Keine Lust auf Risiko? Dann sind diese ETFs genau das Richtige!

Eine Wertpapieranlage gänzlich ohne Risiko ist nur schwerlich möglich. Wer eine ansprechende Rendite erzielen möchte, muss zumindest bereit sein, ein gewisses Risiko auf sich zu nehmen. Gleichzeitig möchte man als Anleger evtl. auch nicht mehr riskieren als unbedingt notwendig. Auch für Risikoscheue gibt es durchaus attraktive Anlagemöglichkeiten. Die folgenden ETFs eignen sich für alle, die es lieber etwas sicherer mögen.
Gut aufgestellt mit Basis-ETFs

Bei der Suche nach ETFs mit möglichst geringem Verlustrisiko wandert der Blick automatisch zuerst zu den großen Basis-ETFs. Diese eignen sich hervorragend, um als Kernelement eines jeden Depots verwendet zu werden. Sie zeichnen sich durch eine besonders breite Streuung und eine damit einhergehende niedrigere Volatilität aus.

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Gleichzeitig bieten sie dennoch eine hohe Rendite. Der MSCI World bietet seinen Anlegern beispielsweise seit seiner Auflage im Jahr 1970 eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 7,1 Prozent. Der S&P 500 performte sogar noch ein Stück weit besser.
Langfristig gesehen ist eine Anlage in einen derartigen Basis-ETF mit sehr wenig Risiko verbunden, da die Märkte auf lange Sicht immer steigen. Dass sie dennoch nicht als komplett risikolos bezeichnet werden können, liegt an ihren kurzfristigen Schwankungen. Crashs und zwischenzeitliche Krisen können die Kurse nämlich auf breiter Linie sinken lassen. In diesem Fall gibt es fast keinen Aktien-ETF der Welt, der einen vor einem vorübergehenden Verlust bewahren kann.

Die Betonung liegt hierbei auf vorübergehend. Früher oder später haben sich die Kurse bisher nämlich von jeder Krise erholt. Der MSCI World schloss beispielsweise im Jahr 2020 trotz des Crashs mit einem Plus von 13,5 Prozent ab. Eine so schnelle Erholung gab es davor noch nie, weshalb dies nicht unbedingt als Maß herangezogen werden sollte. Es verdeutlicht jedoch, dass die Sicherheit und Wertstabilität von Basis-ETFs nicht dauerhaft von Krisen unterminiert wird.

Die folgenden Basis-ETFs eignen sich besonders für Anleger, die Wert auf langfristige Sicherheit legen.

iShares Core MSCI World UCITS ETF
(ISIN: IE00B4L5Y983, handelbar bei u.a. Smartbroker*, Trade Republic*)

Der MSCI World deckt insgesamt rund 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. Er erlaubt es Anlegern, maßgeblich von der Wertentwicklung aller großen und mittelgroßen Unternehmen in Nordamerika, Europa und Japan zu profitieren. Dabei hat er sich seit seiner Auflage als außerordentlich wertstabil erwiesen. Wer in den vergangenen 50 Jahren zu einem beliebigen Zeitpunkt in den MSCI World investiert hätte und mindestens 15 Jahre dabei geblieben wäre, hätte zu jedem Zeitpunkt einen Gewinn gemacht.

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Der iShares Core MSCI World UCITS ETF ist der größte hierzulande handelbare ETF auf den MSCI World. Er wird vom weltweit größten ETF-Anbieter iShares von BlackRock geführt und ist zudem mit laufenden Kosten (TER) von 0,06 Prozent außerordentlich günstig.

Vanguard FTSE All-World UCITS ETF
(ISIN: IE00B3RBWM25, handelbar bei u.a. Smartbroker*, Consorsbank*)

Der FTSE All-World vereint Werte aus den Industrieländern und den Schwellenländern. Insgesamt enthält er damit rund 3.500 Unternehmensaktien aus 47 verschiedenen Ländern. Anleger sind damit nochmals breiter aufgestellt als mit dem MSCI World. Durch die Berücksichtigung diverser Schwellenlandwerte kommt zwar etwas zusätzliche Volatilität in den Index. Allerdings überwiegen die Aktien aus den Industrieländern. ETFs auf den FTSE All-World sind daher nicht weniger sicher als jene auf den MSCI World.
Wer sich für den FTSE All-World entscheidet, kommt nicht um einen ETF von Vanguard herum. Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist) ist hochgradig beliebt und bietet seinen Anlegern eine vergleichbare durchschnittliche Rendite wie der iShares Core MSCI World UCITS ETF.

