Garantiezins bei Lebensversicherung wird gesenkt: Ein Grund mehr für Aktien und ETFs

Lebensversicherungen erfreuen sich als Altersvorsorge und finanzielle Absicherung immer noch großer Beliebtheit. Doch die deutschen Lebensversicherer sollen ihren Garantiezins deutlich senken. Da stellt sich für junge Sparer und leidenschaftliche Anleger die Frage, ob eine Lebensversicherung überhaupt noch Sinn macht. Die bessere Alternative: Investments in ETFs und Aktien. Warum die Lebensversicherung immer unattraktiver wird, zeigt der folgende Beitrag.
So funktioniert die Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung ist eine Versicherung, die das Todes-Risiko absichert. Die kapitalbildenden Lebensversicherungen eignen sich für junge Erwachsene, um die Erwerbsunfähigkeit abzusichern oder Familien für den Todesfall finanziell zu schützen. Zudem können Versicherungsnehmer mit einer Lebensversicherung für das Alter vorsorgen oder die Rentenlücke schließen. In Deutschland besitzen viele Menschen eine Lebens-oder Kapitalversicherung. Im Jahr 2017 gab es beispielsweise über 90 Millionen Versicherungsverträge – mehr als es Einwohner in der Bundesrepublik Deutschland gibt.

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Die Vorteile

  • Sichere Sparform
  • Absicherung für Familie und Hinterbliebene
  • Angemessene Rendite in der Vergangenheit
  • Vorteile bei Steuern und Sozialversicherungen

Die Nachteile

  • Unflexibel
  • Rendite zu gering
  • Gesundheitsprüfung erforderlich
  • Garantiezins wird gesenkt
  • Garantiebeiträge schwinden

Das ist der Garantiezins

Der Garantiezins ist ein Teil der gesamten Verzinsung bei Lebensversicherungen. Dieser wird bereits zum Vertragsbeginn festgelegt. Die Kunden entscheiden sich für die Lebensversicherung, da der Garantiezins fest zugesichert wird. Die Gesamtverzinsung der Lebensversicherungen setzt sich somit aus variablem Zins und Garantiezins zusammen.

Das Bundesfinanzministerium trifft die Entscheidung über die Höhe des Garantiezinses in Deutschland. Regelmäßig folgen diese den Empfehlungen der BaFin und der Deutschen Aktuarvereinigung. Da die Lebensversicherungen das Geld am Kapitalmarkt anlegen und die dortigen Zinsen sinken, steht auch der heutige Garantiezins zur Diskussion.
Lebensversicherungen immer noch beliebt

Eins steht fest: Lebensversicherungen sind immer noch beliebt. Trotz aktueller Garantieverzinsung von nur 0,9 % schließen viele Verbraucher eine Lebensversicherung ab. Die Deutsche Versicherungswirtschaft gab bekannt, dass im Jahr 2019 die Beitragseinnahmen aus der Lebensversicherung um über 10 % stiegen. Der Fokus der Kunden liegt auf Lebensversicherungen mit Einmalzahlung.

Tages-, Festgeld- und Girokonto keine Alternative

Doch warum setzen immer noch viele Verbraucher auf die Lebensversicherung? Der wohl entscheidende Grund sind die Negativzinsen bei vielen Banken. Wer sein Vermögen auf dem Tages-, Festgeld- oder Girokonto lässt, bekommt regelmäßig geringe oder gar keine Zinsen. Teilweise müssen die Sparer sogar Strafzinsen für Einlagen ab einer gewissen Höhe zahlen.

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Versicherungen sagen „Auf Wiedersehen Garantiezins“

Immer mehr Versicherungen können ihre Garantieversprechen nicht mehr finanzieren. Mangels Zinsen am Kapitalmarkt nutzten die Versicherungsgesellschaften in den letzten Jahren ihre Rücklagen – der Garantiezins wackelt. Somit stellen die Gesellschaften der deutschen Versicherungswirtschaft den Garantiezins in Frage.

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Voraussichtliche Senkung des Garantiezinses in 2021/22

Die Deutsche Aktuarvereinigung hat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht schon Ende Dezember 2019 eine Senkung der garantierten Verzinsung auf 0,5 % vorgeschlagen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die niedrigeren Zinsen sind weitere Argumente für einen niedrigen Garantiezins. Die Versicherungsgesellschaften müssen sich wandeln, um lukrative Produkte zu entwickeln. Die heutige Lebensversicherung wird zunehmend unattraktiver, auch wenn dies viele Verbraucher noch nicht erkannt zu haben scheinen. Ab dem Jahr 2022 sollen es nur noch 0,25 % Garantiezins sein.
Beitragsgarantie wackelt ebenfalls

Darüber hinaus wackelt die Beitragsgarantie der Lebensversicherer. Die Beitragsgarantie legt fest, dass die Versicherungsgesellschaften mindestens die eingezahlten Beiträge bei Auszahlung der Versicherung zur Verfügung stellen müssen. Damit wird der Gefahr vorgebeugt, dass bei einer ungünstigen Anlage weniger Kapital am Ende für die Rente zur Verfügung steht. Heute zeigt sich, dass die Beitragsgarantie ebenfalls nicht in Stein gemeißelt ist. Der Marktführer Allianz (WKN: 840400) kündigte im Herbst diesen Jahres an, dass neue Versicherungsverträge ab 2021 nur noch 60, 80 oder 90 % der eingezahlten Beiträge garantieren. Die Allianz wagte den ersten Schritt, weitere Versicherungsgesellschaften werden folgen. Dies begründen die Versicherer mit engen Spielräumen, um das Kapital im Sinne der Versicherungsnehmer anzulegen.

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Dennoch stellt sich die Frage, wer auf Basis dieser Veränderungen eine Lebensversicherung abschließen möchte. Mit einem geringen Garantiezins und einer nur teilweisen Beitragsgarantie scheint die Lebensversicherung wenig lukrativ.
Die Alternative: Investments in Aktien und ETFs

Mangels Alternativen im Bereich Anleihen, Tages- oder Festgeldkonto sowie Spareinlagen bleiben viele Verbraucher bei der Lebensversicherung. Dies dürfte sich in Zukunft weiter ändern. Schließlich stehen den Anlegern durchaus Alternativen zur Verfügung, um gezielt Vermögen aufzubauen und für das Alter vorzusorgen. Die weltweiten Aktienmärkte bieten durchschnittlich die beste Rendite bei einem langfristigen Anlagehorizont. Zudem gibt es mit den Exchange Traded Funds (ETFs) Anlageinstrumente, um automatisch, günstig und einfach Vermögen aufzubauen. Anstelle riskanter Einzelinvestments investieren die Verbraucher in die Weltwirtschaft. In der Vergangenheit konnte der iShares MSCI World ETF eine durchschnittliche Rendite von 7 % p.a. erwirtschaften – da können die Lebensversicherungen der heutigen Zeit bei weitem nicht mithalten.

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