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Neues Jahr, neues Glück: Jetzt nehme ich meine Finanzen in die Hand!
Neues Jahr, neues Glück: Jetzt nehme ich meine Finanzen in die Hand!

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Den Jahreswechsel haben wir hinter uns. Damit ist auch die Zeit gekommen, sich gute Vorsätze für das neue Jahr zu machen. Welch besseren Zeitpunkt könnte es geben, endlich die eigenen Finanzen in die Hand zu nehmen? Was sich zuerst nach viel Arbeit anhört, geht meist leichter als gedacht.
Der beste Vorsatz überhaupt

Jeder kennt das: Man hat eine ellenlange Liste von Dingen, die man im neuen Jahr besser machen will als im Alten. Gleich zu Beginn des neuen Jahres stürzt man sich mit neuem Tatendrang auf die guten Vorsätze, nur um bereits nach wenigen Wochen wieder in alte Muster zurückzufallen. Tatsächlich ist dieses Problem weit verbreitet.

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Grund hierfür ist die Tatsache, dass sich im neuen Jahr meist außer dem Datum nicht viel ändert. Insofern ist jeder Zeitpunkt, etwas an sich zu ändern, so gut wie der andere. Doch es gibt einen guten Vorsatz, welchen man sich dennoch für das kommende Jahr auf die Fahnen schreiben sollte: Endlich die Finanzen in die eigene Hand zu nehmen.

Auch aus fiskalischer Sicht ist der Jahreswechsel von Bedeutung. Es ist nie verkehrt, sich stärker um die eigene Haushaltsplanung und den Vermögensaufbau zu kümmern. Wer durch den Jahreswechsel zusätzlichen Tatendrang verspürt, sollte versuchen, diesen dafür zu nutzen, um diesen wichtigen Aspekt des eigenen Lebens endlich anzugehen.
Oftmals ist der Hauptgrund des langen Vorsichherschiebens die falsche Annahme, finanzielle Planung sei zu komplex und anstrengend. Wer sich jedoch einen Ruck gibt, wird schnell feststellen, dass das Managen der eigenen Finanzen kein Hexenwerk ist. Womöglich braucht es also nur einen kleinen Anschub, um finanziell richtig durchzustarten.

Erst mal Ordnung schaffen

Der erste Schritt sollte darin bestehen, sich einen Überblick über die eigene finanzielle Situation zu verschaffen. Oftmals häufen sich im Laufe der Zeit zahlreiche Ausgabenfaktoren an. Daher sollte der erste Blick in die eigenen Ordner und auf die Kontoauszüge gehen. Ziel ist es, herauszufinden, welche Ausgaben notwendig sind und wo Einsparpotenzial besteht.

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Nicht selten laufen noch Versicherungen, die man in der aktuellen Lebenssituation nicht mehr benötigt. Unter Umständen sind manche Verträge zu veralteten und überteuerten Konditionen abgeschlossen worden oder es kam in letzter Zeit zu Preiserhöhungen.

In den Ordnern selbst sollte man zudem einmal richtig aufräumen. Nicht alle Schreiben und Unterlagen, welche man erhält, enthalten wirklich wichtige Informationen. Vielleicht ist auch alles durcheinander geworfen und man muss ewig suchen, um die richtigen Unterlagen zu finden. Aus diesem Grund sollte man alle wichtigen Unterlagen der Kategorien Altersvorsorge, Risikovorsorge, Sachversicherungen sowie sonstige Verträge wie Internet und Abos in einen jeweils separaten Ordner sortieren.
Ausgabenaufstellung anfertigen

Nachdem alle Unterlagen sauber sortiert und jederzeit auffindbar abgeheftet sind, geht es daran, eine Aufstellung der eigenen Ausgaben anzufertigen. Idealerweise sollte dies der Start einer permanenten Haushaltsbuchführung sein. Es ist kaum möglich, das eigene Ausgabeverhalten in den Griff zu bekommen, wenn man immer wieder den Überblick darüber verliert, wofür man im Monat jeweils Geld ausgiebt. Es gibt heutzutage eine ganze Reihe an Haushaltsbuch-Programmen. Nicht wenige davon sind sogar kostenlos. Letztlich ist es natürlich nicht zwingend notwendig, ein solches Haushaltsbuch zu führen. Allerdings bringt es diverse Vorteile mit sich und erleichtert das Aufstellen eines Budgets.

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Für den ersten richtigen Kassensturz sollte man einmal einen genauen Blick auf die eigenen Kontoauszüge werfen. Auf diese Weise kann man sich konkret ausrechnen, wie hoch die monatlichen Mindestausgaben sind. Spätestens hier dürfte auch klarer werden, welche Posten eigentlich überflüssig sind. Gerade selten genutzte Abos können sich im Laufe der Zeit schnell ansammeln und unnötig Geld verschlingen.

Anhand der aufgestellten Ausgaben sollte man als Nächstes alle Posten niederschreiben, die einer genaueren Überprüfung bedürfen. Was überflüssig ist, kann weg. Wichtige Versicherungen sowie Abos, auf die man nicht verzichten möchte, sollten hingegen zumindest auf günstigere Alternativen hin überprüft werden.