Niedrige Volatilität als Garant für Sicherheit

ETFs bilden lediglich einen Index ab. Im Gegensatz zu aktiv verwalteten Fonds erfolgt bei ihnen keine Auswahl einzelner Aktien. Faktor-ETFs bieten jedoch die Möglichkeit, die Vorteile von Indexfonds mit einer allgemeinen Auswahl von Aktien zu verbinden. Dabei werden nur solche Werte innerhalb eines bestimmten Index ausgewählt, die zu einem speziellen Faktor passen. Diese Art von Faktor-Investing erlaubt es Anlegern, ihre Anlagestrategie zu verfeinern, ohne dabei zum Stock-Picking greifen zu müssen.

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Einige Faktoren eignen sich auch zum Zwecke der Risikominimierung. Hervorzuheben ist hier besonders der Faktor „niedrige Volatilität“. Er bezieht sich auf Wertpapiere, die eine besonders geringe Schwankungsbreite aufweisen. Diese bieten den Vorteil, dass sie ihn Krisenzeiten weniger stark im Kurs einbrechen als herkömmliche Papiere. Gleichzeitig stiegen sie während eines Aufschwungs jedoch auch weniger stark.

iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF
(ISIN: IE00B8FHGS14, handelbar bei u.a. Smartbroker*, Trade Republic*)

Der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF bildet die Wertentwicklung jener Unternehmen des MSCI World ab, welche die geringste Renditevolatilität aufweisen. Dadurch werden die ursprünglich 1.600 Aktien auf rund 300 Positionen reduziert. Anleger, die ETFs bevorzugen, deren Kurse in schlechten Zeiten weniger stark sinken, treffen hiermit eine gute Wahl. Während des letzten Crashs verlor der ETF rund 29 Prozent an Wert, was immer noch beträchtlich ist. Der herkömmliche MSCI World verlor hingegen rund 33 Prozent an Wert.
Allerdings schnitt der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF auf das Gesamtjahr 2020 betrachtet schlechter ab als sein klassisches Gegenstück. Der Grund hierfür ist das weitgehende Fehlen zahlreicher Growth-Werte aus dem IT-Sektor. Diese performten 2020 ganz besonders stark und sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich die Märkte so rasch von dem Crash erholen konnten. Aufgrund ihrer hohen Volatilität sind sie im Low Volatility ETF nicht enthalten, wodurch sich dessen Kurserholung stark verzögert.

Dies bedeutet nicht, dass niedrige Volatilität kein guter Faktor ist. Allerdings verdeutlicht es, dass sich Verluste manchmal mit mehr Risiko besser wettmachen lassen, als wenn man auf Nummer sicher geht.

Anleihen-ETFs

Anleihen sind deutlich wertstabiler als Aktien. Das Gleiche trifft auch auf Anleihen-ETFs zu. Selbstverständlich gibt es auch hier gravierende Unterschiede. Sogenannte „Junk-Bonds“, Anleihen von Herausgebern mit niedriger Kreditwürdigkeit sind das genaue Gegenteil von sicher. Staatsanleihen von Ländern wie Deutschland und Frankreich genießen hingegen einen guten Ruf.

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Anleger tun gut daran, einen Teil ihres Portfolios mit Anleihen abzusichern. Wie groß dieser Anteil sein soll, hängt vom eigenen Alter und dem jeweiligen Sicherheitsbedürfnis ab. Anleihen haben den Nachteil, dass ihre Rendite deutlich hinter jener von Aktien zurückbleibt. In Krisenzeiten können sie hingegen als sicherer Anker fungieren und die bis dahin erzielte Rendite absichern. Weil viele Anleihen für Privatanleger nur schwer zugänglich sind, stellen Anleihen-ETFs eine gute Alternative dar.

Xtrackers Eurozone Government Bond UCITS ETF
(ISIN: LU0290355717, handelbar bei u.a. Smartbroker*, Scalable Capital*)

Der Anleihen-ETF enthält ausschließlich Investment-Grade-Euro-Staatsanleihen. Anleihen aus Italien und Frankreich sind dabei zusammen mit knapp 50 Prozent gewichtet. Deutschland und Spanien machen zusammen weitere 30 Prozent aus. Der Rest verteilt sich auf Österreich, Portugal, Irland, Finnland, Belgien und die Niederlande. Frankreich und Italien sind deshalb besonders stark gewichtet, weil ihre Verschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt hoch ist.
Der ETF beinhaltet eine Vielzahl an Anleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Seine langfristige Rendite ist zwar nur sehr gering (4,45 % p. a. seit Auflage). Jedoch gilt er als außerordentlich wertstabil. 2020 machte er beispielsweise ein Plus von 4,86 Prozent.

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