Diese ehemaligen Milliardäre sind heute pleite

Nicht immer währt der Traum vom Reichtum lange. Bei einigen vermögenden Personen folgte auf großen Reichtum das böse Erwachen. Während das Schicksal von Lotto-Gewinnern und Millionären allseits bekannt, braucht es für die Pleite eines Milliardärs mehr Ungeschick. Nichtsdestotrotz findet sich eine illustre Runde an Milliardären, die den Gang in die Pleite mal weniger und häufig mehr selbstverschuldet antreten mussten.
Allen Stanford

Allen Stanford ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Finanzier. 2012 verurteilte ihn ein amerikanisches Gericht in Texas zu einer Haftstrafe von 110 Jahren Gefängnis – ihm wurde vorgeworfen, über einen zwanzigjährigen Zeitraum zahlreiche Investoren, um mehr als sieben Milliarden US-Dollar betrogen zu haben. Ein Großteil der Opfer wartet noch heute auf eine Kompensation. Nach dem Bankrott eines Fitnessstudios wendete sich der Unternehmer dem Offshore-Banking zu. Eines der größten Schnellballsysteme in der amerikanischen Geschichte entstand unter seiner Leitung. Zahlreiche Opfer waren Rentner, die im Glauben an sichere Investments ihr Geld Allen Stanford überließen.

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Bernard Madoff

Bei Bernhard Madoff handelt es sich ebenfalls um meinen US-Amerikaner. Als Finanz- und Börsenmakler baute sich Madoff ein Milliarden-Vermögen auf. Bei dem Madoff-Skandal handelt es sich um den größten Betrug, den es an der New York Stock Exchange gab. Als Market Maker verwaltete die Bernard L. Madoff Investment Securities LCC das Geld von vermögenden Kunden – die versprochenen Gewinne wurden dabei aus neuen Kundeneinlagen bezahlt. Es handelte sich um ein sogenanntes Ponzi-System. 2009 sprach ein US-amerikanisches Gericht Madoff wegen Diebstahl, Geldwäsche und Urkundenfälschung schuldig. Die Haftstrafe von 150 Jahren bedeutete zugleich die Pleite des verbrecherischen US-Milliardärs.
Eike Batista

Der deutsch-brasilianische Unternehmer Eike Batista verfügte über ein Vermögen von 30 Milliarden US-Dollar. 2012 machte ihn das laut Forbes zum siebtreichsten Menschen der Welt. Nach der Pleite seines Öl-Giganten OGX im Jahr 2013 verlor Batista den Großteil seines Vermögens. Im Zuge der Ermittlungen stießen die Behörden auf Unregelmäßigkeiten im Unternehmen. 2018 wurde Eike Batista zu einer Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt – er hatte den Gouverneur von Rio de Janeiro bestochen.

Björgolfur Gudmundsson

Björgolfur Gudmundsson ist ein isländischer Unternehmer und ehemaliger Fußballspieler. Als zweiter Isländer wurde Gudmundsson Milliardär. Sein Vermögen verdiente er sich als Investor in der Getränkeindustrie und Vorsitzender der Landsbanki, der zweitgrößten isländischen Bank. Gudmundsson und seine Frau waren als Philanthropen bekannt. Unter anderem unterstützten sie mit großen Spenden den Bau des isländischen Nationaltheaters oder diverser Universitäten. 2009 erklärte der Isländer den Gang in die Privatinsolvenz, nachdem das Forbes Magazin sein Vermögen noch ein Jahr zuvor auf 1,1 Milliarden US-Dollar geschätzt hatte.

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Jocelyn Wildenstein

Jocelyn Wildenstein ist die Ex-Frau eines bekannten Kunsthändlers. Mit einem Milliardenvermögen war die Amerikanerin für ihren verschwenderischen Lebensstil bekannt. Monatlich beliefen sich ihre durchschnittlichen Ausgaben auf über eine Million US-Dollar – alleine die Telefonrechnung kostete 5000 Dollar. 2018 meldete Wildenstein die Insolvenz an, als sich auf ihrem Konto 0 Dollar befanden. Trotz 2,5 Milliarden US-Dollar Abfindung im Zuge der Scheidung ist Jocelyn Wildenstein heute pleite. Eigenen Angaben nach war sie überrascht, als sie von ihrer Vermögenssituation erfuhr.
Vijay Mallya

Vijay Mallya ist ein indischer Unternehmer und ehemaliger Milliardär. Im Jahr 2005 gründete der Unternehmersohn eine Airline mit dem Namen Kingfisher Airlines. 2012 wurde der Flugbetrieb eingestellt, weil die Airline über zwei Milliarden US-Dollar Schulden hatte und die Löhne nicht mehr bezahlen konnte. Zur Rettung seiner Airline wollte Mallya seinen Whiskey-Brenner und Anteil am Formel-1-Team Sahara Force India verkaufen. 2016 reiste der ehemalige Milliardär mit 1,3 Milliarden US-Dollar Schulden im Gepäck nach Großbritannien, nachdem diverse Banken keinen Erfolg hatten, einen Arrest zu erwirken.

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Sean Quinn

Vom reichsten Irländer zum Pleitegeier – so lässt sich der Weg des irischen Unternehmers Sean Quinn beschreiben. Der Ire war für verschiedene Investments in der Plastik- und Hotelindustrie bekannt. Nachdem Sean Quinn der reichste Mann Irlands war, verlor er einen erheblichen Teil seines angehäuften Vermögens. 2011 musste Quinn die Insolvenz beantragen.

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Adolf Merckle

Mit Adolf Merckle ist auch ein deutscher Unternehmer auf der Liste, dem posthum diese zweifelhafte Ehre zuteil wird. Als Unternehmer und Investor beteiligte sich Merckle an zahlreichen Unternehmen, wie HeidelbergCement (WKN: 604700), die Zollern GmbH oder Kässbohrer. Zu seinem Vermögen gehörte das Gut Hohen Luckow in der Nähe von Rostock, das 2007 den G8-Gipfel mit den mächtigen Menschen der Welt beheimatete. 2009 warf sich Adolf Merckle vor einen Zug – Grund waren wohl die Finanzprobleme des Unternehmens.

Patrizia Kluge

Nach der Scheidung vom US-amerikanischen Milliardär John Kluge, der zum damaligen Zeitpunkt der reichste Mann Amerikas war, verfügte Patrizia Kluge über ein eigenes Milliarden-Vermögen. Ihre eigenen Investitionen waren jedoch nicht von Erfolg gekrönt. 2008 hatte Kluge einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Zunächst versteigerte sie ihre Immobilien sowie Möbel und Schmuck. 2011 meldete Patrizia Kluge die Privatinsolvenz an, nachdem ihr Weingut in den Besitz der Trump-Familie kam.

Elizabeth Holmes

Elizabeth Holmes ist ein ehemaliger Star aus dem amerikanischen Silicon Valley. Die Ex-Geschäftsführerin des Unternehmens Theranos hat sich auf Labor-Untersuchungen spezialisiert und wollte die Diagnostik von Blut revolutionieren. Bei der Gründung ihres Unternehmens brach Elizabeth Holmes ihr Stanford-Studium ab. Im Jahr 2015 wurde das Vermögen auf 3,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. 2020 entschied die Grand Jury, ein Verfahren gegen Holmes zu eröffnen. 2021 soll die Verhandlung über das Unternehmen stattfinden, das von der US-Regierung als groß angelegter Betrug bezeichnet wird.

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