Kühe, Wein, Magic-Karten – Die ungewöhnlichsten Investmentstrategien der Welt

Die Zahl der weltweit handelbaren Wertpapiere ist riesig. Hinzu kommen zahlreiche Derivate und andere komplexe Finanzprodukte. Doch auch abseits der Börsenplätze hat die Welt der Anlagen eine Menge zu bieten. Dabei scheint es fast so, als wäre die einzige Grenze für das, worin findige Personen ihr Geld Anlegen können, die Grenze der menschlichen Fantasie. Hier sind einige der ungewöhnlichsten Investmentstrategien der Welt.
Magic-Karten

Magic The Gathering ist eines der beliebtesten Sammelkartenspiele der Welt. Jedes Jahr werden neue Karten-Sets herausgebracht. Wer ganz bestimmte Karten sammeln möchte, muss dabei jedoch teils tief in die Tasche greifen. Besonders ältere Karten, welche im Vergleich zu späteren Editionen als ungewöhnlich stark gelten, kosten heutzutage schnell mehrere Hundert wenn nicht gar Tausende von Euros. Es verwundert daher wenig, dass manche Menschen Magic-Karten als potenzielle Investments für sich entdeckt haben.

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Dabei weist der Markt für Magic-Karten durchaus gewisse Ähnlichkeiten mit dem Aktien-Markt auf. Der Wert vieler Karten befindet sich durchweg im Fluss. Jedes Mal, wenn eine neue Edition herausgebracht wird, ändern sich die Möglichkeiten des aktuellen Spiels. Neue Kombinationsmöglichkeiten sorgen dafür, dass manche Karten teils drastisch im Preis steigen, weil sie nun jeder haben will. Andererseits können zuvor als unschlagbar angesehene Strategien plötzlich obsolet werden, wodurch der Preis der entsprechenden Karten in den Keller geht.

Findige Händler versuchen dabei stets, den Markt zu antizipieren. Wer rechtzeitig erkennt, in welche Richtung sich das Meta-Game entwickelt, und die entsprechenden Karten hortet, kann sich innerhalb kurzer Zeit mehrere Monatsgehälter hinzuverdienen. Und wem das Trading mit den Karten langweilig wird, kann sogar wieder anfangen, damit zu spielen. Mit welcher Amazon-Aktie kann man schon Drachen beschwören oder Feuerbälle auf seine Gegner schießen?
Schatzsuchen

Wer vom Goldfieber gepackt wird, geht meist den Weg zum nächsten Goldhändler oder kauft sich entsprechende Wertpapiere an der Börse. Doch manche Menschen bevorzugen es, selbst nach versunkenen Schätzen zu suchen. Der Traum, einen verlorenen Schatz zu bergen und reich zu werden, ist beinahe so alt wie die Menschheit selbst. Mittlerweile gibt es eine Reihe professioneller Unternehmen, welche sich ganz der Schatzsuche verschrieben haben. Dabei handelt es sich meist weniger um verborgene Piratenschätze, sondern um versunkene Frachtschiffe und deren wertvolle Ladung.

Abenteuerlustigen Investoren bietet sich dabei oftmals die Gelegenheit, sich am potenziellen Gewinn zu beteiligen, in dem sie eine solche Unternehmung finanziell unterstützen. Eines der größten Schatzsucher-Unternehmen Odissey Marine Exploration ist sogar an der Börse gelistet. Allerdings sollten Anleger dabei viel Geduld und starke Nerven mitbringen, denn die Suche nach versunkenen Schiffen ist langwierig und es gibt keine Garantie, dass sich der vermeintliche Schatz nicht doch als eine Mischung aus Rost und Seemannsgarn entpuppt.

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Weine und Whiskeys

Dass namhafte Weine aus besonders guten Jahrgängen schnell ein kleines Vermögen kosten können, ist kein Geheimnis. Dementsprechend logisch erscheint es, dass Weinsammler mit den edlen Tropfen eine attraktive Wertanlage entdeckt haben. Was vielen Laien weniger bekannt sein dürfte, ist hingegen, dass auch zahlreiche Whiskeys mittlerweile zu begehrten Sammlerobjekten geworden sind.

Laut dem Knight Frank Luxury Investment Index zählen Weine und Whiskeys mittlerweile zu den beliebtesten Investmentobjekten für Sammler von Luxusgütern. Wer sein Geld in Weine oder Whiskeys anlegen möchte, muss dafür mittlerweile sogar nicht einmal mehr einen eigenen Weinkeller besitzen. Diverse Fonds bieten die Möglichkeit, exklusiv in die wertvollsten Marken und Jahrgänge zu investieren.

