Die dreistesten Crowdfunding-Betrügereien auf Kickstarter, Indiegogo und Co.

Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo sind beliebte Anlaufstellen für Einzelpersonen und kleine Start-ups. Dort können sie sich nicht nur Kapital für ihre Ideen einholen, sondern sich gleichzeitig auch einen Stamm potenzieller Käufer aufbauen. Allerdings ist es hier in der Vergangenheit auch immer wieder zu dreisten Betrügereien gekommen. Manchmal können die fertigen Endprodukte die vollmundigen Versprechungen ihrer Hersteller nicht einhalten. In anderen Fällen erschien das entsprechende Produkt erst gar nicht und die Unterstützer mussten ihrem verlorenen Geld jahrelang hinterherrennen.
Nicht immer beabsichtigten die Initiatoren dabei von Anfang an, ihre Unterstützer hinter das Licht zu führen. Manchmal sollte sich erst im Nachhinein herausstellen, dass die Realisierung eines beworbenen Projekts deutlich komplexer war als ursprünglich gedacht. Letztlich macht dies für die geprellten Unterstützer jedoch kaum einen Unterschied.

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Fontus – 340.000 Dollar

Die Entwickler von Fontus versprachen, eine selbstfüllende Wasserflasche zu erschaffen. Das Gerät sollte durch eine kleine Solarzelle mit Energie versorgt werden. Anschließend würde die Luftfeuchtigkeit aus der Umgebungsluft gefiltert und zu trinkbarem Wasser destilliert werden. Das Ganze wurde als praktische Trinkflasche für unterwegs verkauft. Die Technik dahinter war nicht wirklich neu und findet seit vielen Jahren in herkömmlichen Luftentfeuchtern Anwendung. Allerdings handelt es sich dabei um unhandliche Geräte, deren destilliertes Wasser zudem nicht zum Trinken geeignet ist. Wie sich herausstellte, konnte Fontus das Rad nicht neu erfinden. Man ging Pleite und rund 1.500 Unterstützer blieben auf dem Trockenen sitzen.

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Dragonfly Futurefön – 600.000 Dollar

Jeff Batio versprach seinen Unterstützern auf Indiegogo ein futuristisches Hybridprodukt, welches die Funktionalität eines Laptops mit einem Smartphone verbinden würde. Es gelang ihm, beinahe 600.000 Dollar für seine Idee einzusammeln. Schon bald sollte sich jedoch herausstellen, dass Batio außer leeren Versprechungen rein gar nichts zu bieten hatte. Über Monate hinweg vertröstete er seine Unterstützer mit diversen Geschichten über technische Probleme. Außerdem behauptete er, Leute, die die Technologie hinter Futurefön fürchteten, würden dessen Entwicklung behindern. Letztlich wurde der Futurefön niemals gebaut.
Triton – über 800.000 Dollar

2016 warb Triton auf Indiegogo für das erste Unterwasseratmungsgerät der Welt, welches keinen Sauerstoffvorrat benötigte. Stattdessen versprach der Hersteller, dass der Sauerstoff über ein künstliches Kiemensystem direkt aus dem Wasser gewonnen werden würde. Ermöglicht werden sollte dies durch eine extrem leistungsfähige Batterie, die 30-Mal kleiner als herkömmliche Batterien sein sollte, jedoch hundertfach mehr Energie liefern würde. Skeptische Zeitgenossen hätten sich die Frage gestellt, weshalb eine solch revolutionäre Technologie überhaupt einer Crowdfunding-Kampagne bedürfe. Dennoch sammelte Triton rund 800.000 Dollar ein, ehe ans Licht kam, dass das versprochene Gerät unmöglich wie beschrieben gebaut werden könnte.

