Diese Biotech-Aktien sollten Anleger 2021 auf dem Schirm haben

Spätestens seit diesem Jahr sind Biotechs in aller Munde. Ohne die innovativen Unternehmen mit ihren neuartigen Verfahren und Technologien wäre es kaum möglich gewesen, innerhalb so kurzer Zeit einen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln.
Lange Zeit lag der Fokus der Anleger in erster Linie darauf, welchem Unternehmen es als Erstes gelingen würde, einen Impfstoff zu präsentieren. Doch das eigentliche Potenzial von Biotechs liegt in ihren neuartigen Methoden, welche in den kommenden Jahren noch zahlreiche profitable Medikamente und Behandlungen hervorbringen dürften. Die folgenden Biotech-Unternehmen sollten Anleger daher besonders im Auge behalten.

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1. AbbVie
(US00287Y1091)

2013 spaltete sich AbbVie vom Pharmakonzern Abbott Laboratories ab. Seitdem ist der Wert des Unternehmens um über 180 Prozent angestiegen. Die Dividende hat sich mehr als verdreifacht. Aktuell können sich AbbVie-Aktionäre über eine Dividenden-Rendite von 5,3 Prozent freuen. Ein Blick auf das Sortiment des Unternehmens zeigt, weshalb es in den vergangenen Jahren so gut lief.

Der größte Umsatzbringer ist das extrem beliebte Medikament Humira, welches sehr wirksam bei der Behandlung von Arthritis ist. Dessen Patent läuft zwar in drei Jahren aus. Jedoch hat AbbVie bereits zwei ähnliche Präparate im Angebot. Mit der Übernahme von Allergan hat sich das Unternehmen zudem ein festes Standbein im Bereich der Neurologie und Schönheitschirurgie gesichert.

Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen konnte AbbVie seine Dividende auch 2020 kräftig erhöhen. Das Unternehmen vereint die bewährten Entwicklungsmethoden eines traditionellen Pharmakonzerns und die innovativen Technologien moderner Biotechs und ist damit hervorragend aufgestellt, um auch in den kommenden Jahren signifikante Umsätze zu generieren.
2. Amgen
(US0311621009)

Unter den Biotechs ist Amgen bereits ein alter Hase. Das Unternehmen wurde schon 1980 gegründet und kann daher auf reichlich Erfahrung bei der Entwicklung neuartiger Medikamente und Behandlungsmethoden zurückblicken. Dementsprechend verfügt Amgen aktuell auch gleich über eine ganze Reihe gewinnbringender Medikamente. Diese richten sich u. a. gegen Arthritis, Osteoporose sowie die Nebenwirkungen einer Chemotherapie.

Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen derzeit an diversen neuartigen Medikamenten. Hier schwingt jedoch auch ein gewisses Risiko mit. So entwickelt man derzeit ein Krebsmittel, welches erst vor Kurzem die Phase 2 seiner klinischen Studien abgeschlossen hat. Während Amgen selbst die Studien als erfolgreich bewertet, sehen einige Experten dies durchaus kritischer. Gleichzeitig blieb ein neuartiges Herzmedikament in seiner Phase 3 wichtige Ergebnisse schuldig. Infolgedessen wurde die Amgen-Aktie von Analysten herabgestuft.

Vereinzelte Rückschläge sind in dieser Branche durchaus üblich. Insgesamt ist Amgen daher auch für die Zukunft durchaus gut aufgestellt und dürfte über kurz oder lang wieder Erfolge bei der Entwicklung neuartiger Medikamente vermelden können.
3. BioNTech
(US09075V1026)

Dem Biotech-Unternehmen aus Mainz ist es in Zusammenarbeit mit dem US-Pharmakonzern Pfizer als erstes gelungen, einen wirksamen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln. Dementsprechend ist der Aktienkurs des Unternehmens im Laufe des Jahres geradezu explodiert. In den letzten 12 Monaten legte die Aktie um mehr als 400 Prozent zu.

Wie sich der Kurs der BioNTech-Aktie im kommenden Jahr entwickelt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie gut der selbstentwickelte Impfstoff im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet. Daher dürfte die Aktie in den nächsten Monaten durchaus zu den volatileren ihrer Art gehören. Das Potenzial für weitere Gewinne ist jedoch trotz der bereits recht hohen Bewertung nach wie vor gegeben.

