Nasdaq 100: Kann das Klumpen-Risiko gefährlich werden? 

Mit einer jährlichen Durchschnittsrendite von rund 20 % in den letzten 10 Jahren war der Nasdaq 100 für Anleger ein voller Erfolg. Doch in den letzten Monaten mehrten sich die Bedenken, dass das Klumpen-Risiko eine Gefahr werden könnte. Unweit des Allzeithochs müssen Anleger nun entscheiden, ob sie an ihrem Nasdaq 100 ETF festhalten, sogar neu einsteigen würden oder lieber auf andere Indizes setzen.

Der Nasdaq 100

Beim Nasdaq 100 handelt es sich um einen US-amerikanischen Kursindex, der 100 Aktien der Nasdaq Composite mit der höchsten Marktkapitalisierung enthält. Folglich geht es überwiegend um den Technologiesektor in den USA – ausgenommen sind Finanz-Unternehmen.

Aufteilung nach Sektoren

Fast die Hälfte der Unternehmen im Nasdaq 100 stammt aus dem IT-Sektor. Im Anschluss kommt die Kommunikationsbranche mit fast 20 % Gewichtung. Das Gleiche gilt für die Zyklischen Konsumgüter. Die anderen Sektoren haben einen Anteil von weniger als 10 %.

Aufteilung nach Regionen

Da es sich um einen US-amerikanischen Index handelt, stammen die meisten Unternehmen aus den USA. Lediglich knapp 2 % sind in China, der Niederlande oder Israel ansässig.

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Die größten Positionen

Mittlerweile ist das amerikanische Unternehmen Apple mit rund 11,5 % die größte Position im ETF. Im Anschluss kommen Microsoft und Amazon mit 8,8 bis 9,6 %. Auf die Google-Holding Alphabet entfallen ebenfalls knapp 8 % Gewichtung. Zudem kommen Tesla und Facebook auf ca. 4 %. Dies führt dazu, dass auf die sechs größten Positionen fast 45 % der Gewichtung entfallen.

Sind die Klumpen-Risiken eine Gefahr?

Im Grunde genommen gibt es beim Nasdaq 100 nicht nur ein Klumpen-Risiko. Denn zunächst einmal bildet dieser nur US-amerikanische Unternehmen ab. Obgleich man sagen könnte, dass der Nasdaq 100 damit stark von der dortigen Wirtschaft abhängt, dürfte dieses Klumpen-Risiko nicht allzu groß sein. Denn Apple, Amazon, Alphabet und Co. verdienen auf der ganzen Welt ihr Geld.

Mit dem Fokus auf die IT- und Kommunikationsbranche setzt der Nasdaq 100 auf Zukunftstrends. Wer in den Nasdaq 100 investiert, setzt vornehmlich auf eine technologische Zukunft. Folglich dürfte auch dieses Klumpen-Risiko gerade gewollt sein.

Für viele Anleger dürfte es da deutlich fragwürdiger sein, dass die größten Unternehmen mittlerweile eine derart starke Gewichtung haben. Doch Amazon, Apple und Co. haben nicht willkürlich diese Gewichtung erhalten – das starke Wachstum hat sie ihnen beschert. Zugleich haben die Unternehmen zuletzt unter Beweis gestellt, dass sie immer noch innovativ und wachstumsstark sind. Dennoch wird irgendwann eine Zeit kommen, in welcher die FAANG-Aktien weniger stark wachsen. Es genügt bereits ein Blick auf die wertvollsten Unternehmen von vor 30 Jahren. Kaum ein Unternehmen von damals ist heute noch in den vorderen Reihen der Aktienmärkte unterwegs. Zwar sind die Tech-Unternehmen von heute deutlich innovativer und verfügen über nahezu unbegrenztes Cash für Zukunftsinvestitionen. Dennoch sollten sich Anleger zumindest bewusst machen, dass sie mit einem Nasdaq 100 nicht wirklich in die US-amerikanische Technologie, sondern vorrangig in Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Facebook und Tesla investieren.

Die Alternative: Investieren in die zweite Reihe

Alternativ können Anleger auch in die zweite Reihe des US-amerikanischen Nasdaq 100 investieren. Denn vieles könnte dafürsprechen, dass dies die Schwergewichte im Nasdaq 100 von Morgen sind. Mit dem Invesco Nasdaq Next Generation 100 UCITS ETF beteiligt man sich an den 100 Unternehmen, die direkt auf den Nasdaq 100 folgen. Gut möglich, dass dies die wertvollsten Unternehmen der Zukunft sein werden. Da kaum ein Unternehmen mehr als 2 % Gewichtung hat, sind die Risiken deutlich stärker gestreut, obgleich die Chancen ähnlich aussichtsreich scheinen.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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