Lyxor-Übernahme durch Amundi schreitet voran: Welche Folgen hat die Fusion? 

Im April dieses Jahres machte die Nachricht die Runde, dass sich am Markt der Exchange Traded Funds einiges verändert. Der französische ETF-Anbieter Lyxor steht zum Verkauf. Dieser befindet sich aktuell im Besitz der französischen Großbank Societe Generale. Diese kündigte bereits 2020 an, dass man sich intensiv mit dem Verkauf der Tochtergesellschaft beschäftige. Die Übernahme von Lyxor soll durch die französische Fondgesellschaft Amundi erfolgen. Diese möchte den Konkurrenten schlucken und damit zu einem der größten Anbieter für ETFs in Europa werden.

Amundi auf dem Weg zu Europas Nummer 1?

Mit dem Zusammenschluss von Amundi und Lyxor würden die Franzosen Boden gutmachen. Ganz für den Thron unter den ETF-Anbietern würde dies jedoch nicht reichen. Denn die US-amerikanische ETF-Marke iShares von BlackRock dominiert weiter den Markt nach Belieben.

Steigender Konkurrenzdruck unter den ETF-Anbietern

Mit der Übernahme würde Amundi seinen Marktanteil unter den Exchange Traded Funds deutlich ausbauen. Dies könnte bei der Konkurrenz mit Sorge zur Kenntnis genommen werden. Schließlich können die größten Anbieter ihr Angebot bestmöglich skalieren und langfristig im harten Wettbewerb bestehen. Kleinere ETF-Anbieter hätten das Nachsehen.

Vermögensverwaltern, Investmentgesellschaften und Banken ist es nicht verborgen geblieben, dass der ETF-Boom unentwegt voranschreitet. Jeder möchte hier ein Stück vom lukrativen Kuchen abhaben. Es bleibt spannend, welche Fusionen und Bewegungen in Zukunft im ETF-Markt stattfinden.

Mögliche Folgen der Fusion – Pros und Cons

Investierte Anleger und ETF-Besitzer stellen sich jedoch die Frage, was denn die tatsächlichen Folgen der Fusion sein könnten. Schließlich spielt es für diese nur eine untergeordnete Rolle, wer aktuell die Nummer 1, 2 oder 3 im ETF-Markt ist. Durch eine Fusion könnte Amundi sein Angebot deutlich erweitern. Mit wenig Recherche lassen sich in Zukunft möglicherweise ETFs zu allen erdenklichen Themen bei Amundi kaufen. Beispielsweise gibt es den Lyxor New Energy ETF, während Amundi keinen Exchange Traded Funds zum Thema Erneuerbare Energien hat. Hier scheint es wahrscheinlich, dass der New Energy ETF einfach in das Amundi-Produktangebot integriert wird.

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Auf der anderen Seite können Unternehmen mit einer starken Marktposition theoretisch die Preise für ETFs erhöhen. Dies ist jedoch mit einem Fragezeichen zu versehen, da noch ausreichend Konkurrenz vorhanden ist. Zugleich ist es gut möglich, dass unrentable ETFs mit geringem Volumen geschlossen oder einzelne Exchange Traded Funds verschmelzen werden.

An BlackRock und iShares führt kein Weg vorbei!

Die Dominanz von iShares im ETF-Markt ist erdrückend. Die Fusion der Konkurrenz lässt den Marktführer kalt. Denn dieser hat zu fast jedem Index und Thema den passenden ETF im Angebot.

Übernahme für 2022 geplant

Die Lyxor-Übernahme durch Amundi soll im Jahr 2022 vollendet werden. Aktuell befinden sich die beiden Mutterkonzerne in intensiven Verhandlungen, obgleich diese mittlerweile weit fortgeschritten sein sollen. Im Anschluss müssen die Finanzbehörden und zuständigen Kartellämter noch das Go geben.

Mit dem Zusammenschluss möchte der Amundi-Chef den Finanzstandort Paris stärken. Schließlich würden in Zukunft ein Großteil der ETFs aus dem Pariser Haus stammen. Doch auch die DWS Group mit der ETF-Markte Xtrackers möchte hier ein Wort mitreden. Hier heißt es Amundi gegen DWS/Xtrackers oder Paris gegen Frankfurt am Main. Es bleibt spannend, wer dem Marktführer iShares in Zukunft folgen wird.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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