ETF-Anbieter Lyxor steht zum Verkauf: welche Folgen hat dies für Anleger?

Kürzlich machte die Nachricht die Runde, dass die Lyxor Asset Management Investmentgesellschaft zum Verkauf steht. Viele Anleger werfen nun einen Blick auf die potenziellen Folgen für das eigene Depot. Was bedeutet es für einen Lyxor-ETF, wenn das Mutterunternehmen Société Générale sich für einen Kauf der Investmentsparte entscheidet?
Die Société Générale

Bei der Société Générale (WKN: 873403) handelt es sich um eine der bedeutendsten Geschäftsbanken in Frankreich. Die Großbank aus der französischen Hauptstadt Paris blickt auf eine illustre Geschichte seit 1864 zurück. Die strukturelle Organisation des Mutterkonzerns offenbart eine Vielzahl unterschiedlicher Tochterunternehmen. Dazu gehören beispielsweise die Hanseatic Bank, Crédit du Nord oder die Lyxor Asset Management Gesellschaft. Um einen Verkauf des letztgenannten Tochterunternehmens geht es Insidern zufolge im Jahr 2020.

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Die Lyxor Asset Management S.A.S.

Bei Lyxor Asset Management handelt es sich um eine französische Investmentgesellschaft, die 1998 gegründet wurde. Das Unternehmen befindet sich vollständig im Besitz des Mutterkonzerns Société Générale. Ende 2019 gab das Unternehmen bekannt, dass zum verwalteten Vermögen mittlerweile 156 Milliarden Euro Assets gehören. 73 Milliarden Euro sind in ETFs und anderen Indexprodukten investiert. Damit hat es Lyxor Asset Management in gut 20 Jahren zu eine der größten Anlagegesellschaften Europas geschafft.
Breites Angebot im Bereich Lyxor-ETFs

Seit Ende 2019 umfasst das Angebot der Lyxor-ETFs auch die ehemaligen ComStage-Finanzprodukte der deutschen Commerzbank (WKN: 873403). Über 200 ETFs sind für die Anleger handelbar, mehr als 150 als Aktien-ETFs. Die größten ETFs von Lyxor sind der Lyxor Euro Stoxx 50 UCITS ETF (ISIN: FR0007054358), der Lyxor S&P 500 UCITS ETF (ISIN: LU0496786574) oder der Lyxor MSCI World UCITS ETF (ISIN: FR0010315770). Diese drei ETFs überschreiten die Fondsgröße von einer Milliarde Euro spielerisch leicht. Das Angebot umfasst ebenfalls ETFs, die Zukunftstrends abbilden, wie den Lyxor Robotics & AI ETF (ISIN: LU1838002480) oder den Lyxor New Energy ETF (ISIN: FR0010524777).

Verkauf der Investmentsparte

Insidern zufolge will die Société Générale als alleiniger Eigentümer von Lyxor den Verkauf im Jahr 2020 anstreben. In den letzten beiden Quartalen schrieb der französische Mutterkonzern rote Zahlen. Mit dem Verkauf der wertvollen Investmentsparte möchte die Großbank aus Paris die Sanierung der Unternehmensfinanzen vorantreiben.

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Die Kaufinteressenten

Mittlerweile scheinen bereits mehrere Interessenten, bei der Großbank Société Générale angefragt zu haben. Asset Management erfreut sich großer Beliebtheit. Andere Banken möchten die Gunst der Stunde nutzen und einen etablierten ETF-Anbieter kaufen. Unter den möglichen Interessenten sollen sich der französische Vermögensverwalter Amundi und der deutsche Finanzdienstleister DWS Group (WKN: DWS100) befinden. Beide Konkurrenten haben mit Amundi und Xtrackers etablierte ETF-Marken im Portfolio.

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Alles nur heiße Luft?

Erst im letzten Jahr verkaufte die Société Générale ihre Privatkundensparte an die niederländische ABN Amro Bank (WKN: A143G0) mit Sitz in Amsterdam. Dies zeigt, dass die Verantwortlichen der Bank bereit sind, Unternehmensanteile schnell zu veräußern, um die Großbank zu konsolidieren. Nichtsdestotrotz scheint noch keine Entscheidung im Unternehmen gefallen. Letztendlich könnte die Société Générale die Lyxor-Sparte ebenfalls behalten. Ein starkes Argument wäre der jüngste Siegeszug der ETFs. Immer mehr Anleger finden Gefallen an den Index-Produkten und investieren ihr Geld.
Integration der Konkurrenz

Asset-Management und ETFs erfreuen sich großer Beliebtheit. Somit ist es wahrscheinlich, dass im Falle eines Verkaufs die Konkurrenz die Lyxor-ETFs in das eigene Angebot integrieren wird. Für Anleger ändert sich in diesem Fall wahrscheinlich nur der Name. Ggf. lohnt sich ein Blick auf die Konditionen bei den verschiedenen Brokern, da diese Kooperationen mit ETF-Marken pflegen, um beispielsweise kostenlose Sparpläne anzubieten.

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Allerdings könnte sich der neue Eigentümer der Lyxor-ETFs gezwungen sehen, kleinere ETFs zu schließen oder ETFs beider Marken zu fusionieren. Anleger würden in diesem Fall frühzeitig informiert werden. Finanzielle Nachteile entstehen für investierte Anleger nicht – ggf. ist die manuelle Wiederanlage des Kapitals erforderlich. In vielen Fällen erfolgt die Umwandlung in neue ETF-Anteile bei einer Fondsfusion automatisch.

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2 KOMMENTARE

  1. „Finanzielle Nachteile entstehen für investierte Anleger nicht – ggf. ist die manuelle Wiederanlage des Kapitals erforderlich.“

    Ich sehe einen finanzielle Nachteil der manuellen Wiederanlage durch die anfallende Abgeltungssteuer, die bei einem Verkauf anfällt – gleichgültig ob das Geld direkt wieder angelegt wird oder nicht.

  2. „Finanzielle Nachteile entstehen für investierte Anleger nicht“

    Gegebenenfalls wird die depotführende Bank eine Gebühr für die Umschichtung verlangen. So hat bei mir Maxblue sogar eine Gebühr von knapp 20€ für den Aktiensplit bei Apple kassiert.

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