Finanzplan erstellen

Als Nächstes gilt es, einen vernünftigen Finanzplan zu erstellen. Dieser umfasst zum einen ein Budget für die eigenen Ausgaben. Für viele Menschen ist der Begriff Budget negativ belastet. Man verbindet ihn sofort mit Einschränkungen und Verzicht. Dies ist allerdings die falsche Sichtweise.
Der Sinn eines Budgets ist es, sich selbst größere finanzielle Spielräume zu ermöglichen. Jeder hat bestimmte Träume und Ziele, die meist mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden sind. Ein Budget hilft einem dabei, schneller das notwendige Geld anzusparen, um die eigenen Ziele zu verwirklichen. Insofern sind Budgets eher mit finanzieller Freiheit und der Erfüllung von Wünschen verbunden. Alles, worauf man auf dem Weg dahin verzichtet, ist bei genauerer Betrachtung ohnehin weniger wichtig.

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Der eigene Finanzplan sollte jedoch auch eine langfristigere Perspektive haben. Konkret geht es hierbei um den langfristigen Vermögensaufbau sowie die Vorsorge für das Alter. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, um für spätere Lebensphasen vorzusorgen. Neben der (privaten) Rentenversicherung zählen auch Bankanlagen, Aktien, Anleihen, Immobilien und Edelmetalle dazu.

Um vernünftig für später vorsorgen zu können, muss man eine ausreichende Menge des eigenen Einkommens für die entsprechenden Posten reservieren. Wie groß dieser Anteil im Einzelnen ausfallen sollte, kommt letztlich immer auf den jeweiligen Einzelfall an. Ein oft genannter Richtwert sind 10 bis 15 Prozent. Wer später eine größere finanzielle Freiheit anstrebt, wird vielleicht eine höhere Sparquote benötigen. Andere Menschen kommen mit weniger aus.

Zuletzt sollte der eigene Finanzplan eine gewisse Notfallvorsorge beinhalten. Dabei sollte es sich um eine Finanzreserve für bestimmte Notfälle handeln. Gerade dieser Posten wird oft vernachlässigt. Unerwartete Notfälle können jederzeit auftreten. Vielleicht muss ein neues Auto her oder das Eigenheim muss plötzlich saniert werden. Wer sich nicht extra Geld zurückgelegt hat, muss in einem solchen Fall entweder Schulden auf sich nehmen oder im ungünstigsten Fall die eigene Altersvorsorge anzapfen. Auch hier kann die Höhe der Reserve je nach Person variieren. Bewährt haben sich ein bis drei Monatsgehälter.

Vermögensaufbau

Es reicht nicht, bloß einen gewissen Teil des eigenen Einkommens für später an die Seite zu legen. Um zu verhindern, dass die Inflation das angesparte Vermögen langsam auffrisst, sollte es renditeträchtig angelegt werden. Dies bietet zudem den Vorteil, dass man das eigene Geld für sich arbeiten lassen kann und auf diese Weise langfristig gesehen gleich doppelt für die eigene Arbeit entlohnt wird.

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Damit das klappt, muss das Geld jedoch auch auf eine Art und Weise angelegt werden, bei welcher tatsächlich ausreichend Rendite abfällt. Bei Bankkonten, Sparbüchern und Ähnlichem ist dies heutzutage jedoch aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen nicht länger der Fall. Auch Dinge wie Lebensversicherungen müssen in diesem Kontext als zunehmend unrentabel erachtet werden.

Als gängige Alternative bieten sich hierzu beispielsweise Immobilien und Wertpapiere an. Während Immobilien tatsächlich von zahlreichen Menschen als Anlage und Altersvorsorge genutzt werden, wird die Möglichkeit der Wertpapieranlage gerade in Deutschland nach wie vor nicht voll ausgeschöpft.
Wer sich noch nie zuvor damit beschäftigt hat, sollte den eigenen Tatendrang im neuen Jahr nutzen und sich etwas Einsteigerliteratur für Börsenneulinge zu Gemüte führen. Eine langfristig orientierte Anlagestrategie mit Indexfonds bietet die Chance auf eine hohe Rendite bei gleichzeitig sehr überschaubarem Risiko. Im Internet sowie in Buchform finden sich genügend Ratgeber und Leitfäden, wie eine solche Investition am besten aussehen kann.

Bei zu großer Unsicherheit kann man sich zudem an einen unabhängigen Finanzberater wenden. Dies mag zwar auf den ersten Blick dem Wunsch, die Finanzen selbst in die Hand zu nehmen, widersprechen. Allerdings heißt Eigenständigkeit nicht, dass man nicht gelegentlich Hilfe in Anspruch nehmen darf.

Kurzfristige Ziele sichern langfristige Motivation

Zum Abschluss gilt es noch auf den wichtigsten Punkt einzugehen: die langfristige Motivation. Die besten Vorsätze bringen nichts, wenn man sich nicht daran hält. Leider bleiben Neujahrsvorsätze regelmäßig auf der Strecke. Um zu verhindern, dass auch die eigene Finanzplanung schnell auf Nimmerwiedersehen in irgendeiner Schublade verschwindet, ist es wichtig, für die langfristige Motivation zu sorgen.
Am besten gelingt dies durch das Aufstellen kleinerer und leichter realisierbarer Zwischenziele. Anstatt sofort auf das neue Auto oder die erste Million abzuzielen, sollte man sich eine Reihe bescheidener Vorgaben machen, welche man innerhalb kurzer Zeit erreichen kann. Das steigert die Motivation, weiterzumachen und baut Momentum auf. Auf diese Weise braucht man zum nächsten Jahreswechsel auch nicht wieder die alte Liste guter Vorsätze hervorkramen.

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