Fallende Kurse am Aktienmarkt: So handelst du richtig 

Wenn die Kurse am Aktienmarkt kräftig fallen, die eigenen Anteilsscheine stark korrigieren und das Depot blutrot aussieht, verlieren viele Anleger die Fassung. Die Emotionen neben überhand. Angst dominiert das Handeln. Dabei gehören fallende Kurse ebenso zur Börse wie die langfristig beste Rendite. Folglich wollen wir uns in diesem Beitrag einmal anschauen, wie du bei fallenden Kursen handeln solltest.

Die Basis: Ruhe bewahren

Das A und O in einer Korrektur oder einem Crash ist das Bewahren von Ruhe. Wer jetzt die Reißleine zieht und hohe Buchverluste realisiert, begeht einen großen Fehler, der sich oftmals nicht allzu schnell wieder ausbügeln lässt. Langfristig orientierte Investoren sollten somit erst einmal durchatmen, wenn zweistellige Kursverluste im Depot stehen. Im Anschluss besinnt man sich auf die Gründe für das Investieren am Aktienmarkt und den jeweiligen Investment-Case für die Unternehmen. Sind diese intakt? Sind die langfristigen Erfolgsaussichten die Gleichen?

Die Erholung im Blick

Bei fallenden Kursen befürchten viele Anleger, dass der Aktienmarkt nun ins Bodenlose stürzt und das Vermögen unwiderruflich verloren ist. Doch dann solltest du dir vor Augen halten, dass die Börsen-Historie zahlreiche Beispiele bereithält, die das Gegenteil beweisen. Mal dauert es länger, mal geht es schneller – doch das Ergebnis am Ende ist das Gleiche. Die Märkte erholen sich erstaunlich schnell und notieren mittelfristig wieder auf neuen Allzeithochs. Die großen Verluste machst du erst, wenn du deinen Emotionen (insbesondere der Angst) freien Lauf lässt und am Tiefpunkt aus dem Markt aussteigst. Im Gegenteil ist ein anderes Vorgehen gefragt, um bei fallenden Kursen sogar zu profitieren.

Gezielt und strategisch nachkaufen

„Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ – so geht ein berühmtes Zitat eines alten Bankiers. Damit ist gemeint, dass du bei fallenden Kursen dein Depot strategisch ergänzen solltest. Doch in einem Crash solltest du nicht Hals über Kopf reagieren und die erstbesten Aktien kaufen. Vielmehr bietet jede Krise außergewöhnliche Chancen. Wenn das Geschäftsmodell nicht betroffen ist und keine oder nur geringfügige fundamentale Auswirkungen auf das Unternehmen zu verzeichnen sind, kannst du nun günstiger in die besten Aktien der Welt einsteigen und mit einem Rabatt an der Börse shoppen. Der Kauf in Krisenzeiten ist der beste Hebel für deine Investments.

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Depot-Zusammenstellung überprüfen

Bestenfalls vorher, aber spätestens jetzt ist es an der Zeit, die Zusammenstellung des eigenen Depots zu überprüfen. Denn mit einem soliden, zielorientierten Depot durchsteht man jeden Crash. Schließlich wird der nächste Bullenmarkt folgen, in dem die besten Unternehmen erneut profitieren werden. Mit Blick auf Diversifikation, Geschäftsmodell, Investment-Case und Co. solltest du deine Positionen regelmäßig überprüfen – dies gilt auch und gerade für langfristige Anleger, da sich Wirtschaft, Gesellschaft und die Welt rasant ändern.

Absicherung überdenken

Zugleich können Anleger für fallende Aktienkurse über eine Absicherung nachdenken. Wenn du langfristig Vermögen aufbauen und noch mehrere Jahrzehnte an der Börse aktiv sein möchtest, ist eine Absicherung grundsätzlich nicht notwendig. Vielmehr kosten diese Extra-Geld und somit auch Rendite. Wenn du jedoch kurz- oder mittelfristig dein Kapital zumindest teilweise brauchst, kann eine Absicherungsstrategie sinnvoll sein.

Mit Short-Position profitieren

Wer kurzfristiger an der Börse agiert, kann zugleich mit Short-Positionen von fallenden Kursen profitieren. Langfristig ist dieser Ansatz wenig vielversprechend. Schließlich gibt es zahlreiche Gründe dafür, dass die Aktienkurse weiter steigen. Dies ist auch mitunter der Grund, warum die Fonds der Crash-Propheten langfristig schlecht performen.

Dennoch kann man die kurz- und mittelfristigen Abwärtsbewegungen mit einer Short-Position ausnutzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du auf Put-Optionen, Hebel-Zertifikate oder Short-ETFs setzt. Solange die Kurse fallen, bekommst du eine ansehnliche Rendite.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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