen sich Basis-ETFs auch gerade für Einsteiger hervorragend.

Anfängerfehler Nr: 7: In Dinge investieren, die man nicht versteht

Ein berühmter Börsengrundsatz lautet, dass man nur in Dinge investieren sollte, die man auch versteht. Für Börsenneulinge stellt dies natürlich ein gewisses Problem dar. Am Anfang versteht man vermutlich sehr viele Investments nicht. Aus genau diesem Grund sollte man natürlich auch versuchen, den eigenen Horizont zu erweitern.

Ganz besonders kritisch wird es jedoch, wenn Anfänger in hochkomplexe Anlageprodukte wie beispielsweise CFDs oder Ähnliches investieren. Auch der Optionshandel hat seine Tücken. Das Risiko, hier Verluste zu erleiden, ist besonders für unerfahrene Anleger immens. Komplexe Finanzprodukte eignen sich nur in den seltensten Fällen für Kleinanleger.

Anfängerfehler Nr. 8: Bei Verlusten in Panik geraten

Panik ist gerade an der Börse ein außerordentlich schlechter Ratgeber. Früher oder später wird man als Anleger auch einmal mit fallenden Kursen konfrontiert werden. Muss man plötzlich mitansehen, wie die eigenen Investments zusehends an Wert verlieren, ist der Drang schnell groß, zu verkaufen und zu retten, was zu retten ist.

Ob der Verkauf hierbei jedoch wirklich die beste Option ist, hängt stets von der jeweiligen Situation ab. Durchlebt ein Unternehmen eine wirtschaftliche Krise, ohne das Aussicht auf Besserung besteht, kann der Verkauf der entsprechenden Aktie tatsächlich die beste Lösung sein. Brechen die Kurse jedoch flächendeckend aufgrund eines Börsen-Crashs ein, ist es in der überwiegenden Zahl der Fälle schlauer, die Füße stillzuhalten.

Wie man sich angesichts persönlicher Verluste verhält, ist womöglich die am schwersten zu lernende Börsenlektion überhaupt. Je früher man sie lernt, desto besser.

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Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. ETFs, Aktien und Kryptowährungen sind seine Leidenschaft.

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