ETF – Eine Totale Fehlentscheidung?

Die Suche nach dem Begriff „ETFs“ bei Amazon produziert eine Liste mit über 5.000 Treffern. Das beschreibt sehr gut, wie allgegenwärtig das Thema ETF ist. Kein Finanzblog, keine Zeitschrift und kaum ein Ratgeber zu Anlagestrategien kommt an ETFs vorbei. Noch vor zehn Jahren wäre das anders gewesen: Da fristeten ETFs, die es in Deutschland bereits seit April 2000 gab, ein Nischendasein in der Welt der Institutionellen und Profianleger. Seitdem ist der Siegeszug der ETFs in die Depots der Privatanleger gewaltig. Da darf dann gerne einmal hinterfragt werden: Hat das alles Hand und Fuß oder bedeutet die Abkürzung ETF schlicht „Eine Totale Fehlentscheidung“?
Was sagt die Werbung zu ETFs?

In den Hochglanzanzeigen der Emittenten wird mit Superlativen nicht gespart: Hohe Sicherheit, einfach und transparent, kostengünstig, breite Streuung, flexibel und auch für kleine Vermögen geeignet. Klingt wie die „eierlegende Wollmilchsau“ für den Anleger. Kritische Geister werden bei so vielen positiven Eigenschaften vorsichtig und suchen die Schwachstellen.

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Die größte Angst des Anlegers

Totalverlust – das Schreckgespenst. Ist das möglich? Ein ETF bildet immer einen kompletten Index ab – alle Werte des Index sind in einem ETF enthalten. Für einen kompletten Ausfall des ETF müssten alle Werte darin wertlos werden, sprich pleitegehen. Das ist kaum vorstellbar – es sei denn wirklich massive wirtschaftliche und politische Verwerfungen erschüttern unsere Welt. Das gilt auch für synthetische ETFs. Selbst wenn der Emittent insolvent geht, ist das Anlegergeld geschützt: Es gilt als Sondervermögen und gehört nicht zur Insolvenzmasse.

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ETFs sind nie besser als der Markt

In einem klassischen ETF werden die Werte eines Index exakt nachgebildet (physische Replikation). Damit läuft auch die Wertentwicklung des ETF genau so wie der Index. Ambitionierten Anlegern ist das oft zu wenig: Sie versuchen durch gutes Timing und kluge Marktanalyse eine Aktienauswahl zu treffen, die den Markt schlägt. ETF-Investoren müssen sich mit dem Durchschnitt begnügen, Überrenditen sind nicht möglich. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass es nur sehr wenigen Investoren gelingt, den Markt mit einem selbst zusammengestellten Portfolio aus Aktien zu schlagen.
Sind die Emittenten vertrauenswürdig?

Etwa zwei Drittel der angebotenen ETFs werden von drei Anbietern herausgegeben: Mit Abstand vorne liegt iShares von BlackRock, dahinter kommen Xtrackers von DWS und Lyxor von der Société Générale. Gegen eine solche Marktbeherrschung ist durchaus Misstrauen angesagt: Findet noch Wettbewerb statt oder wird er durch das gemeinsame Interesse der Anbieter an der guten Entwicklung der Unternehmen in den Indizes ausgehebelt?

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Kurze Referenzzeit

Seit etwa zwanzig Jahren können ETFs in Deutschland gehandelt werden. Das ist eine eher kurze Zeitspanne, um eine fundierte Bewertung vornehmen zu können. Privatanleger haben sich diesem Investment anfangs zögerlich genähert und erst nach der Finanzkrise 2008 zugegriffen. Seitdem läuft der Aktienmarkt mit normalen Schwankungen nach oben. Die Erfahrungen mit ETFs sind daher bis heute gut.

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Trendverstärkung

Indexfonds sind neutral. Sie haben keine eigene Meinung zum Markt. Sie handeln streng nach dem vorgegebenen Regelwerk. Wird eine Aktie massiv verkauft, muss der zugehörige ETF diesen Wert gleichermaßen abstoßen. Das kann den Abwärtstrend verstärken. Entsprechendes gilt für Aktienkäufe und den Trend nach oben. Die Effizienz des Aktienmarktes kann dadurch untergraben werden.
Gefahr durch Swapgeschäfte

Synthetische ETFs erzeugen die Wertentwicklung eines Index nicht mit den darin enthaltenen Aktien, sondern zum Beispiel mit Derivaten, Tauschgeschäften (Swaps), einem Wertpapierverleih oder auch mit alternativen Aktien. Diese Methode ist kostengünstiger als die volle physische Replikation. Allerdings entsteht dabei ein Kontrahentenrisiko, wenn der jeweilige Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Dieses Kontrahentenrisiko ist jedoch laut Experten zu vernachlässigen.

Und nun: ETFs – ja oder ein?

Es gibt am Kapitalmarkt kein Anlagevehikel ohne Risiko. Letztlich muss jeder bewerten, ob ein ETF zum eigenen Risikoprofil passt. Es ist wichtig die Risiken der einzelnen Anlagen zu kennen und gegeneinander abzuwägen. Es bleibt eine persönliche Entscheidung. Die bisherigen Erfahrungen mit ETFs sind positiv. Eine große Krise würde nicht nur ETFs treffen. Über ETF-Sparpläne können auch Anleger mit kleinem Geldbeutel unkompliziert vom Aktienmarkt partizipieren. ETFs bringen eine breite Streuung ins Depot – ein entscheidendes Pro-ETF Argument.

Also lautet die Abkürzung für ETF wohl eher „Einfach Transparent Flexibel“.

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