Rentenlücke: So viel Geld musst du privat anlegen

Viele Deutsche freuen sich auf ihre Rente. Wie schön wäre es, nach dem Arbeitsleben mit dem geliebten Partner zu vereisen, die Welt zu erkunden oder einfach dem Lieblingshobby nachzugehen? Finanzielle Sorgen gehören wohl nicht zur Vorstellung vom Leben als verdienter Rentner. Doch der demographischen Entwicklung sei Dank, klafft eine Rentenlücke zwischen dem vorhandenen Geld in der Rentenversicherung und der benötigten Summe.
Die gesetzliche Rente ist nicht in der Lage, ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Vielmehr müssen zukünftige Rentner schon heute privat vorsorgen, um die Rentenlücke zu schließen. Dabei ist das Sparen eines monatlichen Betrags nur der erste Schritt. Diesen musst du zudem investieren. Schließlich ist es bei den heutigen Zinsen wenig Erfolg versprechend, wenn du monatlich einen fixen Betrag auf dem Sparkonto parkst. Dann gibt es statt Cocktails auf den Bahamas, den Kaffeeklatsch mit Reinhold und Regina von Nebenan.

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Rentenbescheid als Ausgangsbasis

Die meisten Menschen beschäftigen sich entweder gar nicht oder zu spät mit der Finanzierung ihres Ruhestands. In Gedanken verlassen sich die heutigen Erwerbstätigen auf die staatliche Rente. Frei nach dem bekannten CDU-Politiker und Arbeitsminister Norbert Blüm ist die staatliche Rente doch sicher. Doch stimmt das wirklich?

Wenn der Rentenbescheid ins Haus flattert, kommt das böse Erwachen. Nicht selten müssen langjährige Erwerbstätige Tränen unterdrücken. Dabei gibt es doch regelmäßige Warnzeichen. Jahr für Jahr verschickt die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) den Rentenbescheid. Dieser gibt dir einen ersten Überblick über deine zukünftige Rente.
Dieses Geld benötige ich im Ruhestand

Wer seine Rentenlücke schließen möchte, muss zunächst den eigenen Anspruch kennen. Schließlich bestimmen deine Pläne für den Ruhestand über das benötigte Geld. Wer sich in seinem Eigenheim wohl fühlt und gelegentlich den Enkelkindern ein Geschenk machen möchte, braucht weniger Geld. Wenn du jedoch im Ruhestand ausgiebig durch die Welt reisen möchtest, ist eine höhere Rente Pflicht.

Als Faustregel sind 80 % deines Nettoeinkommens ein guter Maßstab. Mit diesen kannst du in den meisten Fällen deinen Lebensunterhalt finanzieren, ohne allzu große Abstriche machen zu müssen. Dies klingt auf den ersten Blick gut machbar. Allerdings gibt es ein Problem. In Deutschland liegt das aktuelle Rentenniveau bei unter 50 % des durchschnittlichen Nettoverdiensts. Folglich brauchst du alternative Lösungen, um die vorhandene Rentenlücke zu schließen.

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Diese Faktoren erschweren die Berechnung

Einige Unwägbarkeiten erschweren die genaue Berechnung deiner Rentenlücke. Zum einen ist der zugrunde liegende Zeitraum relativ lang. Du sparst einen beträchtlichen Teil deines Arbeitslebens auf deine Rente hin. Anschließend dauert der Ruhestand ebenfalls einige Jahre. Kleine Veränderungen bei den Kosten, der Inflation oder der Rendite können sich auf die gesamte Berechnung auswirken. Zudem können rechtliche Änderungen in der Zukunft das Sparverhalten erschweren oder vereinfachen. Du solltest die folgende Berechnungsmethode somit lediglich als Leitfaden für deine Rentenlücke nehmen.
Schritt für Schritt, die Rentenlücke schließen

Mit vier Schritten findest du heraus, wie du deine Rentenlücke am besten schließt. Hier erfährst du, wie viel Geld du privat anlegen musst, um später deinen Ruhestand genießen zu können.

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1. Schritt: Rentenlücke berechnen

Im ersten Schritt berechnest du deine Rentenlücke. Dafür stehen dir online verschiedene Rentenlückenrechner zur Verfügung. Hier gibst du deine persönlichen Daten ein: Alter, Berufstätigkeit, Nettolohn und gewünschter Zeitpunkt für den Eintritt in den Ruhestand. Anschließend erhältst du die voraussichtliche Höhe deiner staatlichen Rente. Berechne die Differenz zu 80 % deines Nettolohns, um deine Rentenlücke zu ermitteln.

2. Schritt: Kapitalbedarf berechnen

Die Rentenlücke ist jedoch nicht der Kapitalbedarf. Vielmehr sagt die Rentenlücke lediglich, was dir jeden Monat zu den anvisierten 80 % deines Nettoeinkommens fehlt. Verschiedene Rechner stehen bereit, um deinen Kapitalbedarf zu ermitteln. Zunächst brauchst du deine Rentendauer, um vom monatlichen Fehlbetrag auf die Gesamtsumme zu kommen.
Im Anschluss solltest du weitere Faktoren berücksichtigen. Schließlich wird die Inflation die Kaufkraft deines heutigen Geldes mindern, während die erwartete Rendite der Geldanlage dein Vermögen mehren wird. Zudem kannst du die Kapitalertragssteuer in den Rechner eingeben. Beim Kapitalbedarf nutzt du vorzugsweise ein negatives Szenario. Schließlich lässt sich die erwartete Rendite kaum vorhersagen. Folglich solltest du dir einen Puffer einplanen, um im Alter wirklich ausreichend Geld zur Verfügung zu haben.

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3. Schritt: Sparbetrag berechnen

Mit dem dritten Rechner berechnest du nun deinen Sparbetrag. Dafür nimmst du den Zeitraum, den du zum Ansparen zur Verfügung hast. Zudem brauchst du die erwartete Rendite abzüglich der jährlichen Kosten für das Anlageprodukt. Im Anschluss blickst du auf deine individuelle Sparrate, die du ab heute jeden Monat zur Seite legst.
4. Schritt: ETF-Sparplan anlegen

Du kennst deine Rentenlücke und deinen Kapitalbedarf. Folglich weißt du genau, welche Summe du monatlich ansparen musst. Dies funktioniert am besten mit einem ETF-Sparplan. Dieser hat verschiedene Vorteile. Zum einen streust du dein Risiko, indem du in eine Vielzahl von Aktien investierst. Zum anderen begrenzt sich dein Aufwand auf ein Minimum. Dank der passiven Funktionsweise von ETFs sind die Kosten gering, was sich wiederum positiv auf die erwartete Rendite auswirkt.

Gut geeignet für einen ETF-Sparplan, um die Rentenlücke zu schließen, ist der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (ISIN: IE00B3RBWM25). Dieser enthält über 3000 Unternehmen aus der ganzen Welt. Seit seiner Auflage im Jahr 2021 erzielte der ETF eine durchschnittliche Jahres-Performance von über 12 %. So steigen deine Chancen, die Rentenlücke zu schließen und im Alter in Saus und Braus zu leben.

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