Welcher Technologie-ETF soll es denn sein?

Technologie-Titel gelten seit Jahren als Garanten für starkes Wachstum und eine hohe Rendite. Mit ETFs können Anleger breit gefächert entweder in den kompletten Sektor oder spezifische Branchen investieren. Welcher ETF hierbei am besten geeignet ist, hängt sowohl von der eigenen Risikobereitschaft wie auch der Zusammensetzung des restlichen Portfolios ab.
NASDAQ 100 – Der Klassiker

Wer an Technologiewerte denkt, dem kommt vermutlich als Erstes der US-amerikanische NASDAQ in den Sinn. Während der Nasdaq Composite mehr als 3.000 Aktien enthält und damit fast das komplette Spektrum des US-Marktes abdeckt, was Technologieunternehmen angeht, setzt sich der NASDAQ 100 aus lediglich 100 Werten zusammen. Bei diesen 100 Unternehmen handelt es sich jedoch um die größten Technologieunternehmen nach Marktkapitalisierung.

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Es ist vor allem der NASDAQ 100, auf welchen Anleger seit vielen Jahren auf der Suche nach Wachstum blicken. Seit der Jahrtausendwende haben sich Internet und IT zu den zentralen Speerspitzen der immer weiter wachsenden Weltwirtschaft entwickelt. Mit Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet und Facebook sind die fünf teuersten Unternehmen der Welt allesamt im US-Tech-Sektor verortet. Zudem bieten die Vereinigten Staaten hervorragende Voraussetzungen für aufstrebende Start-ups, um innerhalb relativ kurzer Zeit zu wachsen und selbst zu einem signifikanten Player zu werden.

Es sprechen also gute Gründe dafür, speziell in den US-Markt zu investieren, wenn es um Technologie geht. Der NASDAQ 100 ist dafür eine natürliche Anlaufstelle. Zur Auswahl stehen hier zahlreiche unterschiedliche ETFs von verschiedenen Anbietern. Die günstigsten ETFs stammen dabei von Lyxor (ISIN: LU1829221024/LU2197908721). Sowohl der thesaurierende wie auch der ausschüttende ETF kosten jeweils nur 0,22 Prozent.

Geht man hingegen rein nach Performance, hat der Invesco EQQQ NASDAQ-100 UCITS ETF (ISIN: IE0032077012) über einen Zeitraum von wahlweise 1 bis 5 Jahren stets die Nase vorn. Lediglich der iShares NASDAQ 100 UCITS ETF (ISIN: IE00B53SZB19) kommt diesem in Sachen Performance nahe. Mit einer TER von 0,30 Prozent ist der Invesco ETF zudem auch eines der günstigeren Produkte.
Alternative US-Technologie-ETFs

Allerdings existieren auch abseits des NASDAQ 100 und der ihn abbildenden ETFs durchaus Möglichkeiten für Anleger, von der Wertentwicklung des US-Tech-Sektors zu profitieren. Als besonders performancestarke Option hat sich dabei der iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF (ISIN: IE00B3WJKG14) erwiesen. Über die vergangenen fünf Jahre kommt dieser auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von 27,19 Prozent. Zum Vergleich: Der Invesco EQQQ NASDAQ-100 UCITS ETF erreicht über den gleichen Zeitraum 24,26 Prozent. Hinzu kommt, dass der ETF von iShares mit einer TER von 0,15 Prozent auch nur halb so teuer ist.

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Allerdings gibt es auch Gründe, welche gegen den iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF sprechen. Zu nennen sind hier in erster Linie dessen Zusammensetzung und Gewichtung. So beinhaltet er lediglich 73 Technologieunternehmen. Entscheidender ist jedoch, dass er noch deutlich stärker von den großen Tech-Giganten dominiert wird als die ETFs auf den NASDAQ 100. Während Apple und Microsoft in Letzteren mit jeweils rund 12 bzw. 9 Prozent gewichtet sind, sind es im S&P 500 Information Technology Index jeweils doppelt so viel. Die Wertentwicklung hängt also zu rund 42 Prozent von lediglich zwei Unternehmen ab. Dadurch machen sich Anleger trotz der Nutzung eines Indexfonds in erheblichem Maße von Einzelunternehmen abhängig.