Zusätzlich hat BioNTech bewiesen, dass sein eigenes mRNA-basiertes Verfahren hochgradig vielversprechend ist. Sein Impfstoff wird das erste auf mRNA-basierte Mittel sein, welches weltweit zugelassen wird. Der eigentliche Themenschwerpunkt von BioNTech ist die Krebs-Therapie. Wenn es dem Unternehmen gelingt, auch in diesem Feld seinen Wissensvorsprung zum Tragen zu bringen, dürften in Zukunft noch deutlich größere Wachstumszahlen möglich sein.

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4. CRIPSR Therapeutics

(CH0334081137)

Das CRISPR-Cas9-Verfahren erlaubt es, die in Genen enthaltenen Informationen unmittelbar zu editieren. Hierdurch eröffnen sich eine Vielzahl völlig neuartiger Behandlungsmethoden. Die Mitgründerin des Unternehmens Emmanuelle Charpentier erhielt für ihre Beteiligung an der Entwicklung des Verfahrens erst dieses Jahr den Nobelpreis.

CRISPR Therapeutics hat bereits eine Behandlung für die Sichelzellenkrankheit mithilfe des CRIPS-Cas9-Verfahrens entwickelt. Darüber hinaus befinden sich aktuell drei weitere Krebstherapien in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Daneben führt das Schweizer Unternehmen zudem noch Forschungen an sechs weiteren Projekten durch. In den kommenden Jahren könnte es hier also durchaus zu einer ganzen Reihe an Erfolgsmeldungen kommen.

Gleichzeitig ist der Kurs der Aktie aufgrund der Vielzahl in Entwicklung befindlicher Behandlungen auch durchaus volatil. Neben Erfolgsmeldungen sind nämlich ebenso gut gelegentliche Rückschläge möglich. Langfristig gesehen ist das Potenzial des angewendeten Verfahrens enorm. Kurz- bis mittelfristig sollten Anleger hier jedoch auch geduldig sein.

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5. Regeneron Pharmaceuticals
(US75886F1075)

Auch Regeneron Pharmaceuticals konnte von der Pandemie profitieren. Schwerpunkt ist hierbei jedoch nicht die Entwicklung eines Impfstoffes, sondern der Antikörper-Cocktail REGN-CoV2, welcher bereits Erkrankten verabreicht werden kann. Der wohl berühmteste Patient, der in den Genuss dieses Mittels kam, war US-Präsident Donald Trump.

Abseits davon umfasst das Sortiment von Regeneron eine Vielzahl weiterer Medikamente, welche ihre Wirksamkeit bereits unter Beweis gestellt haben und somit schon durchgängig Umsätze generieren können. Zudem hat das Unternehmen eine Reihe von Techniken entwickelt, mit denen Forscher deutlich schneller die einzelnen Bestandteile eines Medikaments auf ihre Wirksamkeit hin untersuchen können.

Durch seine starke Kombination aus erprobten und gewinnbringenden Medikamenten sowie der sicherlich stark ansteigenden Nachfrage nach REGN-CoV2 sehen zahlreiche Analysten Regeneron als eine der vielversprechendsten Biotech-Aktien für 2021 an. Das aktuelle Kursziel liegt daher rund 200 Dollar über dem derzeitigen Preis.
6. Vertex Pharmaceuticals
(US92532F1003)

Vertex Pharmaceuticals ist am besten für seine diversen Medikamente zur Behandlung von Mukoviszidose bekannt. Im Laufe der Jahre gelang es dem Unternehmen, gleich eine ganze Reihe an Medikamenten für dieses Leiden auf den Markt zu bringen. Der langfristige Kurstrend der Aktie zeigt stark nach oben.

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Erst vor Kurzem musste das Papier jedoch einen empfindlichen Kursverlust hinnehmen. Grund hierfür waren Rückschläge bei der Entwicklung eines Lungenmedikaments. Dies macht einmal mehr deutlich, wie stark die Aktien von Biotech-Unternehmen von den Ergebnissen der klinischen Studien ihrer neuen Medikamente abhängig sind. Anleger sollten diese Art von kurzfristiger und unvorhergesehener Volatilität daher stets mit einkalkulieren.

Mit VX-864 befindet sich aktuell ein vielversprechendes Präparat in der Entwicklung. Ergebnisse hierzu werden in der ersten Hälfte 2021 erwartet. Sollten diese positiv ausfallen, dürfte die Aktie rasch an Wert gewinnen. Bei einem abermaligen negativen Ergebnis könnte sich die Laune der Aktionäre und Analysten allerdings noch weiter verschlechtern. Vertex ist daher definitiv das spekulativste Papier unter den hier genannten Titeln.

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