CST-01 – über 1 Million Dollar

Central Standard Timing gelang es 2013, über eine Million Dollar von Unterstützern auf Kickstarter einzusammeln. Versprochen wurde die dünnste Armbanduhr der Welt. Schnell sollte sich jedoch herausstellen, dass man schlicht nicht über die notwendige Technologie verfügte, um die Uhr tatsächlich wie versprochen herzustellen. 2015 veröffentlichte Central Standard Timing eine Entschuldigung auf seiner Kickstarter-Seite sowie ein zwischenzeitliches Update, wie weit man bisher mit der Entwicklung der Uhr sei. Nachdem man sich jedoch mit dem Hersteller, welcher die geplante Uhr produzieren sollte, überworfen hatte, stand man wieder ganz am Anfang. Ein Jahr später meldete Central Standard Timing Insolvenz an.

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popSlate 2 – 1.100.000 Dollar

Im März 2016 erzielte popSlate 2 mehr als 1.000 Prozent des ursprünglich anvisierten Crowdfunding-Ziels. Ziel war es, eine Art zweiten Bildschirm für ein Smartphone herzustellen, welcher als praktischer E-Reader benutzt werden könnte. Dadurch wären Nutzer in der Lage, sich Videos und Texte auf einem deutlich größeren Bildschirm als ihrem kleinen Smartphone anzusehen. Bereits ein Jahr später verkündete das Unternehmen jedoch unvermittelt, dass man gerade dabei sei, sich aufzulösen. Kein einziger Unterstützer würde sein vorbestelltes Exemplar erhalten und zudem sei auch kein Geld mehr für irgendwelche Rückerstattungen übrig. Es handelte sich um das letzte Update von popSlate 2.
Tiko – 2.950.000 Dollar

Der Miniatur-3-D-Drucker Tiko begann zwar nicht als Betrugsmasche. Allerdings sollten rund 12.500 der insgesamt 16.500 Unterstützer dennoch am Ende mit leeren Händen dastehen. Die Entwickler wollten ursprünglich lediglich 100.000 Dollar einnehmen, übertrafen dieses Ziel jedoch beinahe um das 30-Fache. Allerdings sollte sich bald herausstellen, dass sie die Anforderungen und Kosten einer Massenproduktion unterschätzt hatten. Bis 2017 gelang es ihnen lediglich, 4.000 Exemplare zu verschicken. Danach machte das Unternehmen dicht und ein Großteil der Unterstützer ging leer aus.

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Skarp Laser Razor – 4.500.000 Dollar

Der Skarp Laser Razor sollte es seinen Nutzern ermöglichen, ihren Bart mit einem starken Laser zu trimmen. Tatsächlich verfügte der produzierte Prototyp auch über einen funktionierenden Laser. Allerdings verlief dieser durch ein Glasfaserkabel, welches zu einer Art Klinge geschärft war. Dadurch wurde der eigentliche Laser jedoch mehr zu einer reinen Lichtshow. Nach einer Reihe von Beschwerden entschloss sich Kickstarter dazu, die Kampagne zu beenden und sämtlichen Unterstützern ihr Geld zurückzuzahlen. Noch im gleichen Jahr eröffnete Skarp jedoch auf Indiegogo eine neue Kampagne und sammelte dort immerhin noch rund 500.000 Dollar ein. Fünf Jahre später sind die Kommentare auf der Indiegogo-Seite von Skarp voll von Beschwerden über ein nicht erhaltenes Produkt oder Forderungen nach einer Rückerstattung.
Coolest Cooler – 13.300.000 Dollar

Hinter dem Namen Coolest Cooler verbarg sich eine tragbare Kühlbox, die zusätzlich auch noch über einen integrierten Mixer, Bluetooth-Lautsprecher sowie ein USB-Ladegerät verfügen sollte. Das ursprüngliche Ziel der Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter belief sich gerade einmal auf 50.000 Dollar. Stattdessen nahm man über 13 Millionen Dollar ein. Was folgte, waren jedoch endlose Produktionsverzögerungen. 2019, fünf Jahre nachdem man das Geld eingenommen hatte, meldete das dahinter stehende Unternehmen schließlich Insolvenz an. Als Grund hierfür schob man die Strafzölle vor, welche die USA gegenüber China erlassen hatten. Von den rund 62.000 Unterstützern hatten zu diesem Zeitpunkt aber erst 40.000 ihre Kühlbox erhalten.

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