Dieser Tesla-Anleger setzt sich als Millionär mit 39 Jahren zur Ruhe

Üblicherweise gilt Diversifikation als einer der Schlüssel für eine erfolgreiche Karriere als Anleger. Ein ehemaliger Softwareentwickler von Google hat jedoch unlängst gezeigt, dass man es auch mit nur einer einzigen Aktie im Depot sehr weit bringen kann. Es muss lediglich die Richtige sein.
Dank Tesla in den Frühruhestand

Der 39-jährige Jason DeBolt feierte Anfang Januar sehr öffentlich auf Twitter den neuesten Kursgewinn der Tesla-Aktie. An jenem Tag hatte das Papier um ganze 8,04 Prozent im Wert zugelegt. Angesichts der bereits sehr hohen Marktkapitalisierung des Elektroautobauers von CEO Elon Musk war dies ein beachtlicher Sprung.

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Nicht weniger beeindruckend war jedoch der Blick in das Portfolio von DeBolt. Dieser hatte seinen Gewinn nämlich per Tweet gleich mit veröffentlicht. Allein an jenem Tag vergrößerte sich sein Vermögen um rund 904.000 Dollar und schrammte damit nun knapp an der Marke von 12 Millionen Dollar.

Im gleichen Tweet verkündete der glückliche Besitzer zahlreicher Tesla-Aktien, dass er sich nun im Alter von 39 Jahren aus dem Berufsleben zurückzuziehen gedenke, um seinen Frühruhestand zu genießen.
Mit Tesla durch dick und dünn

Während zahlreiche Tesla-Fans DeBolts Glück bejubelten, schüttelten erfahrene Investoren und Fondsmanager eher mit dem Kopf. So gab Ben Carlson, Portfoliomanager bei Ritholtz Wealth Management, unumwunden zu, etwas neidisch auf DeBolts unwahrscheinlichen Erfolg mit Tesla zu sein. Gleichzeitig verriet er jedoch, dass die gleiche Abhängigkeit von nur einer einzigen Aktie nichts für ihn persönlich sei. Auch anderen Anlegern riet er dringend davon ab, eine solche Vorgehensweise nachzumachen. Grundsätzlich bestehe dabei nämlich die Gefahr, dass man im ungünstigsten Fall alles verliert.

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Auch Jason DeBolt erlebte mit seinem Depot voller Tesla-Anteile nicht nur glückliche Tage. So habe er während des zwischenzeitlichen Kurssturzes der Tesla-Aktie im vergangenen Jahr an einem einzigen Tag theoretisch einen Verlust von 1,3 Millionen Dollar gemacht. Laut eigener Aussage habe er jedoch zu keinem Zeitpunkt daran gedacht, aus der Aktie auszusteigen, weshalb der vorübergehende Verlust für ihn keine Rolle gespielt habe. Kurz darauf hatte sich der Kurs auch wieder erholt und setzte seinen Aufstieg unbeirrt fort.

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Eingestiegen war DeBolt ursprünglich, als sich der Kurs von Tesla noch bei rund 7,50 Dollar je Anteil bewegte. Das war 2013. Zwar sollte der Kurs bereits in den folgenden Jahren auf zwischenzeitlich knapp 70 Dollar steigen. So richtig los ging es allerdings erst ab Herbst 2019. Seitdem stieg der Aktienkurs um 1.745 Prozent. Dank seines frühzeitigen Einstiegs verzeichnete DeBolt in seinem Portfolio sogar eine Rendite von 11.700 Prozent. Dadurch avancierte er innerhalb weniger Jahre zum Multimillionär.
Für immer Tesla

Vielen Analysten bereitet der extrem steile Anstieg der Tesla-Aktie sorgen. Sie sehen darin eher eine Blase als eine gerechtfertigte Bewertung des E-Autobauers. Aktuell ist Tesla der mit Abstand wertvollste Fahrzeughersteller der Welt. Zwar gelang es dem Unternehmen zuletzt im dritten Quartal 2020 abermals, einen neuen Rekordumsatz vorzuweisen. Letztlich belief sich dieser jedoch nur auf 8,7 Milliarden Dollar, bei einem Gewinn von 331 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Volkswagen erzielte im gleichen Quartal einen Umsatz von 59,3 Milliarden Euro bei einem operativen Gewinn von 3,18 Milliarden Euro. VWs Marktkapitalisierung liegt mit 83,7 Milliarden Euro gleichfalls deutlich hinter Teslas 662 Milliarden Euro.

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DeBolt scheint sich diesbezüglich jedoch keinerlei Sorgen zu machen. Gegenüber Ramp Capital, einem anonymen Finanzblogger, sagte er, er halte es für absolut möglich, dass sich der Kurs der Tesla-Aktie 2030 bei 20.000 bis 30.000 Dollar je Anteil bewegen könne, vorausgesetzt bis dahin fänden keine weiteren Aktiensplits statt. Dies entspräche einer Marktkapitalisierung zwischen 15 und 22 Billionen Dollar.

DeBolt selbst verfügt aktuell über 14.950 Tesla-Aktien. 2013 habe er sich erstmals 2.500 Anteile gesichert gehabt. Allein dieser erste Ankauf ist heute 2,2 Millionen Dollar wert. Auf absehbare Zeit hat er nicht die Absicht, sich von seinen Aktien zu trennen.

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