Jetzt investiert sogar Peter Thiel in Trade Republic

Der mobile Online-Broker Trade Republic gehört zu den gefragtesten Newcomern der deutschen Fintech-Szene. Im Rahmen einer zweiten Finanzierungsrunde stieg nunmehr gar Star-Investor und Mitgründer von PayPal Peter Thiel in das Startup ein. Trade Republic plant, mit den Einnahmen seine europaweite Expansion zu finanzieren. Die derzeitige Krise könnte dem Unternehmen dabei zugute kommen.
Frisches Geld für Trade Republic

Im Rahmen seiner Series B ist es Trade Republic* gelungen, weitere 62 Millionen Euro von neuen wie auch alten Geldgebern einzusammeln. Grundlage für die Finanzierungsrunde war eine Bewertung von 240 Millionen Euro. Ein Teil des Geldes floss dabei an ursprüngliche Investoren. So veräußerte das Broker-Portal Sino AG, einer der ersten Investoren, seine Anteile. Im Gegenzug erhöhten die beiden Anteilseigner Project A und die Berliner VC- Creandum ihre Beteiligungen. Neu dabei sind hingegen Accel Partners sowie der Founders Fund von Peter Thiel.

Peter Thiel steigt ein

Peter Thiel (2014) | Credits: Dan Taylor, Peter Thiel (2014), CC BY 2.0

Besonders der Einstieg von Peter Thiel sorgte in den letzten Tagen für Aufruhr. Der deutsch-amerikanische Investor hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach ein gutes Gespür für erfolgreiche Investments in der IT- und Startup-Branche bewiesen. So gehörte Thiel zu den ersten Investoren von Facebook. Ferner war er einer der Mitbegründer des erfolgreichen Zahlungsdienstleisters PayPal sowie des KI- und Softwareanalysespezialisten Palantir. Zu seinen früheren Investments gehört ferner AirBnB.

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Der jetzige Einstieg bei Trade Republic war nicht Thiels erster Ausflug in die Berliner Fintech-Szene. Zuvor hatte er sich über seine beiden Investmentfirmen Founders Fund und Valar Ventures bereits bei Kreditech, N26 sowie Taxfix beteiligt. Sein Investment in Trade Republic begründete Thiel mit der hervorragenden Perspektive des Online-Brokers. Laut seiner Einschätzung ist das Startup auf dem besten Weg dahin, sich zu einem bedeutenden Player auf dem europäischen Markt für Online-Broker und Banken für Privatkunden zu entwickeln.

Die Zeichen stehen auf Expansion

Genau dies scheint auch der Plan der Gründer von Trade Republic* zu sein. Mitgründer Thomas Pischke bestätigte, dass mit dem eingesammelten Kapital in den kommenden Monaten eine rasche europaweite Expansion geplant ist. Der Grundstein hierfür wurde Anfang 2020 mit dem Markteintritt in Österreich gelegt. Mithilfe der Netzwerke seiner erfahrenen Investoren plant das Unternehmen, den europäischen Markt für Anlagen in den kommenden Jahren grundlegend zu verändern. Hierfür sollen, auf Basis der bisherigen Technologieplattform von Trade Republic, neue Produkte entwickelt werden. Zu diesem Zweck plant der Online-Broker auch eine signifikante Aufstockung seiner Mitarbeiterzahl.
Die derzeitige Krise spielt den Online-Brokern in die Karten

Zugute kommen könnte Trade Republic dabei ausgerechnet die derzeitige Krise im Zuge der Corona-Pandemie. Während bei der Mehrzahl der Startups und Banken Umsatzeinbrüche und Kurzarbeit für eine ausgeprägte Krisenstimmung sorgen, scheinen die Online-Broker gerade einen regelrechten Höhenflug zu erleben.

Trade Republic* muss selbst keine Zahlen veröffentlichen. Nach eigenen Angaben hat der Online-Broker mittlerweile jedoch mehr als 150.000 Kunden für sich gewonnen. Im Zuge der Krise kam es scheinbar zu einem weiteren deutlichen Sprung bei den Nutzerzahlen sowie der Anzahl der getätigten Trades. Ein Blick auf die Konkurrenz scheint zu bestätigen, dass die Pandemie den Trend zum Online-Handel befeuert. So verzeichnete allein comdirect im ersten Quartal 2020 einen Gewinn von 75 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal belief sich der Gewinn gerade einmal auf 12,5 Millionen Euro. Auch Flatex erlebt, eigenen Angaben zufolge, gerade das beste Quartal seit seiner Gründung.

Chancen und Herausforderungen

Die derzeitige Situation könnte Trade Republic eine einmalige Gelegenheit bieten, sich innerhalb kurzer Zeit große Marktanteile zu sichern. Zwar ist die geplante Expansion erst durch die neue Finanzierungsrunde möglich geworden. Der rapide Anstieg bei den Nutzerzahlen verpasst dem Online-Broker jedoch einen zusätzlichen Schub, welcher ihm dabei helfen könnte, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Aufgrund des Null-Gebühren-Modells von Trade Republic dürfte eine solche Expansion nämlich vor allem in den Anfangsjahren erhebliche Summen verbrennen.
Wie erfolgreich der Online-Broker in Zukunft sein wird, könnte daher zum Teil auch davon abhängen, wie sich die zahlreichen Neukunden nach dem Abflauen der Krise verhalten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Handelsvolumina zu Beginn eines Crashs schon immer in die Höhe geschnellt sind. Sobald jedoch eine Phase der Normalisierung einsetzte, verließen viele Anleger den Markt wieder. Ob Trade Republic* sein derzeitiges Momentum auch nach der Krise wird beibehalten können, ist eine der spannenden Fragen für die Zukunft. Dies wird vermutlich auch maßgeblich davon abhängen, wie gut sich das Startup gegenüber der europäischen Konkurrenz wird behaupten können.

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