Es ist eben jene starke Konzentration auf einige wenige US-Unternehmen, die Anleger bei einem Investment in einen US-Tech-ETF grundsätzlich im Auge behalten sollten. Da die großen US-Tech-Konzerne eine enorme Marktkapitalisierung aufweisen, sind sie auch in anderen Indizes, welche nach Marktkapitalisierung gewichten, stark vertreten. Mit 4,4 und 3,1 Prozent führen Apple und Microsoft beispielsweise auch den MSCI World Index an. Bei der Zusammenstellung des eigenen Portfolios sollte man daher darauf achten, dass kein allzu großes Klumpenrisiko entsteht, wenn sich die Anteile der Big-Tech-Werte über mehrere ETFs hinweg akkumulieren.
Breiter aufgestellt mit einem Weltindex?

Wer sich nicht vollkommen abhängig vom US-Tech-Sektor machen möchte, könnte stattdessen auf einen globalen Technologie-ETF ausweichen. Hier bieten sich drei ETFs auf den MSCI World Information Technology Total Return Net Index an. Von diesen ist der Xtrackers MSCI World Information Technology UCITS ETF (ISIN: IE00BM67HT60) der größte und auch am besten performende Indexfonds. Seine laufenden Kosten (TER) liegen mit 0,25 Prozent ungefähr gleichauf mit den US-amerikanischen ETFs.

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Der ETF enthält rund 180 unterschiedliche Werte. Allerdings wird sein Vergleichsindex mit 87 Prozent von den USA dominiert. Die Abhängigkeit vom US-Markt ist also auch hier enorm. Dies lässt sich vermutlich auch kaum vermeiden, sofern man nicht ganz spezifisch auf ein Produkt setzt, dass sich auf eine bestimmte Weltregion außerhalb der USA konzentriert. Die Wertentwicklung der großen US-amerikanischen Technologie-Unternehmen ist über die vergangenen Jahre schlicht zu stark gewesen, sodass ausländische Werte kaum mithalten können.

Besonders kurios ist, dass auch der MSCI World Information Technology ein starkes Übergewicht von Apple (20 Prozent) und Microsoft (15 Prozent) aufweist. Bei den NASDAQ 100 ETFs ist die Konzentration auf diese beiden Werte also am niedrigsten.
Ausländische Technologie-ETFs als Alternative

Wie bereits erwähnt, lässt sich die starke US-Dominanz im Tech-Sektor nur mit einem regionalen ETF umgehen. In Europa währen dies beispielsweise ETFs auf den STOXX Europe 600 Technology Index. Der einzige Indexfonds mit einem Fondsvolumen von über 100 Mio. Euro ist dabei der iShares STOXX Europe 600 Technology UCITS ETF (ISIN: DE000A0H08Q4). Allerdings ist dieser mit einer TER von 0,46 Prozent auch relativ teuer. Die Produkte von Lyxor (ISIN: IE00BKWQ0K51) und Xtrackers (ISIN: LU0292104469) sind im Vergleich mit jeweils 0,30 Prozent billiger, sind jedoch auch vergleichsweise klein.

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Sowohl in Sachen Diversifizierung wie auch bei der Performance kann der STOXX Europe 600 Technology Index jedoch nicht sonderlich auftrumpfen. Auch hier dominieren mit ASML Holding NV (28,5 Prozent) und SAP (15 Prozent) zwei Werte. Anleger machen sich also lediglich von zwei anderen Unternehmen als Apple und Microsoft abhängig. Die durchschnittliche jährliche Rendite des iShares ETFs ist mit 14,4 Prozent zwar gut, reicht jedoch nicht an die US-amerikanische Konkurrenz heran.

Eine weitere Alternative, die zumindest eine Überlegung wert ist, ist der HANetf EMQQ Emerging Markets Internet & Ecommerce UCITS ETF (ISIN: IE00BFYN8Y92). Er bietet Anlegern Zugang zur Wertentwicklung von 100 Schwellenlandwerten aus den Bereichen Internet und E-Commerce. Mit Unternehmen wie Tencent sind hier zudem auch nicht nur Konzerne enthalten, die sich stark auf den Online-Handel spezialisiert haben. Gerade die chinesischen Werte dürften in den kommenden Jahren noch für gehöriges Wachstum sorgen. Bereits im zurückliegenden Jahr gehörte der ETF zu den am stärksten performenden Indexfonds. Seine größten Nachteile sind hingegen seine hohe TER (0,86 Prozent) sowie die höhere Volatilität, welche mit vielen Schwellenlandwerten einhergeht.

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