FIRE-Bewegung: Wie realistisch ist die Rente mit 40?

Mit dem Wandel der Generationen rücken unterschiedliche Werte- und Lebensvorstellungen in den Vordergrund. Das Motto „Leben, um zu arbeiten“ gehört der Vergangenheit an. Der heutige Fokus liegt auf dem Genuss der begrenzten Lebenszeit. Die FIRE-Bewegung ist Ausprägung dieser Einstellung. Das Ziel ist die Frührente, um mit dem angesparten Vermögen, die Zeit frei nach dem eigenen Belieben zu gestalten. Doch ist die Rente mit 40 realistisch und was ist die sogenannte FIRE-Bewegung?
FIRE: Financial Independence, Retire Early

Die Abkürzung FIRE steht für „Financial Independence, Retire Early“. Ursprünglich stammt die Bewegung aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Weltweit findet das Konzept bei vielen Menschen Anklang. Die FIRE-Bewegung strebt nach finanzieller Unabhängigkeit und einem Eintritt in den Ruhestand mit spätestens 40 Jahren. Ein gutes Gehalt und ein sparsamer Lebensstil sollen den Grundstein für den Erfolg legen. Das jeweilige Rentenalter hängt von den individuellen Voraussetzungen ab. Weitere Faktoren sind der individuelle Lebensstandard und das erwirtschaftete Einkommen.

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Frugalismus und Freiheit

In Verbindung mit dem FIRE-Konzept steht das Prinzip des Frugalimus. Das englische Wort „frugal“ bedeutet „sparsam“. Frugalisten versuchen mit unterschiedlichen Tipps und Methoden, im Alltag Geld zu sparen und die Ausgaben zu minimieren. Beim Frugalismus ist das Sparen kein Selbstzweck. Vielmehr werden die Einschränkungen des aktuellen Lebensstils in Kauf genommen, um zeitnah finanziell unabhängig zu werden.
Unterschiede innerhalb des FIRE-Konzepts

Innerhalb des FIRE-Konzepts gibt es diverse Lebensweisen, Umsetzungsformen und Philosophien. Lockere Vertreter empfinden die Entscheidung für das FIRE-Konzept als Bereicherung in Bezug auf einen bewussteren Konsum sowie die Chance, im späteren Lebensverlauf finanziell unabhängig zu sein. Strenge Vertreter reduzieren ihre Ausgaben rigoros und sparen bis zu 80 % ihres Einkommens. Der vollständige Verzicht auf Ausgaben für den Konsum, das Anbauen von Essen im eigenen Garten oder das Leben auf engstem Raum prägen ein streng frugales Leben. Richtig oder Falsch gibt es nicht – das Ziel ist die Frührente mit spätestens 40.
Der Konsens: Die 4 % Regel

Die alles entscheidende Frage ist die benötigte Höhe der Ersparnisse. Wie viel Geld ist erforderlich, um finanziell frei zu sein, den Job zu kündigen und die neu gewonnene Freiheit zu genießen? Weitgehend beziehen sich Frugalisten und FIRE-Anhänger auf die 4 % Regel. Studien nach ist eine jährliche Vermögensentnahme in Höhe von 4 % erlaubt, da somit die Vermögenssubstanz erhalten bleibt. Als grobe Orientierung kann eine Multiplikation der jährlichen Ausgaben mit dem Faktor 25 helfen, die angestrebte Sparsumme zu ermitteln.

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„Geiz ist geil“ oder „bewusste Achtsamkeit“

Während die Gegner der FIRE-Mentalität ihre Anhänger als geizig empfinden, ist eine andere Sichtweise denkbar. In Zeiten des ungezügelten Konsums ist die Entscheidung für einen frugalen Lifestyle mit einem Mehr an Achtsamkeit verbunden. Wer die eigenen Ausgaben reduziert und sich im Zweifel für das Sparen entscheidet, lässt dem Alltag eine höhere Wertschätzung zuteilwerden. Ausgaben für den Konsum gelten nicht länger als selbstverständlich. Achtsames Leben und Konsumieren verändert die Blickwinkel. Der Fokus richtet sich auf das Wesentliche, um mit weniger glücklich zu leben.

Heute Sparen und die Zukunft genießen?

Zusammengefasst entscheiden sich viele Frugalisten und Anhänger der FIRE-Bewegung für ein Sparen im Jetzt, um die Zukunft zu genießen. Glücksforscher sehen diesen Ansatz skeptisch. Nicht immer lässt sich das Glück in die Zukunft verschieben. Die ungewisse Entwicklung der nächsten Jahre oder Unzufriedenheit im Hier und Jetzt sind häufige Probleme. Letztendlich ist die Entscheidung für oder gegen das Konzept eine individuelle Frage, dessen pauschale Beantwortung nicht möglich ist.
Diese Tipps helfen bei der Rente mit 40

Eine hohe Sparquote und geringe Ausgaben sind entscheidend für den Weg der FIRE-Bewegung. Mit den richtigen Tipps kann jeder seine Ausgaben im Alltag reduzieren und somit der finanziellen Freiheit Schritt für Schritt näher kommen. Der Einkauf im Second-Hand-Geschäft, der Verzicht auf überflüssige Abos sowie das bewusste Auskommen mit dem Nötigsten prägen den Frugalismus. Ein anfänglicher Überblick über die finanzielle Situation ist entscheidend.

Nichtstun vs. erfüllende Tätigkeiten

Die wenigsten Anhänger der FIRE-Bewegung entscheiden sich für den harten und sparsamen Weg, um mit Eintritt des individuellen Rentenalters die Beine faul hochzulegen und nichts zu tun. Die Freiheit, den Alltag selbst zu gestalten, ist ein unschätzbares Gut. Einige FIRE-Anhänger möchten die gewonnene Zeit zum Reisen, für das Ehrenamt oder ein Hobby nutzen, das bis dato zu kurz kam. Erfüllende Tätigkeiten stehen auf der Tagesordnung. Die wenigsten Frugalisten sehnen sich nach dem wörtlichen Nichtstun.
Ist das realistisch? Kann die Rente mit 40 gelingen?

Eins vorweg: Rente mit 40 funktioniert! Allerdings gibt es eine Einschränkung – nur mit hartnäckigem Verzicht und einem überdurchschnittlichen Gehalt ist es möglich, kluge Investments zu wählen, um das Vermögen zu mehren und langfristig finanziell frei zu sein. Der FIRE-Trend erfreut sich in den USA in der Technologie-Branche großer Beliebtheit. Den Berufsaussteigern ist es gemein, dass diese überdurchschnittliche Gehälter verdienen und sich mit Themen rund um die Geldanlage beschäftigen. Wer den Mindestlohn bekommt und sein Geld auf dem Sparkonto anlegt, wird dauerhaft auf finanzielle Freiheit und Frührente verzichten müssen. Beim Investieren in ETFs, Aktien und Immobilien sieht dies anders aus. Die Rente mit 40 ist möglich – allerdings nicht für jeden.

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