Der Wert entsteht dabei meist aus dem jeweiligen Rating sowie der Seltenheit des Tropfens. Da auch das Alter hierbei meist eine große Rolle spielt, sollten Sammler jedoch bereit sein, mehrere Jahre zu warten, ehe sich ihre Investition wirklich auszahlen kann. Dies setzt selbstverständlich voraus, dass man sich in der Zwischenzeit zusammenreißen und der Versuchung widerstehen kann, die Flaschen selbst zu öffnen.
Comics

Ähnlich wie Weine gelten auch Comics seit Jahrzehnten als renditeträchtige Investitionsmöglichkeit, wenngleich der Kreis der Sammler hierfür bedeutend kleiner ist. Alte Ausgaben früher Comics sowie besonders seltene Editionen können hier schnell einen beträchtlichen Wert erlangen. Während die Erstausgabe von Action Comics zur Zeit ihres Erscheinens 1938 gerade einmal 10 Cent gekostet hat, wurde eines dieser besonders begehrten Exemplare vor einigen Jahren auf Ebay für über 3 Millionen Dollar versteigert.

Auch weniger exklusive Comicbücher können oftmals noch mehrere Tausend Euro kosten. Von entscheidender Bedeutung ist dabei jedoch stets der Zustand des Comics. Je näher sich ein Exemplar noch im Originalzustand befindet, desto wertvoller ist es für Sammler. Wer nur über ein begrenztes Budget verfügt, jedoch langfristig mit Comicbüchern Geld verdienen möchte, muss ein Auge dafür haben, welche aktuellen Comics in 20 bis 30 Jahren stark im Wert steigen könnten. Maßgeblich dafür ist nicht nur die Seltenheit einer Ausgabe, sondern auch die zukünftige Popularität eines bestimmten Comichelden.

Kühe kaufen und vermieten

Viele Unternehmen, die es sich nicht leisten können oder wollen, sich teure Investitionsgüter zu kaufen, greifen stattdessen gerne zum Leasing. Dabei ist es praktisch möglich, so gut wie alles zu leasen. Das ruft selbstverständlich auch findige Investoren auf den Plan. Zu den zweifelsohne ungewöhnlichsten Dingen, welche man leasen oder mieten kann, gehören dabei Nutztiere.
Kühe stellen dabei ein besonders attraktives Investitionsobjekt dar. Die Tiere verschaffen ihren Haltern dank ihrer Milchproduktion ein regelmäßiges Einkommen und ihren eigentlichen Besitzern damit eine attraktive Rendite.

Noch bizarrer wird das Ganze jedoch in bestimmten Teilen der USA. Weil die Steuern für Weideland deutlich niedriger sind als für anderweitig genutztes oder gar ungenutztes Land, deklarieren zahlreiche Landbesitzer ihre neu erworbenen Landstücke vorübergehend als Weideland, während sie deren Erschließung und Bebauung planen. Auf diese Weise sparen alleine die Landbesitzer in Florida jedes Jahr über 1 Milliarde US-Dollar an Steuern. Hiervon profitieren vielfach Landwirte, welche einige ihrer Kühe vermieten und zwischenzeitlich auf dem Boden grasen lassen.

Domain-Adressen

Die Digitalisierung bieten weitsichtigen Investoren zahlreiche Chancen und Möglichkeiten. Wer die Gelegenheit verpasst hat, günstig in Apple- oder Amazon-Aktien einzusteigen, hat jedoch dennoch die Möglichkeit, mit relativ überschaubaren Summen eine große Rendite zu erzielen. Alles, was dafür nötig ist, ist eine Prise Weitsicht und etwas Glück.

Im Prinzip kann sich jeder Mensch beliebige Domain-Namen sichern. Die meisten tun dies für eine eigene geplante Webseite. Wer jedoch abschätzen kann, welche Trends in Zukunft an Bedeutung gewinnen könnten, kann sich entsprechende Domains sichern und diese einige Jahre später für eine hohe Summe verkaufen.

So erstand Rick Schwart beispielsweise im Jahr 1996 die Adresse eBet.com für gerade einmal 100 Dollar. 2013 verkaufte er sie dann schließlich an ein Unternehmen für 1.350.000 Dollar. Viele der offensichtlichen namen sind mittlerweile bereits vergeben. Doch auch ungewöhnliche Namen haben durchaus das Potenzial, in einigen Jahren erhebliche Rendite abzuwerfen. Wer hätte schließlich gedacht das Wortschöpfungen wie Google oder Twitter einmal Milliarden von Dollar wert sein könnten?

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