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Quo Vadis Elon Musk? Droht jetzt der Abstieg?
Quo Vadis Elon Musk? Droht jetzt der Abstieg?

Patryk Don

Profi Investor

Elon Musk gilt bei vielen als einer der größten Visionäre und Unternehmer unserer Zeit. Seine Unternehmen Tesla, SpaceX, Neualink und Twitter sind zusammen über eine halbe Billion Dollar wert und bis vor kurzem galt Elon Musk als reichster Mensch der Welt. Dass dies nun nicht mehr so ist, kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden. Während einige nun schon vom Abstieg Musks sprechen, sind andere nach wie vor von seiner Vision überzeugt.

Einer der Hauptgründe für Musks aktuelle Probleme ist zweifelsohne die Übernahme des Social-Media-Giganten Twitter. Diese kostete wesentlich mehr als Musk sich eigentlich gewünscht hatte und zwingt ihn nun seine anderen Unternehmen zu vernachlässigen, um die Investition zu einem Erfolg zu machen. Doch kann das gelingen oder hat der Multimilliardär sich endgültig verkalkuliert?

Twitter Übernahme kostet Musk mehr als nur Geld

Nachdem es bei der Übernahme der Plattform einiges hin und her gegeben hatte, sie zuerst nicht verkauft werden sollte, Musk dann nicht mehr kaufen wollte und schließlich doch 44 Milliarden für die Übernahme hinlegte, bringt ihn die Plattform nun in ziemliche Schwierigkeiten. Musk war bei der Übernahme wenig rücksichtsvoll vorgegangen und muss nun die Konsequenzen seines Handelns tragen.

Schon vor dem Kauf hatte Musk der Plattform geschadet, indem er den hohen Anteil der Bot-Accounts offenlegte und die wenig demokratische Vorgehensweise der Plattform mit kontroversen Accounts kritisierte. Mit seiner Übernahme wollte Musk der Plattform zu mehr Offenheit verhelfen und sie zum demokratischsten Ort für Austausch und Informationsbeschaffung machen.

Dies ließ wichtige Werbepartner wie Daimler zurückschrecken, da sie eine Öffnung der Plattform hin zum rechten Meinungsspektrum befürchteten und diese nicht mit sich in Verbindung sehen wollten. Die Folge dieser Kontroversen waren Zahlungsausfälle bei Twitter, die das Unternehmen und Musk Milliarden kosteten. Auch die Erschließung neuer Einnahmequellen, beispielsweise durch ein Abomodell, konnte bisher nicht über die Finanzierungslücken hinweghelfen.

Höchstwahrscheinlich in Folge dieser Probleme durch Twitter verkaufte Musk jetzt Tesla Aktien in Milliardenhöhe. Damit kann er Twitter nun zwar über eine gewisse Zeit über Wasser halten, doch dem Börsenwert von Tesla schadet dieses Vorgehen natürlich erheblich. Der Unternehmenswert halbierte sich in den vergangenen Monaten und Investoren sind immer stärker gegen Musk aufgebracht, da sie die Zukunft des Unternehmens in Gefahr sehen.

Mehr und mehr Stimmen fordern den Rücktritt von Musk als Geschäftsleiter von Tesla und Twitter. Im Fall von Tesla sind es vor allem Unternehmer, die die Führung lieber bei jemandem sähen, der sich komplett auf Tesla konzentrieren könnte. Bei Twitter fordern ganz unterschiedliche Parteien einen Rücktritt von Musk. Entlassene Angestellte, Investoren, links-orientierte Akteure, sie alle sind unzufrieden mit Musks radikaler Art der Umstrukturierung der Social-Media-Plattform.

Eines der Hauptargumente der verschiedenen Rücktrittsforderungen ist neben mangelndem Vertrauen in Musk als Person, vor allem die Überzeugung, dass er den verschiedenen Unternehmen unter seiner Führung nicht gerecht werden könne und überfordert sei. Doch dies ist nicht das erste Mal, dass Elon Musk das Wohl seiner Unternehmen für den Erfolg eines neuen aufs Spiel setzt.

Bei aller Kritik: Musks Strategie ist in Vergangenheit aufgegangen

Mit SpaceX war es damals ähnlich. Musk nahm nach einigen Fehlschlägen auch sein Privatvermögen und Kapital von Tesla, um das Raumfahrt-Unternehmen doch noch zum Erfolg zu führen. Er riskierte viel und schaffte es tatsächlich SpaceX zu etablieren und dem jungen Unternehmen einen Deal mit der NASA zu sichern, der die Zukunft sicherte. Auch bei Twitter scheint Musk nun bereit, seinen etablierten Unternehmen objektiv zu Schaden zuzufügen, um seiner Vision zu folgen und langfristig erfolgreicher zu sein.

Abgesehen von den Finanzierungslücken steht es bei Twitter tatsächlich auch gar nicht so schlecht, wie man vielleicht denken könnte. Nach Musks Übernahme wächst das Unternehmen nun wieder schneller und hat aktuell mehr Nutzer denn je. Viele zeigen sich angetan von der radikalen Umstrukturierung durch Musk und der angekündigte Boykott bleibt, zumindest in Bezug auf die wichtigen Nutzerzahlen, aus.

Auch Tesla produziert immer mehr Fahrzeuge und legt ein erfolgreiches Quartal nach dem anderen hin. Das EV-Unternehmen etabliert immer neue Fahrzeugreihen und bringt mit dem Cybertruck und einem LKW bald zwei ganz neue Modelle heraus, die ganz neue Fahrzeugsektoren eröffnen.

Auch SpaceX schließt aktuell eine erfolgreiche Mission nach der nächsten ab, versorgt die ISS und bringt wichtige Satelliten ins All. Es hilft zudem dabei, Musks Starlink Projekt voranzubringen und die Präsenz der USA in der Erdumlaufbahn zu stärken. Es ist damit sowohl in wirtschaftlicher als auch in militärischer Hinsicht ein wichtiger Partner des Staates.

Abgesehen vom Wertverlust von Tesla und dem Fiasko um Twitter scheint es den Unternehmen von Musk und seiner langfristigen Vision vom Mars also gar nicht so schlecht zu gehen. Viele Projekte, wie eben eine eigene Social-Media-Plattform, Fahrzeuge wie der Cybertruck und eine erfolgreiche Raumfahrtorganisation, scheinen für Musk nur der längerfristigen Mission zum Mars zu kommen zu dienen. Aus diesem Grund könnte er weniger Wert auf den maximalen Erfolg einzelner Unternehmen legen und eher das große Ganze im Blick haben.

Diese Theorie sollte jedoch nicht über die reelle Gefahr hinwegtäuschen, der Musk seine Unternehmen mit einem derartigen Vorgehen aussetzt. Kleine Fehlkalkulationen können hier große Kettenreaktionen zur Folge haben, die auch etablierte Unternehmen wie Tesla zum Kollaps bringen können. Ob Elon Musks Strategie aufgehen und er mit Twitter sein nächstes Reiseunternehmen zum Erfolg führen können wird, lässt sich aktuell nicht abschätzen. Klar ist jedoch, dass er viel riskiert und ein Scheitern von Twitter auch Konsequenzen für Musks andere Unternehmen haben würde.

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Patryk Don

Profi Investor

Patryk Don

Profi Investor

Hallo, ich heiße Patryk und bin glücklicher Träger eines Meistertitels. Die Leidenschaft für Finanzen habe ich schon immer in mir getragen! Auf der Suche nach finanzieller Freiheit bin ich dann „zufällig“ auf Kryptowährungen gestoßen, seit dem habe ich kaum einen Tag, ohne mich auf dem neuesten Stand zu halten, verbracht. Die Kausalität zum traditionellen Aktienmarkt machte es unumgänglich, sich auch mit diesem sehr stark auseinanderzusetzen. „Ja, das Gold regiert die Welt. Sie baut Throne, Gott zum Hohne, der Macht, die sie gefesselt hält.“ -Georg Henischs 1616
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